
Tringa nebularia
Grünschenkel
Der Grünschenkel brütet in Nordeuropa in der Nähe von Mooren, Heiden und Tundren. Bei uns kann man ihn regelmäßig als Durchzügler beobachten. Hier macht er Rast in flachen Gewässern und erbeutet dort häufig kleine Fische, Kaulquappen und Frösche. Er überwintert in Afrika südlich der Sahara, teilweise jedoch auch im Mittelmeerraum. Wie sein Name schon verrät, sind seine Beine und Füße olivgrün, sein Gefieder ist überwiegend braungrau und weiß.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
8.001 - 20.000 Individuen
Bestandstrend
- 35 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
auf dem Durchzug zu beobachten
Größe
30-34 cm groß
Besonderheit
lange, olivgrüne Beine
Reise
Kurz- und Langstreckenzieher
Funfact
Auch sein englischer Name „Common Greenshank“ leitet sich von seinen grünen Beinen ab.
Beschreibung
Aussehen
Sein Schnabel ist leicht bis deutlich nach oben gebogen. Im Prachtkleid ist die Oberseite eher graubraun mit dunklem Muster. Hals und Kopfbereich sind kräftig dunkel gefleckt und gestrichelt. Die Unterseite ist eher weißlich. Im Flug ist ein deutlicher weißer Keil am Rücken und an den Schwanzfedern erkennbar. Im Schlichtkleid ist er insgesamt etwas heller.

Verhalten
Im Winter sind Weibchen und Männchen meist getrennt in kleineren Gruppen unterwegs. Die Männchen grenzen im Frühjahr ihr Revier mit ihrem Balzverhalten ab. Nach der Paarung sind die Weibchen alleine für die Jungenaufzucht verantwortlich.
Lebensraum
Seine Brutgebiete liegen im Norden Europas. Dort brütet er auf trockenem Untergrund in der Nähe von Mooren und Sümpfen und in alten Nadelwäldern. Bei uns rastet er in flachen Gewässern und auf überschwemmten Äckern und Wiesen.
Gefährdung
Da der Grünschenkel in Deutschland nur als Durchzügler rastet, taucht er nicht in der Roten Liste der Brutvögel auf. In Europa wird er als nicht gefährdet eingestuft.
Nahrung
Der Grünschenkel ernährt sich von Wasserinsekten, deren Larven, kleinen Fischen, Fröschen, Krebstieren und Weichtieren.
Stimme/Laute
Der Ruf ist ein kräftiges, flötendes „kju-kju-kju“.
Zugverhalten
Er überwintert oft südlich der Sahara, teilweise aber auch im Mittelmeerraum. Sein Brutgebiet verlässt er im Spätsommer bis Herbst und kehrt dann im April bis Mai wieder dorthin zurück.
Beobachtungstipps
Der Grünschenkel rastet häufig in flachen Bereichen von Seen, Teichen und größeren Flüssen oder auch an überfluteten Äckern und Wiesen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Wir können darauf achten, Watvögel am Ufer nicht unnötig aufzuscheuchen, da sie in ihren Rastgebieten viel Zeit zum Fressen brauchen, um Energiereserven für den Weiterflug aufzutanken.
