Knäkente auf dem Wasser.
Knäkente© Foto: Mathias Schäf

Spatula querquedula

Knäkente

Die kleine grau-braune Knäkente ist ein eher zurückhaltender Geselle auf dem Ententeich. Sie ist zudem lieber in kleinen Trupps oder als Paar unterwegs. So dauert es vielleicht eine Weile, bis man sie zu sehen bekommt. Das Männchen ist dafür an seinem weißen Kopfstreifen gut zu erkennen. Und auch das Weibchen ist im Gegensatz zu anderen Entenweibchen gut als Knäkente auszumachen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

1.100 - 1.500 Brutpaare

Bestands­trend

- 52 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von März bis September zu beobachten

Größe

37-41 cm groß, Flügelspannweite 59-67 cm

Besonderheit

klein mit weißer Binde über dem Auge

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Knäkenten fliegen von unseren Entenarten am weitesten. Sie werden als Überwinterungsgast sogar in Australien nachgewiesen.

Die Knäkente ist eine eher zurückhaltende Ente.© Foto: Jan Piecha

Beschreibung

Aussehen

Der Erpel ist braun mit hellgrauen Flügeln über zart gezeichneter heller Flanke. Am Kopf ist ein weißer Keil, der sich bis in den Nacken zieht. Der Schnabel ist grau. Im Flug ist das hellgraue Flügelfeld zu sehen. Das Weibchen ist graubraun mit grauem Schnabel. Der Kopf ist braun-weiß gestreift. Die Kehle ist cremeweiß. Am Schnabelansatz ist ein weißer Fleck zu sehen.

Die Knäkente hat ein hellgraues Flügelfeld.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Die kleine Schwimmente durchseicht mit ihrem Schnabel die Wasseroberfläche nach Nahrung. Dabei taucht sie nur den Schnabel und gelegentlich den Kopf ein. Gründeln und tauchen sieht man sie eher nicht. Während der Brutzeit verteidigt sie ihr Brutareal vehement gegen Eindringlinge. Sie ist eher in kleinen Trupps unterwegs.

Lebensraum

Die Knäkente hält sich gerne an flachen Gewässern mit ausreichender Vegetation am Ufer und unter Wasser auf. Auch an Gräben und überschwemmten Wiesen kann man sie sehen.

Gefährdung

Die Knäkente ist vom Aussterben bedroht. Die verbliebenen Auen und Feuchtwiesenlebenräume reichen der Art nicht für Bestandszunahmen.

Nahrung

Die Knäkente frisst gern Insekten, Krebse, Würmer und Schnecken, aber auch hin und wieder Sämereien und Wasserpflanzen.

Stimme/Laute

Der Erpel ruft während der Balz leicht an- und absteigend „prirrr prirrr“ oder „kliiiiiiirb“. Das Weibchen ruft selten und dann sehr leise „ga-ga, ga-ga“.

Zugverhalten

Von April bis September brüten Knäkenten im nördlichen und östlichen Europa. Im Winter ziehen sie nach Afrika und überqueren sogar die Sahara. Östliche Knäkenten überwintern auch in Indien.

Beobachtungstipps

In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland können Sie die Natur hautnah erleben. Erleben Sie bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und treffen Sie Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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