Alpenstrandläufer
Alpenstrandläufer© Foto: Mathias Schäf

Calidris alpina

Alpenstrandläufer

Der Alpenstrandläufer ist zur Zugzeit und im Winter in großer Zahl bei uns zu Gast. Er fliegt in großen Trupps gewagte Wendemanöver. Dabei sind auch die schwarzen Bäuche gut zu sehen. Seinen Namen bekam er von Carl von Linné, der den Alpenstrandläufer in den lappländischen Alpen beobachtete.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

4 - 5 Brutpaare

Bestands­trend

- 94 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von August bis Mai zu beobachten

Größe

17-21 cm groß

Besonderheit

schwarzer Bauch, im Flug oft gut zu sehen

Reise

Kurz-, Mittelstreckenzieher, überwintert in Mittel- und Südeuropa

Funfact

Drei Viertel seines Lebens verbringt er auf dem Zug oder im Winterquartier.

Alpenstrandläufer sind sehr gesellig und fast ausschließlich in Trupps unterwegs© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Im Prachtkleid ist der Alpenstrandläufer unverwechselbar. Der Rücken ist rostrot oder rotbraun und schwarz gemustert, der Bauch rein schwarz. Der pinzettenartige schwarze Schnabel ist leicht gebogen. Im Schlichtkleid ist er unauffällig, mit grauem Rücken und weißem Bauch. Bei uns kommen die Unterarten C. a. schinzii und C. a. alpina vor. 

Verhalten

Bei der Nahrungssuche stochern Alpenstrandläufer mit ihren langen Schnäbeln im Schlamm herum. Wenn sie in großen Trupps bei uns Rast machen, kann man ihre synchronen Flugmanöver bestaunen. Ihre Nester bauen Alpenstrandläufer gut versteckt im Gras. Beide Eltern brüten.

Lebensraum

Der Alpenstrandläufer brütet in der Tundra, Feuchtwiesen und Salzmarschen. Zur Rast und als Winterquartier bevorzugt er Feuchtgebiete, Salzmarschen, das Watt, sowie Strand- und Binnengewässer. In Deutschland an seiner südlichen Verbreitungsgrenze gibt es nur noch vereinzelte Bruten.

Gefährdung

Alpenstrandläufer sind nicht gefährdet. Die Brutgebiete in Mitteleuropa haben sie aber fast alle geräumt.

Nahrung

Neben Insekten frisst der Alpenstrandläufer auch Larven, Würmer, Muscheln, Schnecken und Krebse.

Alpenstrandläufer fressend© Foto: Tom Dove

Stimme/Laute

Im Flug trillert er heiser und schnurrend „krrrü“. Auch scharfe „trrrrie“- oder „rüüü“-Rufe lässt er von sich hören.

Zugverhalten

Der Alpenstrandläufer wechselt zwischen seinem Brutrevier in Nordeuropa und der arktischen Tundra im Herbst in sein Winterquartier. Je nach Herkunft erstreckt es sich von Mittel- bis Südeuropa und Westafrika bis nach Asien. Im Frühling kehrt er zurück in sein Bruthabitat.

Beobachtungstipps

Wir empfehlen einen Besuch zwischen August und Mai im NABU-Naturzentrum Katinger Watt. Da viele Alpenstrandläufer bei ihrem Durchzug noch in der Mauser sind, kann man sie sehr gut an ihren noch bzw. schon leicht schwarzen Bäuchen erkennen. 

Das Katinger Watt

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Vogelporträt: Alpenstrandläufer - NABU