
Falco tinnunculus
Turmfalke
Turmfalken sind Kulturfolger, die gerne in vom Menschen geprägten Gebieten brüten. Als Nistplatz dienen natürlicherweise vor allem Felsnischen und -höhlen, heute werden diese oftmals durch Kirchtürme oder andere Gebäudestrukturen ersetzt. Sie zählen nach dem Mäusebussard zu den häufigsten gefiederten Beutegreifern in Mitteleuropa und können in der Luft rüttelnd dabei beobachtet werden, wie sie ihre Beute erspähen. Häufig machen sie Jagd auf Kleinnager. Die Gefiederfärbung des Männchens ist auffälliger als die des Weibchens.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
80.000 - 135.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 75 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
31-37 cm groß
Besonderheit
oft im Rüttelflug in der Luft stehend
Reise
Standvogel bis Mittelstreckenzieher
Funfact
Als einzige der in Deutschland brütenden Falkenarten ist das Aussehen von Männlein und Weiblein beim Turmfalken unterschiedlich.
Beschreibung
Aussehen
Männchen und Weibchen haben unterschiedliche Gefiederfärbungen, Weibchen sind tendenziell etwas größer. Bei Männchen sind die rostbraune Oberseite mit schwarzen Rautenmustern sowie der graue Kopf und der graue Schwanz mit einer schwarzen Endbinde charakteristisch. Weibchen sind eher unauffällig braun gefärbt und haben am braunroten Rücken dunkle Querbänder.
Verhalten
Der Turmfalke steht oft an einer Stelle in der Luft, um seine Beute zu erspähen. Dabei nutzt er auch seine Fähigkeit, ultraviolettes Licht wahrzunehmen, um Kot und Urin von Kleinnagern zu orten.
Lebensraum
Als Kulturfolger besiedelt der Turmfalke strukturreiche Landschaften in der Nähe des Menschen. Zum Brüten nutzt er oft alte Bäume, Kirchtürme oder alte Gebäude. Für die Mäusejagd benötigt er Felder und Äcker.
Gefährdung
Er ist in Deutschland nicht gefährdet.
Nahrung
Als Nahrung dienen fast ausschließlich Kleinnager wie Wühlmäuse, die im Rüttelflug erspäht werden.

Stimme/Laute
Der Turmfalke hat einen schnellen kurzen Ruf, der sich wie „ki-ki-ki“ anhört.
Zugverhalten
Erwachsene Tiere verbringen den Winter oft bei uns in Deutschland und ziehen als Strichvögel eher lokal umher, je nach Nahrungsangebot.
Beobachtungstipps
Oftmals kann man Turmfalken auf der Jagd beobachten, wenn sie im Rüttelflug über Feldern und Wiesen in der Luft stehen und nach Beute Ausschau halten.
Turmfalken-Webcam aus Dettingen Teck
Über diese Webcam haben Turmfalken-Fans die Möglichkeit, das Brutgeschehen und die Aufzucht der Jungvögel im Turm der Dettinger St. Georgiskirche live zu beobachten, ohne die Greifvögel zu stören.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Mit dem Anbringen spezieller Nistkästen können Sie dem Turmfalken die Suche nach geeigneten Brutplätzen in Siedlungsbereichen erleichtern.








