
Falco columbarius
Merlin
Der Merlin ist die kleinste europäische Falkenart. Sein wissenschaftlicher Name „columbarius“ bedeutet so viel wie „der Taubenartige“. Dieser Beiname ist äußerst passend, da er im Flug eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Taube hat. Bei uns kann man ihn in der Regel entweder als Wintergast oder als Durchzügler beobachten. Seine Brutgebiete liegen im Norden Skandinaviens und Russlands sowie auf den Britischen Inseln.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
unbekannt
Bestandstrend
unbekannt
Steckbrief
Beobachten
in den Wintermonaten zu beobachten
Größe
26-33 cm groß
Besonderheit
Winzling unter den Falken
Reise
Kurzstreckenzieher
Funfact
Der Name hat nichts mit dem Zauberer zu tun, sondern kommt vom mittelhochdeutschen Wort „smirlin“, was so viel wie „Zwergfalke“ bedeutet.
Beschreibung
Aussehen
Das Männchen ist blaugrau auf der Oberseite und besitzt am Kopf dunkle Längsstriche. Die Unterseite und der Nacken sind eher orangegelb. Am Schwanzende erkennt man eine schwarze Binde. Das Weibchen hingegen hat eine eher graubraune Färbung auf der Oberseite und eine beige Unterseite mit braunen Längsstrichen. Der Schwanz hat eine dichte Bänderung.
Verhalten
Geschickt erbeutet der Merlin seine Beute: Er scheucht Kleinvögel am Boden auf und verfolgt sie dann im Flug. Zum Brüten nutzt er alte Krähen- oder Greifvogelnester. Je nach Habitat kann er jedoch auch an Felsvorsprüngen oder am Boden brüten.
Lebensraum
Merline brüten im Norden Skandinaviens und Russlands und auch auf den Britischen Inseln. Sie mögen offene Landschaften wie Moore, Tundren und Heiden. Zum Überwintern bevorzugen sie offene, teilweise auch landwirtschaftlich geprägte Gegenden, oftmals in Küstennähe.
Gefährdung
Der Merlin gilt in Europa als ungefährdet.
Nahrung
Dieser geschickte Jäger ernährt sich hauptsächlich von kleineren Vögeln wie Finken oder Lerchen, die er meistens im Flug erbeutet. Ansonsten stehen auch Lemminge oder Wühlmäuse auf dem Speiseplan.
Stimme/Laute
Den Ruf des Merlins vernimmt man eher selten. Das Männchen gibt ein hohes „kikiki“ von sich.
Zugverhalten
Den kleinen Falken kann man bei uns nur als Wintergast oder auf dem Durchzug beobachten. Der Höhepunkt des Herbstzuges ist im Oktober und November. Im Frühjahr zieht er wieder in die Brutgebiete im hohen Norden zurück.
Beobachtungstipps
Den Merlin kann man vorwiegend im Winter in offenen, extensiv genutzten Landschaften beobachten. Er unterscheidet sich durch seine kleine Körpergröße von anderen Falkenarten. Teilweise besetzt er mit mehreren Artgenossen über Jahre hinweg die gleichen Schlafbäume.
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