
Calidris temminckii
Temminckstrandläufer
Der Temminckstrandläufer erhielt seinen Namen von dem niederländischen Zoologen und Ornithologen Coenraad Jacob Temminck. Der Watvogel ist bei uns als regelmäßiger Durchzügler zu Gast. Er kann schnell mit dem Zwergstrandläufer verwechselt werden, steuert jedoch andere Rastplätze an und ist weiterhin am längeren Schnabel und den dunkleren Beinen zu unterscheiden.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
401 - 1.000 Individuen
Bestandstrend
nicht bekannt
Steckbrief
Beobachten
im Mai und August zu beobachten
Größe
13-15 cm groß
Besonderheit
wirkt mit eingeknickten Beinen bei der Futtersuche leicht kriechend
Reise
Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert in Afrika
Funfact
Statt dass beide Eltern die Eier ausbrüten, verlässt das Weibchen sofort das Nest. Das Männchen bleibt zurück und brütet diese Eier ganz alleine aus.
Beschreibung
Aussehen
Im Schlichtkleid ist der Temminckstrandläufer an Oberseite, Brust und Kopf matt graubraun gefärbt, der Bauch ist weiß, die Beine sind hellgelb. Im Prachtkleid ist er insgesamt dunkler mit rostroten Federrändern und variablen schwarzen Flecken. Die Beine sind dann grünlich. Im Flug sind weiße Schwanzaußenfedern zu sehen.
Verhalten
Sie sind auch auf dem Zug lieber einzeln oder in sehr kleinen Gruppen von maximal fünf bis sechs Vögeln unterwegs. Bei der Futtersuche durchsuchen sie mit ihrem Schnabel den Schlick. Zur Brutsaison verpaaren sie sich zweimal mit unterschiedlichen Partnern. Die Männchen brüten das erste, die Weibchen das zweite Gelege aus.

Lebensraum
Der Lebensraum im Bruthabitat erstreckt sich auf Moore, Sümpfe, Küstentundra und Flussdeltas. Dort zieht er trockenere, niedrig bewachsene Gebiete vor. Er rastet an schlammigen Flächen im Binnenland, seltener in Küstennähe.
Gefährdung
Temminckstrandläufer sind nicht gefährdet.
Nahrung
Der Temminckstrandläufer frisst gerne Insekten, Würmer und Krebstiere.
Stimme/Laute
Der kleine Strandläufer meldet sich fliegend und am Boden mit einem schwirrenden „tirr-tirr-tirr“. Während der Flugbalz rüttelt das Männchen und ruft „tititititi“.
Zugverhalten
Im Herbst ziehen Temminckstrandläufer über Mittel- und Osteuropa zum Überwintern an die Küste Südeuropas und in den Norden Afrikas. Im Frühling nehmen sie die gleiche Route zurück.
Beobachtungstipps
Es lohnt sich, Gruppen anderer Watvögel wie Alpenstrandläufer nach einzelnen kleinen Temminckstrandläufern zu durchsuchen. Wir empfehlen einen Besuch während der Zugzeiten im NABU-Wasservogelreservat Wallnau:
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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