Fliegender Rotfußfalke
Fliegender Rotfußfalke© Foto: Mathias Schäf

Falco vespertinus

Rotfußfalke

Rotfußfalken brüten in Ost- bis Südosteuropa. Ihr Überwinterungsgebiet liegt in Afrika. Sie sind als Durchzügler hierzulande eine Ausnahmeerscheinung, vor allem auf dem Frühjahrszug zurück in ihre Brutgebiete. Rotfußfalken sind eine mittelgroße Falkenart, bei der sich Männchen und Weibchen äußerlich deutlich unterscheiden. Die Männchen haben eine unverwechselbare Gefiederfärbung.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

0

Bestands­trend

stabil

Steckbrief

Beobachten

auf dem Durchzug zu beobachten

Größe

28-34 cm groß

Besonderheit

charakteristische Gefiederfärbung bei Männchen

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Diese Falkenart ist kleiner als eine Taube, kann sich aber sogar gegenüber Krähen gut behaupten.

Ein Rotfußfalkenweibchen© Foto: Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Das adulte Männchen besitzt ein fast ausschließlich blaugrau gefärbtes Gefieder. Einzig eine matt rote „Hose“, tief orangene Füße und Wachshaut heben sich stark vom Rest ab. Kopf und Brust des Weibchens sind rostgelb. Die Oberseite ist grau mit dunkler Bänderung.

Nicht zu verwechseln mit:

Ein Baumfalke im Flug

Falco subbuteo

Baumfalke

Baumfalken sind Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen. Ihre schnelle Flugweise und eine rötliche „Hose“, macht sie leicht erkennbar.

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Verhalten

Er fängt seine Beute, die größtenteils aus Insekten besteht, häufig in der Luft. Zum Brüten nutzt er gerne verlassene Krähennester. Er kommt oft in Brutkolonien zusammen und mischt sich zum Schutz vor anderen Greifvögeln unter Saatkrähen.

Lebensraum

Die Brutgebiete der Rotfußfalken liegen in Ost- bis Südosteuropa. Sie leben dort in Steppenregionen und offenen Landschaften mit kleinen Wäldern oder Flusstälern.

Gefährdung

Da der Rotfußfalke in Deutschland nur ein Durchzügler ist, taucht er nicht in der Roten Liste der Brutvögel auf.

Nahrung

Auf dem Speiseplan des Rotfußfalken stehen in erster Linie Insekten wie Käfer oder Libellen.

Rotfußfalken ernähren sich hauptsächlich von Großinsekten, die sie oft geschickt direkt im Flug aus der Luft fangen© Foto: Foto: Mathias Schäf

Stimme/Laute

Der Rotfußfalke ist während der Brutzeit und am Nest relativ stimmfreudig. Der Ruf klingt wie ein schnatterndes „kikiki“. Im Flug kann er ein „kju kju kju“ von sich geben.

Zugverhalten

Nahezu alle Populationen überwintern in Südost- bis Südafrika. Dabei beginnt der Herbstzug im September bis Oktober. Auf dem Heimzug im Frühjahr überqueren sie häufiger Deutschland.

Beobachtungstipps

Der Rotfußfalke ist eigentlich eine seltene Ausnahmeerscheinung in Deutschland. Am ehesten kann man ihn auf dem Rückzug in die Brutgebiete im Frühjahr beobachten. Gerade das Männchen ist aufgrund der markanten Gefiederfärbung und der orangenen Füße unverwechselbar.

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