Gelbspötter auf einem dünnen Ast.
Gelbspötter© Foto: Mathias Schäf

Hippolais icterina

Gelbspötter

Dieser kleine Singvogel besitzt einen lauten, schwätzenden Gesang und imitiert häufig die Gesänge anderer Vogelarten. Man kann ihn in den Sommermonaten in ganz Deutschland in verschiedenen Waldtypen, aber auch in Parks oder verwilderten Gärten antreffen. Oft sitzt er in den dichten Baumkronen von Laubbäumen und lässt von dort aus seinen lauten Gesang erklingen. Sein Gefieder hat einen eher unauffälligen gelblichen Farbton. Die Wintermonate verbringt er in Afrika südlich des Äquators.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

92.000 – 140.000 Brutpaare

Bestands­trend

- 51 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

in den Sommermonaten zu beobachten

Größe

12-13,5 cm groß

Besonderheit

singt aus Versteck hoch oben in Baumkronen

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Als besonders spät eintreffende und früh abziehende Zugvögel der Gartenvogelwelt verbringen Gelbspötter nur maximal drei Monate des Jahres im Brutgebiet.

Gelbspötter haben einen lauten Gesang.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Schnabel des Gelbspötters ist recht kräftig. Sein Gefieder an der Unterseite ist einheitlich zitronengelb, die Oberseite grüngrau. Die Flügel sind recht lang, und der Schwanz ist eher kurz und gerade abgeschnitten. Auf der Oberseite der Flügel ist ein helles Flügelfeld erkennbar. Ein kurzer Überaugenstreif und helle Zügel prägen den Kopf.

Das Gefieder eines Gelbspötters ist an der Unterseite auffällig gelb.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Häufig sitzt er gut versteckt in den dichten Baumkronen von Laubbäumen und beeindruckt von dort aus mit seinem lauten Gesang. Seine Beute pickt er von Blättern oder Zweigen auf.

Lebensraum

Den Gelbspötter trifft man bei uns zum Beispiel in Parks oder verwilderten Gärten an. Darüber hinaus bewohnt er zum Beispiel Auenwälder, feuchte lockere Laubwälder oder Feldgehölze.

Gefährdung

Der Gelbspötter gilt in Deutschland als nicht gefährdet.

Nahrung

Er frisst überwiegend Insekten oder Spinnentiere. Auch Schnecken und Regenwürmer sowie Beeren und Früchte stehen ab und zu auf seinem Speiseplan.

Stimme/Laute

Der Gesang des Gelbspötters ist sehr variationsreich. Er ist sehr laut und schnell und beinhaltet neben wiederkehrenden nasal jammernden Tönen auch Imitationen anderer Vögel. Sein Ruf klingt wie „tä tä tä“ und „hüid“.

Zugverhalten

Der Gelbspötter gehört zu den Langstreckenziehern und überwintert südlich des Äquators in Afrika. Man kann ihn von Anfang Mai bis August in seinen Brutgebieten in Mitteleuropa antreffen.

Beobachtungstipps

Im Sommer kann man den Gelbspötter in weiten Teilen Deutschlands antreffen. Da er häufig in der dichten Baumkrone sitzt und von dort aus singt, hört man ihn jedoch häufiger, als dass man ihn sieht.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Vor allem für die Jungenaufzucht brauchen Gelbspötter viele Insekten. Unterstützen Sie daher Bäuerinnen und Bauern, die ohne Pestizide wirtschaften.