Raufußbussard sitzt im Baum.
Raufußbussard© Foto: Christoph Moning

Buteo lagopus

Raufußbussard

Den Raufußbussard kann man hierzulande als Wintergast aus dem hohen Norden Skandinaviens antreffen. Sein Brutgebiet liegt in Taigas und Tundras, die oftmals in der Nähe oder nördlich des Polarkreises liegen. Das „Rau“ in seinem Namen leitet sich von einem veralteten Wort für „Pelz“ ab, was ein Hinweis auf seine bis zu den Zehen befiederten Beine ist. Man trifft ihn in den Wintermonaten ab Oktober bis April hier an.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

keine Angabe

Bestands­trend

abnehmend

Steckbrief

Beobachten

in den Wintermonaten zu beobachten

Größe

49-59 cm groß

Besonderheit

bis zu den Füßen befiedert

Reise

Kurzstreckenzieher

Funfact

Der wissenschaftliche Name „lagopus“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie Hasenfuß – eine Anspielung auf seine befiederten Beine.

Krähe attackiert Raufußbussard© Foto: Nadine Röhnert

Beschreibung

Aussehen

Im Flug ähnelt seine Gestalt aufgrund der Größe und der etwas längeren Flügel eher dem Adlerbussard als dem Mäusebussard. Die gesamte Gefiederfärbung ist eher kaltgrau mit einem ausgeprägten dunklen Bauchflecken. Der Schwanz ist hell und besitzt am Ende eine markante dunkle Schwanzbinde.

Verhalten

Diese Bussardart jagt häufig von einem Ansitz aus oder im Suchflug, der häufiges Rütteln beinhaltet. Der Raufußbussard kann durch das Warnehmen von ultraviolettem Licht Kot und Urin seiner Beute aufspüren und sie somit genau orten. In seinem Brutgebiet baut er sein Nest vor allem auf Felsvorsprüngen oder auch mal auf Bäumen.

Lebensraum

Das Brutgebiet des Raufußbussards erstreckt sich über die Regionen in den nördlichen Breitengraden wie Lappland und Nordrussland. Im Winter sucht er überwiegend osteuropäische Länder auf, aber auch in Deutschland kann er bei genügend Nahrungsangebot in landwirtschaftlich geprägten Räumen überwintern.

Gefährdung

Da der Raufußbussard in Deutschland nur Wintergast ist, taucht er nicht in der Roten Liste der Brutvögel auf.

Nahrung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Kleinnagern wie Wühlmäusen und Lemmingen. Wenn es einmal knapp wird, fressen sie jedoch auch kleinere Vögel.

Stimme/Laute

Sein Ruf ähnelt dem des Mäusebussards, es ist ein miauendes „pii-äääh“, er ist allerdings nicht sehr ruffreudig.

Zugverhalten

Der Raufußbussard ist Wintergast in Deutschland. Aus seinen Brutgebieten in Nordeuropa zieht er ab der Monatswende September/Oktober nach Ost- und Mitteleuropa. Er kehrt im März bis April wieder in den Norden zurück.

Beobachtungstipps

Als Wintergast kann man ihn bei uns ausschließlich in der kalten Jahreszeit beobachten. Er hält sich dann in offenen Landschaften auf. Man könnte ihn mit helleren Exemplaren des Mäusebussards verwechseln, jedoch fehlt diesem der dunkle Bauchfleck.

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