Knutt steht im flachen Wasser.
Knutt© Foto: Mathias Schäf

Calidris canutus

Knutt

Der Knutt ist ein Brutvogel der arktischen Küstentundra und nur auf dem Durchzug oder als Wintergast im Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste in größeren Schwärmen zu beobachten. Das Prachtkleid ist geprägt von einer rostbraunen Unterseite, jedoch kann man ihn in Deutschland nur im Schlichtkleid beobachten, das unauffällig grau und weiß ist. Seine Beine sind relativ kurz, und seine Gestalt wirkt ein wenig plump.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

21.000 Individuen

Bestands­trend

- 35 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

auf dem Zug und in den Wintermonaten zu beobachten

Größe

23-26 cm groß

Besonderheit

großer, kurzbeiniger Strandläufer

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Als extremer Langstreckenzieher legt er Distanzen von mehreren Tausend Kilometern am Stück zurück.

Knutts sind häufig in größeren Schwärmen an der Küste anzutreffen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Hierzulande kann man den Knutt nur im Schlichtkleid beobachten. Seine Beine sind graugrün, die Unterseite weiß mit feinen grauen Stricheln, die Brust ist grau gefleckt. Die Oberseite ist einheitlich grau mit dunklen Federschäften und schmalen weißen Federrändern. Er ist größer und kompakter als ein Alpenstrandläufer.

Man kann den Knutt in Deutschland nur im Schlichtkleid beobachten.© Foto: Tom Dove

Verhalten

Dieser Vogel ist häufig in größeren Schwärmen an der Küste anzutreffen. Dort legt er energiereiche Fettreserven von mindestens einem Drittel seines Körpergewichts an, um für den langen Zug vorbereitet zu sein.

Lebensraum

Der Knutt brütet in der geröllreichen arktischen Küstentundra. Man kann ihn als Durchzügler und Wintergast im Wattenmeer in Deutschland beobachten.

Gefährdung

Da der Knutt in Deutschland nicht brütet, ist er nicht auf der Roten Liste der Brutvögel gelistet. Weltweit gilt er jedoch als potenziell gefährdet. Der Klimawandel verändert sein Brutgebiet und das anderer arktischer Limikolen.

Nahrung

Im Wattenmeer frisst er vor allem kleine Weich- und Krebstiere. In seinem Brutgebiet ernährt er sich auch von Insekten.

Stimme/Laute

Der Flugruf ist ein gedämpftes, nasales „üätt“.

Zugverhalten

Dieser Vogel ist ein ausgesprochener Langstreckenzieher. Populationen aus Nordostkanada und Grönland überwintern in Großbritannien und am Wattenmeer. Tiere aus Sibirien überwintern am Mittelmeer, aber auch in Afrika.

Beobachtungstipps

Der Knutt überwintert im Wattenmeer oder ist auf dem Durchzug zu beobachten. Er tritt häufig in großen Schwärmen auf.

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