Nächtliche Insektenjagd im Garten

Der Igel im Porträt

Igel leben als Einzelgänger und sind überwiegend in der Nacht aktiv. Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus Insekten, also zum Beispiel aus Käfern, Larven, Ohrwürmern, Tausendfüßlern, oder Spinnen.
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Igel im Garten
Igel im Garten© Foto: NABU/ C. Kuchem

Zusammen mit den Maulwürfen und den Spitzmäusen zählt der Braunbrust-Igel (Erinaceus europaeus) zur Ordnung der Insektenfresser. Wie viele andere Arten zieht es auch Igel aus der ausgeräumten Landschaft zunehmend in menschliche Siedlungen. Dort finden sie Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf.

Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie ernähren sich hauptsächlich von Laufkäfern, Larven von Nachtschmetterlingen, Ohrwürmern und sonstigen Insekten, Hundert- und Tausendfüßlern sowie Spinnen. Regenwürmer und Schnecken werden zwar ebenfalls gefressen, aber tatsächlich nur bei Mangel an ihrer bevorzugten Nahrung. Da Regenwürmer und Schnecken Träger von Parasiten (Lungen- und Darmwürmer) sein können, die durch das Fressen dieser Tiere auf Igel übertragen werden können, sollten Igel nicht aktiv mit Regenwürmern oder Schnecken gefüttert werden. Igel sind keine Vegetarier, sie fressen kein Obst und kein Gemüse.

Fortpflanzungszeit zwischen Juni und August

Die Hauptfortpflanzungszeit liegt zwischen Juni und August. Nach etwa 35 Tagen Tragzeit kommen vier bis fünf Jungigel zur Welt. Diese sind bei der Geburt 12 bis 25 Gramm schwer, rund sechs Zentimeter lang und tragen etwa 100 weiße Stacheln – Erwachsene Igel haben hingegen 6.000 bis 8.000 Stacheln –, die in die aufgequollene Rückenhaut eingebettet sind.

Augen und Ohren beginnen sich erst nach zwei Wochen zu öffnen. Die Igeljungen werden rund 42 Tage gesäugt. Kurz danach sind sie selbständig und bei der Futtersuche auf sich selbst angewiesen. In diesem Lebensabschnitt beträgt ihr Gewicht etwa 300 Gramm.

Igel im Unterholz© Foto: Jan Piecha

Igel im Winter

Igel halten Winterschlaf. Dazu suchen sie meistens im November bei anhaltenden Bodentemperaturen um den Gefrierpunkt ein Winterquartier auf, zum Beispiel Laub- und Reisighaufen. Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit sind Igel im beginnenden Herbst auch tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen. Während des Winterschlafs verlieren Igel 20 bis 40 Prozent ihres Körpergewichts. 

Ein Igel wird im Winter wiederholt wach? Wir zeigen, was zu tun ist. 

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Igel wiegen je nach Jahreszeit und Geschlecht im Durchschnitt rund ein Kilogramm – zwischen 800 und 1.500 Gramm. Bringen Jungigel Anfang November, im Flachland etwa Mitte November, weniger als ein Pfund auf die Waage, sind sie als hilfsbedürftig einzustufen. Allerdings sind auch erfolgreiche Überwinterungen bedeutend leichterer Tiere bekannt geworden. Ihr Winterquartier nutzen sie bei Schlechtwetterperioden bis in den April und Mai.

Video: Ein Igelhaus bauen

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Igel sind gefährdet

Interessante Gegenstände pflegen Igel ausgiebig zu beschnuppern, zu belecken und durchzukauen. Dabei entsteht eine weißschaumige Speichelabsonderung. Dieser Vorgang ist natürlich, harmlos und hat mit Tollwut nichts zu tun.

Igel sind aus verschiedenen Gründen gefährdet: Siedlungen und Straßenbau schränken ihren Lebensraum ein, auf Straßen kommen jährlich hunderttausende zu Tode und in Gärten fehlt es häufig an Unterschlupfmöglichkeiten und Nahrung. Igel benötigen giftfreie Gärten, vor allem Schneckenkorn und Rattengift können ihnen zum Verhängnis werden. Daher empfehlen sich grundsätzlich Alternativen zum Gifteinsatz. Ist eine Rattenbekämpfung unumgänglich, sollte diese fachkundig durchgeführt werden. Dabei sollte der Giftköder in verdeckten Behältnissen liegen und für Igel nicht erreichbar sein.

Auch Mähroboter stellen für Igel eine Gefahr dar – sie können durch diese verletzt oder sogar getötet werden. 

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