
Limosa limosa
Uferschnepfe
Die Uferschnepfe ist ein langbeiniger, großer und schlanker Schnepfenvogel. Ihr langer Hals und der lange, gerade Schabel sind weitere besondere Merkmale. Bei uns brütet sie vor allem in Norddeutschland in Feuchtwiesen und Niedermooren. Der europäische Verbreitungsschwerpunkt liegt vor allem in Nordosteuropa, an den Küsten der Nordsee und in Island.
The video player cannot render on the server side
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
2.900 - 3.100 Brutpaare
Bestandstrend
- 77 % (abnehmend)
Beschreibung
Aussehen
Die Uferschnepfe hat einen langen, geraden Schnabel, der an der Basis orange ist und zur Spitze hin dunkler wird. Der Kopf und die Unterseite sind rostrot mit brauner Bänderung. Die Oberseite ist überwiegend grau-braun gemustert. Der Bürzel ist weiß, und am Schwanz ist eine schwarze Endbinde erkennbar. Das Schlichtkleid ist deutlich grauer.
Verhalten
Mit dem langen Schnabel stochert die Uferschnepfe intensiv im Schlamm, um nach Nahrung zu suchen. Sie brütet in einer Bodenmulde, die mit Pflanzenteilen ausgekleidet wird.
Lebensraum
Sie brütet vor allem in Feuchtwiesen und Niedermooren. Auf dem Zug rastet sie in ähnlichen Gebieten sowie an der Küste und an überfluteten Wiesen und Ackerflächen.
Gefährdung
In Deutschland gilt die Uferschnepfe als vom Aussterben bedroht, weltweit als potenziell gefährdet. Intensive Schutzbemühungen in ihren Brutgebieten beinhalten eine angepasste Grünlandextensivierung und den Schutz vor Prädatoren.
Nahrung
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Käfern und deren Larven, Schnecken und Ringelwürmern.
Stimme/Laute
Gerade zur Balzzeit ist sie sehr ruffreudig. Im Balzflug gibt die Uferschnepfe ein „gritta“ von sich.
Zugverhalten
Die Uferschnepfe zählt sowohl zu den Kurz- als auch zu den Langstreckenziehern. Sie überwintert auf den Britischen Inseln, an der Atlantikküste und im Mittelmeerraum, aber auch in Afrika südlich der Sahara und am Persischen Golf.
Beobachtungstipps
Inzwischen ist sie ein sehr seltener Brutvogel im Binnenland. In Feuchtwiesen des Nordwestens kann man sie am ehesten antreffen. Auf dem Durchzug ist sie häufiger auch an der Küste zu beobachten. Unser Tipp: das Vogelparadies Gülper See:
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie deinen Schutz. Unterstütze uns und werde NABU-Mitglied!











