
Tyto alba
Schleiereule
Die Schleiereule ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Eulenarten hierzulande, nicht zuletzt weil sie als Kulturfolger sehr nah am Menschen lebt. Sie brütet in alten Scheunen oder Kirchtürmen und nutzt gerne spezielle Nistkästen, die oftmals für sie angebracht werden. Trotzdem sind ihre Bestände infolge der Modernisierung der Landswirtschaft tendenziell bei uns eher zurückgegangen. Ihr markantes Äußeres wird von dem auffällig weißen Gesichtsschleier geprägt.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
14.500 - 26.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 36 % (zunehmend)
Beschreibung
Aussehen
Das markante Erscheiningsbild der Schleiereule ist geprägt von dem arttypischen weißen Gesichtsschleier mit den dunklen Augen, ihrer hellen Unterseite und der ansonsten gelblichen bis beigen Gesamtfärbung. Sie ist eine eher schlanke Eule.
Verhalten
Diese größtenteils streng nachtaktive Eulenart ist trotz ihrer Nähe zum Menschen recht scheu. Tagsüber zieht sie sich am liebsten in verlassene Ecken alter Gebäude oder in dichte Laubbäumen zurück. Zur Nahrungssuche fliegt sie grazil wenige Meter über dem Boden entlangt. Im Winter jagt sie unter anderem gerne in Scheunen, in denen durch das dort gelagerte Getreide Mäuse angelockt werden.
Lebensraum
In Europa lebt der Großteil im Süden bis Südwesten. In Deutschland ist sie jedoch auch in weiten Teilen verbreitet. Als Kulturfolger lebt sie in offenen Kulturlandschaften mit extensiver Landwirtschaft. Sie brütet oft in Dörfern in alten Scheunen oder Kirchtürmen und nimmt gerne spezielle Nistkästen an.
Gefährdung
In Deutschland gilt die Schleiereule als nicht gefährdet.
Nahrung
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Kleinsäugern wie Wühl- oder Spitzmäusen. Auch kleinere Vögel jagt sie. Die Schleiereule lagert Nahrung gerne am Brutplatz auf Vorrat.

Stimme/Laute
Untypisch für Eulen geben die Männchen während der Balzzeit ein schrilles, lautes „shriii“ von sich, während von den Weibchen ein schnurrender Ruf vernommen werden kann.
Zugverhalten
Sie bleiben hierzulande im Winter überwiegend in der Nähe ihres Brutgebiets.
Beobachtungstipps
Schleiereulen nutzen auch gern Kirchtürme als Brutplatz. Die NABU-Aktion Lebensraum Kirchturm zeichnet solche Kirchtürme als wichtige Brutplätze aus.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Aufgrund der Modernisierung der Landwirtschaft schwinden auch für die Schleiereule geeignete Nistmöglichkeiten. Daher lohnt es sich, in alten Scheunen oder Gebäuden Spezialkästen für Schleiereulen anzubringen, die jedes Jahr gereinigt werden müssen.





