
Lullula arborea
Heidelerche
Diese etwa sperlingsgroße, recht kleine Lerche liebt Lebensräume mit magerer Vegetation und sandige Böden. Diese Vorliebe für karge Böden spiegelt sich auch in ihrem Namen wieder. Ihr wissenschaftlicher Name "arborea" bezieht sich auf eine weitere Vorliebe der Heidelerche: anders als die meisten Lerchenarten singt sie gerne von Bäumen aus. Ihr Gefieder ist überwiegend in verschiedenen Brauntönen gemustert. Im Winter zieht sie hauptsächlich nach Südwesteuropa.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
41.000 - 71.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 31 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
im Frühling und Sommer zu beobachten
Größe
13,5-15 cm groß
Besonderheit
singt häufig von Bäumen aus
Reise
Kurzstreckenzieher
Funfact
Der wissenschaftliche Name „Lullula“ ist ein Versuch, den wohlklingenden Gesang lautmalerisch nachzumachen.
Beschreibung
Aussehen
Die Heidelerche ist vergleichsweise klein und kurzschwänzig. Die Grundfarbe des Gefieders ist braun. Die komplette Oberseite sowie der Kopf sind dunkel-, zimt- und hellbraun gestreift. Die Unterseite ist hellbeige, und an der Brust befinden sich braune Längsstreifen. Zwei helle Überaugenstreifen laufen am Hinterkopf v-förmig zusammen. Der Schnabel ist recht schlank.

Verhalten
Heidelerchen lassen ihren wohlklingenden Gesang gerne von Bäumen aus erklingen. Genau so häufig singen sie auch im wellenartigen Flug und fangen erst in einer gewissen Höhe an zu singen. Sie brüten gut versteckt und gut getarnt unter trockener Vegetation in einer ausgepolsterten Bodenmulde. Sind die Jungen geschlüpft, kümmern sich beide Partner um sie.
Lebensraum
Heidelerchen bevorzugen offene, karge Standorte mit sandigen Böden. Daher trifft man sie zum Beispiel in Heiden, an Lichtungen oder offenen Kiefernwäldern an.
Gefährdung
Die Heidelerche steht auf der Vorwarnliste, da allgemein ihre Lebensräume in Mitteleuropa aufgrund verschiedener Faktoren bedroht sind.
Nahrung
Die Nahrungsgrundlage bilden Insekten, wie zum Beispiel Schmetterlingsraupen, Ameisen, Heuschrecken und Wanzen. Vor allem im Winter machen Samen auch einen großen Teil der Nahrung aus.
Stimme/Laute
Der Gesang der Heidelerche ist wohlklingend und wirkt leicht melancholisch. Typischerweise beginnt er langsam, wird immer schneller, steigt am Ende ab und wird dabei lauter. Der Ruf ist ein weiches, jodelndes „didlüi“.
Zugverhalten
Heidelerchen aus Mitteleuropa und nördlicheren Gebieten ziehen im Winter mehrheitlich nach Südwesteuropa.
Beobachtungstipps
Die Heidelerche ist ein weit verbreiteter, aber nicht besonders häufiger Brutvogel in Deutschland. Man kann sie vor allem an mageren Standorten antreffen. Im Unterschied zu anderen Lerchenarten kann man sie auch von einer Warte aus singend beobachten.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!
