Temminckstrandläufer im Schlick
Temminckstrandläufer im Schlick© Foto: Christoph Moning

Calidris temminckii

Temminckstrandläufer

Der Temminckstrandläufer erhielt seinen Namen von dem niederländischen Zoologen und Ornithologen Coenraad Jacob Temminck. Der Watvogel ist bei uns als regelmäßiger Durchzügler zu Gast. Er kann schnell mit dem Zwergstrandläufer verwechselt werden, steuert jedoch andere Rastplätze an und ist weiterhin am längeren Schnabel und den dunkleren Beinen zu unterscheiden.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

401 - 1.000 Individuen

Bestands­trend

nicht bekannt

Steckbrief

Beobachten

im Mai und August zu beobachten

Größe

13-15 cm groß

Besonderheit

wirkt mit eingeknickten Beinen bei der Futtersuche leicht kriechend

Reise

Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Statt dass beide Eltern die Eier ausbrüten, verlässt das Weibchen sofort das Nest. Das Männchen bleibt zurück und brütet diese Eier ganz alleine aus.

© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Im Schlichtkleid ist der Temminckstrandläufer an Oberseite, Brust und Kopf matt graubraun gefärbt, der Bauch ist weiß, die Beine sind hellgelb. Im Prachtkleid ist er insgesamt dunkler mit rostroten Federrändern und variablen schwarzen Flecken. Die Beine sind dann grünlich. Im Flug sind weiße Schwanzaußenfedern zu sehen.

Nicht zu verwechseln mit:

Zwergstrandläufer steht im Watt in der Sonne.

Calidris minuta

Zwergstrandläufer

Bei uns rastet der Zwergstrandläufer selten im Frühling, im Herbst regelmäßig an Küsten oder Binnengewässern. Er ist oft in großen Trupps unterwegs.

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Verhalten

Sie sind auch auf dem Zug lieber einzeln oder in sehr kleinen Gruppen von maximal fünf bis sechs Vögeln unterwegs. Bei der Futtersuche durchsuchen sie mit ihrem Schnabel den Schlick. Zur Brutsaison verpaaren sie sich zweimal mit unterschiedlichen Partnern. Die Männchen brüten das erste, die Weibchen das zweite Gelege aus.

Temminckstrandläufer, bestens getarnt im kleinen Trupp© Foto: Klemens Karkow

Lebensraum

Der Lebensraum im Bruthabitat erstreckt sich auf Moore, Sümpfe, Küstentundra und Flussdeltas. Dort zieht er trockenere, niedrig bewachsene Gebiete vor. Er rastet an schlammigen Flächen im Binnenland, seltener in Küstennähe.

Gefährdung

Temminckstrandläufer sind nicht gefährdet.

Nahrung

Der Temminckstrandläufer frisst gerne Insekten, Würmer und Krebstiere.

Stimme/Laute

Der kleine Strandläufer meldet sich fliegend und am Boden mit einem schwirrenden „tirr-tirr-tirr“. Während der Flugbalz rüttelt das Männchen und ruft „tititititi“.

Zugverhalten

Im Herbst ziehen Temminckstrandläufer über Mittel- und Osteuropa zum Überwintern an die Küste Südeuropas und in den Norden Afrikas. Im Frühling nehmen sie die gleiche Route zurück.

Beobachtungstipps

Es lohnt sich, Gruppen anderer Watvögel wie Alpenstrandläufer nach einzelnen kleinen Temminckstrandläufern zu durchsuchen. Wir empfehlen einen Besuch während der Zugzeiten im NABU-Wasservogelreservat Wallnau:

Wasservogelreservat Wallnau

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Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie deinen Schutz. Unterstütze uns und werde NABU-Mitglied!

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Blick auf das Infozentrum des Wasservogelreservats, mit NABU-Schriftzug.

NABU-Wasservogelreservat Wallnau

Sichere Rast für ziehende Wasservögel

Der NABU-Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn schützt Wasservögel durch ein aktives Biotopmanagement, das den Lebensraum gezielt pflegt und an den Jahreszyklus der Tiere anpasst.

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Vogelporträt: Temminckstrandläufer - NABU