Gänsesäger auf dem Wasser.
Gänsesäger© Foto: Mathias Schäf

Mergus merganser

Gänsesäger

Der Gänsesäger ist ein vergleichsweise massiger Entenvogel mit langem Körper. Im Unterschied zum Zwergsäger kann man ihn in einigen Teilen Deutschands ganzjährig beobachten, da er auch hier brütet. Sein roter Schnabel ist schmal und spitz und am Ende hakenartig nach unten gebogen. Das Männchen hat im Prachtkleid einen schwarzen Kopf mit grünem Schimmer, im Schlichtkleid hat er ähnlich wie das Weibchen einen rotbraunen Kopf. Er brütet sowohl an Binnengewässern als auch an Meeresbuchten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

1.000 – 1.200 Brutpaare

Bestands­trend

+ 59 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

58-68 cm groß

Besonderheit

großer, stromlinienförmiger Entenvogel

Reise

Standvogel & Kurzstreckenzieher

Funfact

Frisch geschlüpfte Jungen müssen sich gegebenenfalls einige Meter tief aus dem Nest auf den Boden stürzen. Dies meistern sie, ohne Schaden davonzutragen.

Im Vergleich zum Männchen haben Gänsesägerweibchen einen rot-braunen Kopf.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Im Prachtkleid ist der Kopf des Männchens schwarz gefärbt. Der Hals ist dann weiß, und die Unterseite ist überwiegend weiß bis lachsrosa. Die Oberseite ist schwarz, der Hinterrücken und der Schwanz sind grau. Das Weibchen hat einen dunkelrotbraunen Kopf und ein weißes Kehlfeld. Das Gefieder ist ansonsten eher gräulich.

Gänsesägermännchen© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Bevor der Gänsesäger untertaucht, um seine Nahrung zu fangen, steckt er häufig zunächst seinen Kopf ins Wasser, um die Lage zu sondieren. Danach taucht er unter und packt mit seinem mit feinen Hornzähnchen besetzten Schnabel seine Beute. Außerhalb der Brutzeit ist der Gänsesäger ein geselliger Vogel und oft in großen Gruppen anzutreffen.

Lebensraum

Der Gänsesäger lebt an fischreichen Flüssen und Seen. Brutvorkommen gibt es vor allem im Norden Deutschlands an der Ostseeküste und an der polnischen Grenze sowie im Voralpenraum. Er brütet zum Beispiel in Baumhöhlen oder sogar auch in Häusernischen und Nisthilfen. Im Winter sind nordeuropäische Populationen als Gäste in Mitteleuropa anzutreffen.

Gefährdung

Auch mit der aktuell leichten Zunahme der Brutpaare gilt der Gänsesäger im Langzeittrend als gefährdet.

Nahrung

Als Nahrungsgrundlage dienen vor allem Fische. Seltener erbeutet er auch Krebstiere oder Wasserinsekten.

Stimme/Laute

Der Balzruf der Männchens ist ein angenehmes, tiefes „orr“, auf das das Weibchen mit einem „aik-aik“ antwortet.

Zugverhalten

Der Gänsesäger ist bei uns ein Standvogel. Nördliche Populationen sind Kurzstreckenzieher und regelmäßige Wintergäste in Mitteleuropa.

Beobachtungstipps

An der Ostseeküste und im Voralpenraum ist der Gänsesäger ein lokal vorkommender Brutvogel. Als Wintergast kann man ihn aber auch in verschiedenen Teilen Deutschlands beobachten. Er ist deutlich größer als Mittel- und Zwergsäger.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

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