Prachttaucher schwimmt auf dem Wasser.
Prachttaucher© Foto: Mathias Schäf

Gavia arctica

Prachttaucher

Der Prachttaucher macht im herausgeputzten Gefieder seinem Namen alle Ehre. Bei uns ist er jedoch nur im Winter zu sehen und dann im Schlichtkleid unterwegs. Trotzdem ist die große Seetaucher-Art eine elegante Erscheinung. Man trifft ihn vor allem auf der Ostsee, aber auch auf großen klaren Binnengewässern an. Die kalte Jahreszeit vertreibt er sich durch lange Tauchgänge auf der Suche nach Futter.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

2 800 Individuen

Bestands­trend

keine Angabe

Steckbrief

Beobachten

von November bis Februar zu beobachten

Größe

63-75 cm groß, Flügelspannweite 100-122 cm

Besonderheit

ist überwiegend auf dem offenen Meer unterwegs

Reise

Kurzstreckenzieher, überwintert vor den Küsten Mitteleuropas

Funfact

Prachttaucherpaare binden sich für ihr Leben lang. Ihre Balzrufe sind charakteristische Laute der nordischen Weite.

Bei uns ist der Prachttaucher nur im Schlichtkleid zu sehen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Im Prachtkleid zeigt der Seetaucher einen samtig grauen Kopf mit deutlich schwarzer Kehle. Hals und Brust sind schwarz-weiß gestreift, der Rücken schwarz-weiß gewürfelt. Das Schlichtkleid ist unauffälliger, mit grauem Kopf, weißer Kehle und Brust. Der Rücken ist dunkelgrau, die Unterseite weiß. Am Hinterende ist seitlich ein weißer Fleck zu sehen.

Verhalten

Außerhalb der Paarungszeit ist der Prachttaucher in lockeren Gruppen unterwegs. Er taucht in einem eleganten Bogen ab und kann einige Minuten unter Wasser bleiben. Gerne hält er vor dem Abtauchen mit dem Kopf unter Wasser nach Beute Ausschau.

Lebensraum

Prachttaucher bewohnen zur Brutzeit klare fischreiche Binnengewässer und Teiche Nordeuropas und Nordasiens. Im Herbst und Winter rasten und bleiben sie auf dem offenen Meer in Küstennähe, in kalten Wintern auch an großen Seen im Binnenland.

Gefährdung

Prachttaucher sind nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nahrung der Prachttaucher besteht aus Fischen, Fröschen, Krebstieren und Schnecken.

Stimme/Laute

Im Winter ist der Seevogel eher schweigsam. Im Flug ist von ihm ein „karr-arr-arr“ zu hören. Gelegentlich gibt er auch ein klagendes, schrilles „AAAH-oh“ oder ein bellendes „waua“ von sich. Zur Brutzeit tönt er überwiegend nachts knarrend „knarr-knorr“. Sein Gesang ist langgezogen und klagend.

Zugverhalten

Prachttaucher ziehen im Winter in mildere Zonen und überwintern bei uns an den Küsten der Nord- und Ostsee, seltener auch an Binnengewässern. Ab April ziehen sie zurück ins Brutgebiet.

Beobachtungstipps

In der westlichen Ostsee trifft man den Prachttaucher im Winter häufig an. An der Nordsee können Sie regelmäßige Überwinterungsgäste im Norden und Westen vor Sylt beobachten. An besonders kalten Wintertagen frequentieren die Vögel auch bestimmte größere Binnenseen regelmäßig.

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Vogelporträt: Prachttaucher - NABU