Uferschnepfe im Gras
Uferschnepfe im Gras© Foto: Frank Derer

Limosa limosa

Uferschnepfe

Die Uferschnepfe ist ein langbeiniger, großer und schlanker Schnepfenvogel. Ihr langer Hals und der lange, gerade Schabel sind weitere besondere Merkmale. Bei uns brütet sie vor allem in Norddeutschland in Feuchtwiesen und Niedermooren. Der europäische Verbreitungsschwerpunkt liegt vor allem in Nordosteuropa, an den Küsten der Nordsee und in Island.

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

2.900 - 3.100 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 77 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

nur im Winter nicht zu beobachten

Größe

37-42 cm groß

Besonderheit

langer, gerader Schnabel

Reise

Kurz- und Langstreckenzieher

Funfact

Auf der Nahrungssuche stößt sie manchmal den kompletten Schnabel in den Schlickboden.

Uferschnepfe im Prachtkleid auf der Balz© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Uferschnepfe hat einen langen, geraden Schnabel, der an der Basis orange ist und zur Spitze hin dunkler wird. Der Kopf und die Unterseite sind rostrot mit brauner Bänderung. Die Oberseite ist überwiegend grau-braun gemustert. Der Bürzel ist weiß, und am Schwanz ist eine schwarze Endbinde erkennbar. Das Schlichtkleid ist deutlich grauer.

Nicht zu verwechseln mit:

Pfuhlschnepfe läuft über ein nasses Watt.

Limosa lapponica

Pfuhlschnepfe

Die Pfuhlschnepfe lebt im Norden Europas und zieht zur Überwinterung bis nach Westafrika. Bei uns ist sie nur selten zu beobachten als Durchzüglerin.

Jetzt lesen

Verhalten

Mit dem langen Schnabel stochert die Uferschnepfe intensiv im Schlamm, um nach Nahrung zu suchen. Sie brütet in einer Bodenmulde, die mit Pflanzenteilen ausgekleidet wird.

Lebensraum

Sie brütet vor allem in Feuchtwiesen und Niedermooren. Auf dem Zug rastet sie in ähnlichen Gebieten sowie an der Küste und an überfluteten Wiesen und Ackerflächen.

Gefährdung

In Deutschland gilt die Uferschnepfe als vom Aussterben bedroht, weltweit als potenziell gefährdet. Intensive Schutzbemühungen in ihren Brutgebieten beinhalten eine angepasste Grünlandextensivierung und den Schutz vor Prädatoren.

Nahrung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Käfern und deren Larven, Schnecken und Ringelwürmern.

Stimme/Laute

Gerade zur Balzzeit ist sie sehr ruffreudig. Im Balzflug gibt die Uferschnepfe ein „gritta“ von sich.

Zugverhalten

Die Uferschnepfe zählt sowohl zu den Kurz- als auch zu den Langstreckenziehern. Sie überwintert auf den Britischen Inseln, an der Atlantikküste und im Mittelmeerraum, aber auch in Afrika südlich der Sahara und am Persischen Golf.

Beobachtungstipps

Inzwischen ist sie ein sehr seltener Brutvogel im Binnenland. In Feuchtwiesen des Nordwestens kann man sie am ehesten antreffen. Auf dem Durchzug ist sie häufiger auch an der Küste zu beobachten. Unser Tipp: das Vogelparadies Gülper See:

Vogelparadies an der Havel

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