Ohrenlerche steht auf trockenem Boden.
Ohrenlerche© Foto: Mathias Schäf

Eremophila alpestris

Ohrenlerche

Die Ohrenlerche ist nur im Winter bei uns zu Gast. Sie brütet im Norden Europas und kommt zum Überwintern zu uns an die Nord- und Ostseeküste. An ihren Federhörnchen, die wie Ohren vom Kopf abstehen, ist sie gut zu erkennen. Im Schlichtkleid sind die Ohren kaum zu sehen, die deutliche Gesichtszeichnung bleibt aber bestehen. Die Ohrenlerche kommt auf fast jedem Kontinent vor.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

unbekannt

Bestands­trend

abnehmend

Steckbrief

Beobachten

etwa von September bis Februar bei uns zu beobachten

Größe

16-19 cm groß

Besonderheit

markanter gelb-schwarz gezeichneter Kopf

Reise

Mittelstreckenzieher, überwintert bei uns

Funfact

/

Ohrenlerchen sind durch ihre Federhörnchen gut zu erkennen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Ohrenlerchen tragen ganzjährig das gelb-schwarz gezeichnete Gesicht, im Schlichtkleid und bei den Weibchen ist es etwas blasser beziehungsweise verwaschener. Im Prachtkleid kommen die schwarzen Federohren zur Geltung. Der Bauch ist hell, die Oberseite ist hell- und dunkelbraun gefleckt. Im Flug sind schwarze Schwanzfedern zu sehen.

Zum Überwintern kommt die Ohrenlerche zu uns an die Nord- und Ostseeküste.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Im Balzflug zieht die Ohrenlerche singend breite Kreise. Sie singt auch gern hoch in der Luft stehend. Das Weibchen baut das Nest in einer Bodenmulde, gerne in der Nähe zu Artgenossen. Im Winter ist die hübsche Lerche in Trupps unterwegs und sucht am Strand oder auf Äckern nach Futter.

Lebensraum

Die Ohrenlerche brütet in Gebirgen, oberhalb der Baumgrenze, in der steinigen kargen Tundra und alpinen Mooren. Sie rastet auf Äckern und entlang der Meeresküsten. Im Winter bevorzugt sie Küstengebiete.

Gefährdung

Ohrenlerchen sind nicht gefährdet.

Nahrung

Sie ernähren sich von Sämereien, Larven, Insekten und Spinnen.

Stimme/Laute

Der kurze dünne Gesang wird als klingelnd beschrieben und vom Boden aus oder singend vorgetragen. Der typische Ruf ist ein kurzes, hohes „iih-didüüüh“. Auch ein klares „tsih-ich“ lässt sie von sich hören.

Zugverhalten

Ohrenlerchen ziehen im Herbst aus Nordnorwegen kommend zu uns. Sie fliegen über Finnland und Schweden entlang der Küste. Den Winter verbringen sie überwiegend an der Nordsee- manche auch an der Ostseeküste.

Beobachtungstipps

Im Winterhalbjahr können Sie beim Nordseespaziergang nach der Ohrenlerche Ausschau halten. Sie ist dann weniger scheu als im Brutrevier und lässt sich anhand ihrer Kopfzeichnung gut erkennen.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

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