Schwimmendes Bergentenmännchen
Männliche Bergente© Foto: Mathias Schäf

Aythya marila

Bergente

Die Bergente kann schnell mit der Reiherente verwechselt werden, sie ist bei uns aber nur im Winter zu Gast. Ihr fehlt zudem der Schopf am Hinterkopf. Allerdings gibt es auch Hybriden aus Bergenten und Reiherenten. Da wird der Besuch am winterlichen Ententeich schnell zu einem lustigen Rätselraten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Extrem selten

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

0-2 Brutpaare

Bestands­trend

kein Trend

Steckbrief

Beobachten

von September bis Februar zu beobachten

Größe

42-51 cm groß, Flügelspannweite 71-80 cm

Besonderheit

Gefieder wie die Reiherente, aber heller Rücken

Reise

Mittel- und Langstreckenzieher, überwintert an verschiedenen Küsten Europas

Funfact

Bergenten erreichen beim Nahrungserwerb eine bemerkenswerte Tauchtiefe von bis zu 6 Metern, in Ausnahmefällen sogar noch tiefer.

Weibliche Bergente© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Das Männchen ist im Prachtkleid schwarz, mit grauem Rücken und weißen Flanken. Der Rücken ist auch im Flug zu erkennen. Die Augen sind gelb, der Schnabel grau mit schwarzem Nagel. Das Weibchen ist braun, mit graumelierten Flecken am Rücken. Ihre Augen sind gelb, der Schnabel grau. Am Schnabelansatz ist ein wenig bis stark ausgeprägter weißer Ring.

Bergentenpaar im Wasser© Foto: Christoph Moning

Verhalten

Ihr Nest bauen Bergenten nah am Wasser am Boden. Bevorzugt werden dabei kleine Inseln und die unmittelbare Nähe von Möwenkolonien. Die Brutzeit dauert von Mai bis Juni. Um an Miesmuscheln zu gelangen, tauchen Bergenten bis zu sechs Meter tief. Sie bevorzugen das Leben in Gruppen.

Lebensraum

Die Bergente brütet an Meeresküsten und Boddengewässern sowie Seen und Teichen der Tundra. Sie überwintert hauptsächlich am Meer.

Bergenten im Wasser© Foto: C. Moning

Gefährdung

Bergenten kommen hauptsächlich in der nördlichen Tundra vor. Sie brüten nur ausnahmsweise in Deutschland und gelten daher nicht als gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrung zählen Muscheln, Schnecken und Frösche, Insekten und kleine Krebse, selten auch Sämereien.

Stimme/Laute

Die Bergente ist meistens zur Balzzeit zu hören. Das Weibchen knurrt tief und rau „karr karr“, der Erpel tief pfeifend „wü-wüp wüwu wüwuwüppwü“.

Zugverhalten

Im Herbst ziehen Bergenten zum Überwintern an die Küsten Mittel-, West- und Südosteuropas. Im Frühling kehren sie in ihre Brutreviere im hohen Norden zurück.

Beobachtungstipps

Im Winterhalbjahr ist die Chance, sie beobachten zu können, an der Ostseeküste am größten. Mitunter versammeln sich Trupps tausender Bergenten.

Tipps zum Fernglaskauf

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Vogelporträt: Bergente - NABU