
Actitis hypoleucos
Flussuferläufer
Beim Spaziergang an Seen, steinigen Flüssen und Bächen kann man ihn mit etwas Glück entdecken. Entlang seiner Zugroute ist er ein regelmäßiger Gast an bekannten Vogelbeobachtungsplätzen für Wasservögel. Da ist der kleine flinke Watvogel auch gerne mal an der Küste unterwegs.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
150 – 220 Brutpaare
Bestandstrend
- 30 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
von April bis September zu beobachten
Größe
18-20,5 cm groß, Flügelspannweite 32-35 cm
Besonderheit
Der Hinterkörper des Flussuferläufers wippt ständig auf und ab.
Reise
Kurz- bis Langstreckenzieher, überwintert in Südeuropa bis Afrika
Funfact
Der Familienverband kann sich mitunter mehrere Kilometer vom Brutplatz entfernen.
Beschreibung
Aussehen
Der Flussuferläufer steht oft geduckt und leicht vornübergebeugt. Die Beine sind verhältnismäßig kurz, der Schwanz lang. Die Oberseite ist braun mit feiner brauner und grauer Musterung. Markant ist der weiße Keil zwischen Flügelansatz und Brust des Flussuferläufers. Im Flug ist der weiße Flügelstreif auffällig. Die dunklen Augen sind weiß umrandet.

Verhalten
Typisch für den Flussuferläufer ist das Wippen mit dem Hinterende, während er emsig auf- und abläuft. Seine Nahrung findet er an Kiesstränden, wo er auch seine Eier in flachen Kiesmulden ablegt. Bei Gefahr durch Fressfeinde mimt er einen verletzten Vogel und schleppt sich vor dem Feind her, um von seinem Gelege oder Küken abzulenken.
Lebensraum
Er ist an steinigen Ufern von Flüssen, Bächen und auch Seen beheimatet. Eine niedrige Vegetation und Kiesbänke am Ufer oder in flachen Flussbetten sind Voraussetzung für den Watvogel, um dort sein Brutgeschäft zu vollziehen. Außerhalb der Brutzeit ist er auch an steinigen Küsten unterwegs.
Gefährdung
Der Flussuferläufer ist stark gefährdet. Unverbaute Flussufer mit Kiesbänken sind selten geworden.
Nahrung
Flussuferläufer ernähren sich von kleinen Krebsen, Weichtieren, aber auch von Spinnen und Insekten, die sich am Flussufer herumtreiben.
Stimme/Laute
Im Flug ist der Ruf des Flussuferläufers ein leicht abfallendes „hii-dii-dii-dii-dii“. Sein Warnruf ist ein pfeifendes, gedehntes „hiip“.
Zugverhalten
Der Flussuferläufer zieht im Herbst alleine oder in kleinen Gruppen ins Winterquartier in Südeuropa oder Afrika, er fliegt überwiegend nachts. Rückkehr ist ab April.
Beobachtungstipps
Gut beobachten können Sie die Limikolen während ihres Zugs, unter anderem an den Küsten von Nord- und Ostsee.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Vorsicht während der Brutzeit, die kleinen Eier und Küken sind gut getarnt und in ihren Kiesmulden leicht zu übersehen.
