Flussuferläufer läuft auf schlammigem Boden.
Flussuferläufer© Foto: Tom Dove

Actitis hypoleucos

Flussuferläufer

Beim Spaziergang an Seen, steinigen Flüssen und Bächen kann man ihn mit etwas Glück entdecken. Entlang seiner Zugroute ist er ein regelmäßiger Gast an bekannten Vogelbeobachtungsplätzen für Wasservögel. Da ist der kleine flinke Watvogel auch gerne mal an der Küste unterwegs.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

150 – 220 Brutpaare

Bestands­trend

- 30 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von April bis September zu beobachten

Größe

18-20,5 cm groß, Flügelspannweite 32-35 cm

Besonderheit

Der Hinterkörper des Flussuferläufers wippt ständig auf und ab.

Reise

Kurz- bis Langstreckenzieher, überwintert in Südeuropa bis Afrika

Funfact

Der Familienverband kann sich mitunter mehrere Kilometer vom Brutplatz entfernen.

Zur Heimat des Flussuferläufers gehören steinige Ufer.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Flussuferläufer steht oft geduckt und leicht vornübergebeugt. Die Beine sind verhältnismäßig kurz, der Schwanz lang. Die Oberseite ist braun mit feiner brauner und grauer Musterung. Markant ist der weiße Keil zwischen Flügelansatz und Brust des Flussuferläufers. Im Flug ist der weiße Flügelstreif auffällig. Die dunklen Augen sind weiß umrandet.

Die Oberseite des Flussuferläufers ist fein braun und grau gemustert.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Typisch für den Flussuferläufer ist das Wippen mit dem Hinterende, während er emsig auf- und abläuft. Seine Nahrung findet er an Kiesstränden, wo er auch seine Eier in flachen Kiesmulden ablegt. Bei Gefahr durch Fressfeinde mimt er einen verletzten Vogel und schleppt sich vor dem Feind her, um von seinem Gelege oder Küken abzulenken.

Lebensraum

Er ist an steinigen Ufern von Flüssen, Bächen und auch Seen beheimatet. Eine niedrige Vegetation und Kiesbänke am Ufer oder in flachen Flussbetten sind Voraussetzung für den Watvogel, um dort sein Brutgeschäft zu vollziehen. Außerhalb der Brutzeit ist er auch an steinigen Küsten unterwegs.

Gefährdung

Der Flussuferläufer ist stark gefährdet. Unverbaute Flussufer mit Kiesbänken sind selten geworden.

Nahrung

Flussuferläufer ernähren sich von kleinen Krebsen, Weichtieren, aber auch von Spinnen und Insekten, die sich am Flussufer herumtreiben.

Stimme/Laute

Im Flug ist der Ruf des Flussuferläufers ein leicht abfallendes „hii-dii-dii-dii-dii“. Sein Warnruf ist ein pfeifendes, gedehntes „hiip“.

Zugverhalten

Der Flussuferläufer zieht im Herbst alleine oder in kleinen Gruppen ins Winterquartier in Südeuropa oder Afrika, er fliegt überwiegend nachts. Rückkehr ist ab April.

Beobachtungstipps

Gut beobachten können Sie die Limikolen während ihres Zugs, unter anderem an den Küsten von Nord- und Ostsee.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Vorsicht während der Brutzeit, die kleinen Eier und Küken sind gut getarnt und in ihren Kiesmulden leicht zu übersehen.