
Gallinago gallinago
Bekassine
Die Bekassine ist ein in Deutschland vor allem im Norden relativ weit verbreiteter Schnepfenvogel, der jedoch auffällig seltener wird. Markant ist ihr sehr langer, gerader Schnabel und die häufig geduckte Körperhaltung. Ihr Gefieder ist überwiegend braun gemustert, was ihr die perfekte Tarnung in dichter, niedriger Vegetation verschafft. Auffallend sind jedoch die hellen Streifen, die vom Kopf über die gesamte Oberseite verlaufen. Sie brütet vor allem in Feuchtwiesen, Sümpfen und Mooren.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
2.600 – 3.900 Brutpaare
Bestandstrend
- 89 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
23-28 cm groß
Besonderheit
langer, gerader Schnabel
Reise
Standvogel bis Langstreckenzieher
Funfact
Den Spitznamen „Himmelsziege“ verdankt sie dem meckernden Geräusch, das beim Balzflug des Männchens durch das Vibrieren der Steuerfedern erzeugt wird.
Beschreibung
Aussehen
Das Gefieder ist fast durchweg braun gemustert, lediglich die Unterseite ist weiß. Vom Kopf ziehen sich breite, helle weißbeige Längsstreifen über die Oberseite. Die Körperhaltung ist häufig geduckt, und der Schnabel ist auffällig lang und spitz. Im Flug ist ein deutlicher weißer Flügelhinterrand erkennbar.
Verhalten
Häufig stochert die Bekassine mit ihrem langen Schnabel im Schlamm nach Nahrung. Beim Auffliegen im charakteristischen Zickzackflug gibt sie typische Rufe von sich. Im Balzflug spreizt das Männchen die Steuerfedern ab und erzeugt somit einen meckernden Klang. Sie brütet in einer Mulde am Boden.
Lebensraum
Bekassinen brüten in Feuchtwiesen, Mooren und Sümpfen. Sie bevorzugen eine dichte Vegetation. Zur Zugzeit rasten sie auf Schlammflächen, an Tümpeln und Gräben und an Gewässerrändern.
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Gefährdung
Die Bekassine gilt in Deutschland aufgrund massiver Bestandsrückgänge in den letzten Jahren als vom Aussterben bedroht.
Nahrung
Auf dem Speiseplan der Bekassine stehen in erster Linie Kleintiere, die im Boden leben. Dazu zählen zum Beispiel Schnaken, Käfer und Schwebfliegen.

Stimme/Laute
Der Flugruf ist ein heiseres und explosives „rätsch“. Der Gesang besteht aus ausdauernden „tücke tücke tücke“-Lauten.
Zugverhalten
Vor allem im Nordwesten sind Bekassinen Standvögel. Andere Populationen überwintern in Westeuropa, im Mittelmeerraum oder sogar im tropischen Afrika.
Beobachtungstipps
Die Bekassine lebt an feuchten Standorten. Ihr Gefieder bietet ihr die perfekte Tarnung in der Vegetation, weshalb man sie manchmal schwierig entdecken kann. Beim Auffligen im Zickzackflug gibt sie ihre typischen Rufe von sich.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Intakte torfbildende Moore sind rar geworden, seit der Mensch vor Jahrhunderten mit ihrer Entwässerung begonnen hat, um die gewonnenen Flächen land- und forstwirtschaftlich, für den Gartenbau oder zur Torfgewinnung zu nutzen. Wer torffreie Erde kauft, schützt Moore und damit auch den Lebensraum der Bekassine.






