
Tringa ochropus
Waldwasserläufer
Der Waldwasserläufer ist eine kleine Besonderheit unter den Watvögeln. Er ist kein Küstenvogel, sondern brütet hauptsächlich in feuchten Wäldern und Randgebieten von Mooren und Sümpfen in Nord- bis Nordosteuropa. In Deutschland ist er ein Brutvogel im Osten. Er überwintert hauptsächlich in Afrika und rastet auf dem Zug regelmäßig in Deutschland in der Nähe von Watt- und Schlammflächen, eher abseits von anderen Watvogeltrupps.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.000 - 1.300 Brutpaare
Bestandstrend
nicht bekannt
Steckbrief
Beobachten
von März bis September zu beobachten
Größe
20-24 cm groß
Besonderheit
hält sich abseits großer Watvogeltrupps auf
Reise
Kurz- und Langstreckenzieher
Funfact
Anstatt wie andere Schnepfenvögel am Boden zu brüten, zieht er in verlassene Nester von Drosseln, Ringeltauben oder sogar in Eichhörnchenkobel ein.
Beschreibung
Aussehen
Im Prachtkleid ist der Waldwasserläufer an der Oberseite vornehmlich dunkel- bis schwarzbraun gefärbt und mit feinen weißen Tupfern gemustert. Die Unterseite ist eher weiß, genauso wie der Bürzel, der wenige kräftig schwarze Querbinden hat. Ein weißer Überaugenstreifen und weiße Augenringe um das dunkle Auge herum sind weitere markante Merkmale.
Verhalten
Ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Watvögeln ist, dass er in Bäumen in alten Nestern von Drosseln und ähnlichen Vögeln brütet und nicht in Bodenmulden. Im Spätsommer bis Herbst ziehen Waldwasserläufer in ihre Überwinterungsgebiete, die vor allem in Afrika südlich der Sahara liegen. In kleinerer Anzahl überwintern sie auch in West- bis Südeuropa.
Lebensraum
Er brütet vor allem in feuchten Wäldern, an Moorrändern und in Sümpfen mit Baumbeständen. Bei uns rastet er gerne in Gräben oder kleinen Tümpeln. Auch im Watt oder an Uferbereichen von Seen und Teichen kann man ihn beobachten.
Gefährdung
In Europa gelten die Bestände des Waldwasserläufers als nicht gefährdet.
Nahrung
Der Waldwasserläufer ernährt sich von verschiedenen Kleintieren wie Wasserinsekten, deren Larven, Krebstieren, Kaulquappen und Molchlarven.
Stimme/Laute
Der Flugruf des Waldwasserläufers ist ein klares, ansteigendes „PLÜit-witt-witt“.
Zugverhalten
Der Waldwasserläufer ist ein Kurz- und Langstreckenzieher. Er überwintert hauptsächlich in Afrika in Regionen südlich der Sahara. Kleinere Anzahlen überwintern auch in West- bis Südeuropa.
Beobachtungstipps
Um den Waldwasserläufer zu beobachten, muss man etwas abseits der großen Watvogeltrupps nach ihm schauen, denn er ist eher als Einzelgänger unterwegs. In gewässerreichen Laubwäldern Norddeutschlands kann man ihn zur Brutzeit hören. Wir empfehlen einen Besuch in der Blumberger Mühle, wo der Watvogel zum stabilen Bestand gehört:
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