Zwergsäger schwimmt auf dem Wasser, von der Seite fotografiert.
Zwergsäger© Foto: Frank Derer

Mergellus albellus

Zwergsäger

Dieser aufregend gemusterte Entenvogel brütet eigentlich im hohen Norden Skandinaviens und Russlands und ist bei uns nur ein Durchzügler und Wintergast. In seinen Brutgebieten lebt er an klaren Seen und langsamen Flüssen der Waldtaiga und brütet in Baumhöhlen. Bei uns überwintert er an der Küste und an großen Binnengewässern. Er hat eine kleine und kompakte Gestalt und ähnelt eher einer Schellente als einem anderen Säger.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

7.500 Individuen

Bestands­trend

+ 88 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

in den Wintermonaten zu beobachten

Größe

38-44 cm groß

Besonderheit

auffälliges schwarz-weißes Gefieder

Reise

Kurzstreckenzieher

Funfact

Der Höhlenbrüter nimmt in seinem Brutgebiet auch Nisthilfen an.

Zwergsäger© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

An sich hat der Zwergsäger eine eher kleine und kompakte Gestalt. Das Männchen hat im Prachtkleid ein überwiegend weiß gefärbtes Gefieder, von dem sich klar die schwarzen Partien abheben. Das Weibchen hat ein graues Grundgefieder mit weißen Wangen und braunem Kopf. Beide haben einen typischen dunklen Schnabel, der mit kleinen Hornzähnchen besetzt ist.

Zwergsäger-Weibchen mit braunem Kopf und weißen Wangen© Foto: Frank Derer

Verhalten

Ihre Nahrung erbeuten sie meistens im Tauchen. Ihr mit Hornzähnchen besetzter Schnabel eignet sich bestens, um Fische zu schnappen. Sie brüten in Baumhöhlen und nutzen gerne alte Schwarzspechthöhlen.

Lebensraum

Die Brutgebiete des Zwergsägers liegen im hohen Norden an klaren Seen und langsamen Fließgewässern. Dort brütet er als Höhlenbrüter zum Beispiel in alten Spechthöhlen. Bei uns überwintert und rastet er in erster Linie an der Küste oder auf großen Binnengewässern im Flachland.

Zwergsäger sind Wintergäste© Foto: Frank Derer

Gefährdung

Da der Zwergsäger in Deutschland nur ein Wintergast ist, taucht er nicht in der Roten Liste der Brutvögel auf. Weltweite Bestandstrends sind jedoch abnehmend, etwa durch den Verlust alter Höhlenbäume im Brutgebiet.

Nahrung

Der Zwergsäger ernährt sich bei uns von kleinen Fischen, seltener auch von Amphibien oder kleinen Krebstieren. In seinem Brutgebiet stehen vor allem Insekten und deren Larven auf dem Speiseplan.

Stimme/Laute

Er ist meistens stumm. In der Balzzeit kann man selten ein tiefes quakendes „gurr'r'rrr-TSCHICK“ vernehmen.

Zugverhalten

Der Zwergsäger ist ein Kurzstreckenzieher. Nördliche Populationen überwintern vor allem in Mitteleuropa und sind auch bei uns regelmäßige Wintergäste.

Beobachtungstipps

Im Winterhalbjahr kann man den Zwergsäger vor allem auf Brackwasser- oder Süßwasserlagunen an der Küste beobachten. Auch an kleinen Seen oder Weihern im Binnenland hält er sich auf.

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Porträt: Zwergsäger - NABU