
Calidris alpina
Alpenstrandläufer
Der Alpenstrandläufer ist zur Zugzeit und im Winter in großer Zahl bei uns zu Gast. Er fliegt in großen Trupps gewagte Wendemanöver. Dabei sind auch die schwarzen Bäuche gut zu sehen. Seinen Namen bekam er von Carl von Linné, der den Alpenstrandläufer in den lappländischen Alpen beobachtete.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
4 - 5 Brutpaare
Bestandstrend
- 94 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von August bis Mai zu beobachten
Größe
17-21 cm groß
Besonderheit
schwarzer Bauch, im Flug oft gut zu sehen
Reise
Kurz-, Mittelstreckenzieher, überwintert in Mittel- und Südeuropa
Funfact
Drei Viertel seines Lebens verbringt er auf dem Zug oder im Winterquartier.
Beschreibung
Aussehen
Im Prachtkleid ist der Alpenstrandläufer unverwechselbar. Der Rücken ist rostrot oder rotbraun und schwarz gemustert, der Bauch rein schwarz. Der pinzettenartige schwarze Schnabel ist leicht gebogen. Im Schlichtkleid ist er unauffällig, mit grauem Rücken und weißem Bauch. Bei uns kommen die Unterarten C. a. schinzii und C. a. alpina vor.
Verhalten
Bei der Nahrungssuche stochern Alpenstrandläufer mit ihren langen Schnäbeln im Schlamm herum. Wenn sie in großen Trupps bei uns Rast machen, kann man ihre synchronen Flugmanöver bestaunen. Ihre Nester bauen Alpenstrandläufer gut versteckt im Gras. Beide Eltern brüten.
Lebensraum
Der Alpenstrandläufer brütet in der Tundra, Feuchtwiesen und Salzmarschen. Zur Rast und als Winterquartier bevorzugt er Feuchtgebiete, Salzmarschen, das Watt, sowie Strand- und Binnengewässer. In Deutschland an seiner südlichen Verbreitungsgrenze gibt es nur noch vereinzelte Bruten.
Gefährdung
Alpenstrandläufer sind nicht gefährdet. Die Brutgebiete in Mitteleuropa haben sie aber fast alle geräumt.
Nahrung
Neben Insekten frisst der Alpenstrandläufer auch Larven, Würmer, Muscheln, Schnecken und Krebse.

Stimme/Laute
Im Flug trillert er heiser und schnurrend „krrrü“. Auch scharfe „trrrrie“- oder „rüüü“-Rufe lässt er von sich hören.
Zugverhalten
Der Alpenstrandläufer wechselt zwischen seinem Brutrevier in Nordeuropa und der arktischen Tundra im Herbst in sein Winterquartier. Je nach Herkunft erstreckt es sich von Mittel- bis Südeuropa und Westafrika bis nach Asien. Im Frühling kehrt er zurück in sein Bruthabitat.
Beobachtungstipps
Wir empfehlen einen Besuch zwischen August und Mai im NABU-Naturzentrum Katinger Watt. Da viele Alpenstrandläufer bei ihrem Durchzug noch in der Mauser sind, kann man sie sehr gut an ihren noch bzw. schon leicht schwarzen Bäuchen erkennen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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