Merlin auf einer Baumspitze.
Merlin© Foto: Mathias Schäf

Falco columbarius

Merlin

Der Merlin ist die kleinste europäische Falkenart. Sein wissenschaftlicher Name „columbarius“ bedeutet so viel wie „der Taubenartige“. Dieser Beiname ist äußerst passend, da er im Flug eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Taube hat. Bei uns kann man ihn in der Regel entweder als Wintergast oder als Durchzügler beobachten. Seine Brutgebiete liegen im Norden Skandinaviens und Russlands sowie auf den Britischen Inseln.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

unbekannt

Bestands­trend

unbekannt

Steckbrief

Beobachten

in den Wintermonaten zu beobachten

Größe

26-33 cm groß

Besonderheit

Winzling unter den Falken

Reise

Kurzstreckenzieher

Funfact

Der Name hat nichts mit dem Zauberer zu tun, sondern kommt vom mittelhochdeutschen Wort „smirlin“, was so viel wie „Zwergfalke“ bedeutet.

Am Boden scheucht der Merlin gern Kleinvögel auf.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Das Männchen ist blaugrau auf der Oberseite und besitzt am Kopf dunkle Längsstriche. Die Unterseite und der Nacken sind eher orangegelb. Am Schwanzende erkennt man eine schwarze Binde. Das Weibchen hingegen hat eine eher graubraune Färbung auf der Oberseite und eine beige Unterseite mit braunen Längsstrichen. Der Schwanz hat eine dichte Bänderung.

Verhalten

Geschickt erbeutet der Merlin seine Beute: Er scheucht Kleinvögel am Boden auf und verfolgt sie dann im Flug. Zum Brüten nutzt er alte Krähen- oder Greifvogelnester. Je nach Habitat kann er jedoch auch an Felsvorsprüngen oder am Boden brüten.

Lebensraum

Merline brüten im Norden Skandinaviens und Russlands und auch auf den Britischen Inseln. Sie mögen offene Landschaften wie Moore, Tundren und Heiden. Zum Überwintern bevorzugen sie offene, teilweise auch landwirtschaftlich geprägte Gegenden, oftmals in Küstennähe.

Gefährdung

Der Merlin gilt in Europa als ungefährdet.

Nahrung

Dieser geschickte Jäger ernährt sich hauptsächlich von kleineren Vögeln wie Finken oder Lerchen, die er meistens im Flug erbeutet. Ansonsten stehen auch Lemminge oder Wühlmäuse auf dem Speiseplan.

Stimme/Laute

Den Ruf des Merlins vernimmt man eher selten. Das Männchen gibt ein hohes „kikiki“ von sich.

Zugverhalten

Den kleinen Falken kann man bei uns nur als Wintergast oder auf dem Durchzug beobachten. Der Höhepunkt des Herbstzuges ist im Oktober und November. Im Frühjahr zieht er wieder in die Brutgebiete im hohen Norden zurück.

Beobachtungstipps

Den Merlin kann man vorwiegend im Winter in offenen, extensiv genutzten Landschaften beobachten. Er unterscheidet sich durch seine kleine Körpergröße von anderen Falkenarten. Teilweise besetzt er mit mehreren Artgenossen über Jahre hinweg die gleichen Schlafbäume.

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Vogelporträt: Merlin - NABU