Drosselrohrsänger klammern an einem Halm.
Drosselrohrsänger© Foto: Mathias Schäf

Acrocephalus arundinaceus

Drosselrohrsänger

Der Drosselrohrsänger ist der größte unserer Rohrsänger. Der kleine braune Vogel macht seine unauffällige Erscheinung mit seinem charakteristischen Gesang wieder wett. Vom Teichrohrsänger ist er vor allem anhand seiner Größe zu unterscheiden. Man trifft diesen Sommervogel am Rand von Gewässern im dichten Schilfgürtel an.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

14.000 – 23.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 162 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von April bis September zu beobachten

Größe

Männchen 18 cm, Weibchen 20 cm groß

Besonderheit

singt gerne aus erhöhter Position an den cccccsitzend

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Südafrika

Funfact

Mit dem Spruch „schimpfen wie ein Rohrspatz“ ist ursprünglich der Drosselrohrsänger gemeint.

Drosselrohrsänger sitzen gerne an Schilfhalmen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Männchen und Weichen unterscheiden sich kaum im Federkleid, das Weibchen ist etwas größer und schwerer. Der Rücken ist braun, der Bauch beige gefärbt. Die weiße Kehle und ein heller Überaugenstrich sind weitere Merkmale. Kopf und Schnabel sind im Verhältnis zum Körper größer, der Schnabel wie bei einer Drossel lang und kräftig.

singender Drosselrohrsänger© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Wie alle Rohrsänger baut er sein Nest an Schilfhalmen. Es gleicht einem kleinen geflochtenen Körbchen. Die Brutzeit dauert von Mai bis August. Bereits die Küken sind als Kletterakrobaten im Schilf unterwegs.

Lebensraum

Man trifft den Drosselrohrsänger in Schilfflächen – auch Röhricht genannt – an. An den Schilfhalmen baut er seine Hängenester, nah am Ufer der Gewässer findet er seine Nahrung.

Gefährdung

Durch den Rückgang des Lebensraumes Röhricht ist der Drosselrohrsänger stark gefährdet.

Nahrung

Drosselrohrsänger ernähren sich von Insekten, Larven, Schnecken, Käfern und kleinen Spinnen.

Stimme/Laute

Er singt laut, quarrend und markant. „Kiet kiet karre karre kiet“ hört man ihn auch gerne nachts rufen.

Zugverhalten

Drosselrohrsänger ziehen im Winter bis nach Südafrika, um dann im Frühling zurückzukehren.

Beobachtungstipps

Von Sonnenaufgang bis in die Nacht hört man den Sänger rufen. Sein Gesang ist laut und auffällig. Mit Geduld und etwas Übung können Sie den gut getarnten Vogel auch im Schilf entdecken.

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Was kann ich tun?

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Drosselrohrsänger | NABU