
Falco peregrinus
Wanderfalke
Das markanteste Merkmal des Wanderfalken sind wohl seine rasanten Flugmanöver, mit denen er seiner Beute hinterherjagt. Seine Gestalt ist deutlich größer und kräftiger als die des Turm- oder Baumfalken. Er ist fast überall auf dem Globus beheimatet. Hierzulande gilt er überwiegend als Standvogel.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.600 - 1.800 Brutpaare
Bestandstrend
+ 203 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
38-45 cm groß
Besonderheit
rasante Jagdmanöver im Flug
Reise
Standvogel bis Langstreckenzieher
Funfact
Der Wanderfalke war 1971 der erste Vogel des Jahres!
Beschreibung
Aussehen
Das Gefieder des Wanderfalken ist charakteristisch schiefergrau an der Oberseite und weiß mit einer dunklen Querbänderung an der Unterseite. Der Kopf ist dunkel gefärbt, die Kehle und die Wangen hingegen sind weiß.
Verhalten
Wanderfalken halten entweder von einer erhöhten Sitzwarte oder im Flug Ausschau nach ihrer Beute. Dabei nutzen sie in erster Linie ihren scharfen Sehsinn. Ihr Opfer erbeuten sie, indem sie sich aus großer Entfernung im Sturzflug darauf stürzen. Etwa 13 Prozent dieser Manöver sind erfolgreich.
Lebensraum
Er besiedelt stark variierende Lebensräume und brütet in Waldgebieten und an steilen Felswänden, aber auch in Kirchtürmen oder an Brückenpfeilern. Zur Jagd benötigt er jedoch große freie Flächen.
Gefährdung
Er gilt aktuell als nicht gefährdet.
Nahrung
Auf dem Speiseplan des Wanderfalken stehen fast ausschließlich andere Vögel, die er in der Luft erbeutet. In Stadtnähe ernährt er sich zu einem Großteil von Tauben, wohingegen er sich in der Nähe von Gewässern viel von Enten und Lemikolen ernährt.
Stimme/Laute
Der Wanderfalke ist nicht sehr ruffreudig. Sein Warn- und Kontaktruf klingt gackernd wie „grä grä grä“.
Zugverhalten
Hierzulande sind Altvögel häufig Standvögel. Jungvögel ziehen teilweise in wärmere Regionen. Nordeuropäische Populationen sind häufig Zugvögel, die im Winter nach Mittel- und Westeuropa ziehen.
Beobachtungstipps
Außerhalb der Brutzeit kann man Wanderfalken in offenen, landwirtschaftlich genutzten Flächen, in Gewässernähe oder auch in Siedlungsnähe beobachten. Sie sind größer als Turm- oder Baumfalken und beeindrucken mit rasanten Flugmanövern und extremen Sturzflügen.
Wanderfalkenwebcam Heidelberg
Von Anfang März bis Ende Mai kann man die Wanderfalken in Heidelberg live über drei Webcams beim Brüten und Aufziehen des Nachwuchses beobachten, ohne sie zu stören.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Da natürliche Felslebensräume knapp sind, brüten Wanderfalken heute zu über 90 Prozent an hohen Bauwerken wie Kirchen, Industrieanlagen, Kraftwerken oder Autobahnbrücken. Wenn du Zugang zu solchen Gebäuden hast, kannst du in Absprache mit lokalen NABU-Gruppen spezielle, witterungsbeständige Nistkästen anbringen, da Wanderfalken selbst keine Nester bauen.






