Globale Verantwortung, globale Gipfel

Klimakonferenzen

Weltklimakonferenzen bringen Staaten, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen – für gemeinsame Lösungen gegen die Klimakrise. Wie setzen sie sich zusammen, was haben sie bisher erreicht und warum stehen sie immer wieder in der Kritik?
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Indigene protestieren auf der Weltklimakonferenz 2016.
© Foto: Iris Barthel

Was sind Weltklimakonferenzen?

Die Weltklimakonferenzen (engl. Conference of the Parties, COPs) sind jährliche Treffen der Staaten, die das internationale Klimaabkommen der Vereinten Nationen unterzeichnet haben. Sie finden seit 1995 statt und dienen dazu, gemeinsam über Maßnahmen gegen den Klimawandel zu verhandeln. Auf den COPs werden internationale Klimaziele beschlossen, überprüft und weiterentwickelt, zum Beispiel das Pariser Klimaabkommen von 2015, das die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzen soll.

Neben Regierungen nehmen auch Wissenschaftler*innen, Unternehmen, Umweltorganisationen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft teil – so auch der NAJU. Wichtig sind die COPs, weil die Klimakrise ein globales Problem ist, das kein Land allein lösen kann. Die Konferenzen schaffen einen verbindlichen Rahmen, in dem Staaten Verantwortung übernehmen, Fortschritte messen und sich gegenseitig unter Druck setzen. Auch wenn Entscheidungen oft langsam fallen, sind die COPs derzeit das zentrale Forum für internationale Klimapolitik.

Wichtige COPs auf einen Blick

Warum steht die COP in der Kritik?

Zwar haben sich die Staaten 2015 auf die 1,5-Grad-Grenze geeinigt. Allerdings ist bisher kein Land auf dem Pfad des Pariser Abkommens, wie der jährlich erscheinende Klimaschutz-Index zeigt. Und das hat für die Staaten keine Folgen, denn bei Nichteinhaltung gibt es keine politischen oder wirtschaftlichen Sanktionen.

Ein weiterer Kritikpunkt: Auf den Klimakonferenzen müssen Entscheidungen nach dem Einstimmigkeitsprinzip getroffen werden. Wenn ein Land eine Entscheidung blockiert, kann diese dementsprechend nicht verabschiedet werden.

Kritisiert werden auch immer wieder die Austragungsorte der Klimakonferenzen, wie 2023 in Dubai: Die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den größten Öl- und Erdgasproduzenten der Welt. Präsident der COP war Sultan Ahmed al Dschabir, Industrieminister und Chef der nationalen Ölgesellschaft ADNOC. Bereits im Vorfeld der Klimakonferenz soll das Team der Vereinigten Arabischen Emirate Treffen mit mindestens 27 ausländischen Regierungen vorbereitet haben, bei denen es offenbar um neue Öl-Deals gehen sollte, berichtete die BBC.

Letzte Aktualisierung: 07/2026

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