
Mergellus albellus
Zwergsäger
Dieser aufregend gemusterte Entenvogel brütet eigentlich im hohen Norden Skandinaviens und Russlands und ist bei uns nur ein Durchzügler und Wintergast. In seinen Brutgebieten lebt er an klaren Seen und langsamen Flüssen der Waldtaiga und brütet in Baumhöhlen. Bei uns überwintert er an der Küste und an großen Binnengewässern. Er hat eine kleine und kompakte Gestalt und ähnelt eher einer Schellente als einem anderen Säger.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
7.500 Individuen
Bestandstrend
+ 88 % (zunehmend)
Beschreibung
Aussehen
An sich hat der Zwergsäger eine eher kleine und kompakte Gestalt. Das Männchen hat im Prachtkleid ein überwiegend weiß gefärbtes Gefieder, von dem sich klar die schwarzen Partien abheben. Das Weibchen hat ein graues Grundgefieder mit weißen Wangen und braunem Kopf. Beide haben einen typischen dunklen Schnabel, der mit kleinen Hornzähnchen besetzt ist.

Verhalten
Ihre Nahrung erbeuten sie meistens im Tauchen. Ihr mit Hornzähnchen besetzter Schnabel eignet sich bestens, um Fische zu schnappen. Sie brüten in Baumhöhlen und nutzen gerne alte Schwarzspechthöhlen.
Lebensraum
Die Brutgebiete des Zwergsägers liegen im hohen Norden an klaren Seen und langsamen Fließgewässern. Dort brütet er als Höhlenbrüter zum Beispiel in alten Spechthöhlen. Bei uns überwintert und rastet er in erster Linie an der Küste oder auf großen Binnengewässern im Flachland.

Gefährdung
Da der Zwergsäger in Deutschland nur ein Wintergast ist, taucht er nicht in der Roten Liste der Brutvögel auf. Weltweite Bestandstrends sind jedoch abnehmend, etwa durch den Verlust alter Höhlenbäume im Brutgebiet.
Nahrung
Der Zwergsäger ernährt sich bei uns von kleinen Fischen, seltener auch von Amphibien oder kleinen Krebstieren. In seinem Brutgebiet stehen vor allem Insekten und deren Larven auf dem Speiseplan.
Stimme/Laute
Er ist meistens stumm. In der Balzzeit kann man selten ein tiefes quakendes „gurr'r'rrr-TSCHICK“ vernehmen.
Zugverhalten
Der Zwergsäger ist ein Kurzstreckenzieher. Nördliche Populationen überwintern vor allem in Mitteleuropa und sind auch bei uns regelmäßige Wintergäste.
Beobachtungstipps
Im Winterhalbjahr kann man den Zwergsäger vor allem auf Brackwasser- oder Süßwasserlagunen an der Küste beobachten. Auch an kleinen Seen oder Weihern im Binnenland hält er sich auf.
Aktiv werden
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