Unser Wirtschaftssystem stößt an seine Grenzen. Die Gleichsetzung von Wirtschaftswachstum und Wohlstand sowie die strikte Trennung von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft sind die Ursache und die Treiber aktueller Krisenphänomene. Der ökonomische Druck führt dazu, dass Naturflächen, Ökosysteme, Ressourcen und Arten ausgebeutet und übernutzt werden. Umweltschäden und viel zu viel produzierter Müll werden in unserem Wirtschaftsmodell nicht berücksichtigt: Sie haben keinen Preis.
Naturzerstörung hat einen Preis
Wir zahlen schon heute hohe Reparaturleistungen für die Dürreschäden in der Land- und Forstwirtschaft, für Überschwemmungen, den Zubau der Deiche oder die Aufbereitung unseres mit Nitrat belasteten Grundwassers. Dieses Modell, das alle Kosten auf die Gesellschaft, andere Länder oder zukünftige Generationen abwälzt, hat keine Zukunft. Gebraucht werden deshalb neue, ganzheitliche und gemeinwohlorientierte Ansätze des Wirtschaftens.
Nachhaltiges Wirtschaften ist möglich
Der NABU sieht sich als Impulsgeber für einen Wertewandel, der die Natur als Produktionsgrundlage begreift und ihre Erhaltung und Regeneration zum Ziel unseres wirtschaftlichen Handelns macht. Dafür könnten nachhaltige Innovationen verstärkt gefördert werden. Sie zielen darauf ab, Rohstoffe sparsam und effizient zu nutzen. Ebenso können die Anerkennung der von Naturflächen geleisteten Ökosystemleistungen (Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, CO₂-Speicherkapazität, Verbesserung der Grundwasserqualität, etc.) und die Abbildung in fairen Vergütungssystemen zu einer nachhaltigen Ökonomie beitragen.










