
Gavia stellata
Sterntaucher
Der Sterntaucher ist von allen drei Seetauchern noch der häufigste Wintergast. Man trifft ihn überwiegend an der Nord- und Ostseeküste an. Seinen hübschen Namen hat er von seinem Wintergefieder mit dem feinen Sternchenmuster. Sein aufgeworfener Schnabel und die flache Brust unterscheiden ihn am besten von seinen Kollegen, dem Pracht- und dem Eistaucher. Auch er ist ein ausgezeichneter Schwimmer und Taucher.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
17.000 Wintergäste
Bestandstrend
+ 328 % (zunehmend)
Steckbrief
Beschreibung
Aussehen
Im Prachtkleid ist der Sterntaucher mit seiner rostroten Kehle und dem einheitlich grauen Kopf unverwechselbar. Im Schlichtkleid ist sein Gefieder braungrau, am Rücken aber mit feinen Strichen weiß gesternt. Kehle und Brust sind dann weiß. Vor dem Auge ist ein weißer Augenring zu sehen. Die graue Stirn ist flach.
Verhalten
Da sie auf fischfreien Gewässern brüten, sieht man sie oft zu fischreichen Gewässern fliegend. Bei uns trifft man sie überwiegend auf dem Wasser an. Sterntaucher können längere Zeit unter Wasser bleiben und tauchen erst in einiger Entfernung wieder auf.

Lebensraum
Sterntaucher brüten auf Seen und Teichen der Taiga und Tundra. Dort trifft man sie oft auf fischfreien kleinen Tümpeln an, zur Fischjagd fliegen sie aufs Meer und an größere Seen. Sie rasten auf dem offenen Meer und überwintern an Küsten und auf größeren Binnengewässern.
Gefährdung
Der Sterntaucher gilt als nicht gefährdet. Auf der Roten Liste der Zugvögel steht er jedoch als stark gefährdet. Offshore-Windparks beeinträchtigen seine Überwinterungsgebiete.
Nahrung
Kleine Fische sind Hauptbestandteil ihrer Nahrung. Daneben fressen Sterntaucher aber auch Krebse, Frösche und Schnecken.
Stimme/Laute
Im Winter sind Sterntaucher eher still. Ihr Flugruf ist ein lautes gänseähnliches, aber schrilleres „kah kah kah“. Zur Brutzeit singen sie im Duett, die Weibchen „o-RRROO-uh, o-RROO-uh“ und die Männchen „ARRo-ARRo“. Charakteristisch ist auch ein klagender langgezogener Ruf.
Zugverhalten
Sterntaucher sind Kurz- und Mittelstreckenzieher. Bei uns überwintern sie hauptsächlich an der Nord- und Ostseeküste.
Beobachtungstipps
An der Nordsee sieht man Sterntaucher eher als an der Ostsee. Sie sind unter den Seetauchern die am häufigsten bei uns vorkommende Art und gern zusammen mit Prachttauchern unterwegs. Gute Chancen hat man, wie so oft, auf der „Vogelinsel“ Helgoland. Der NABU Hamburg bietet regelmäßig Exkursionen auf die Insel an:
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Neben Offshore-Windparks und Schifffahrt stellt die Überfischung eine Bedrohung für Sterntaucher dar. Achte beim Kauf von Fisch auf Siegel für ausgewiesen nachhaltige Fischerei.







