© Foto: Foto: Frank Derer

Calidris alba

Sanderling

Wer im Winter an der Nordseeküste spazieren geht, kann die niedlichen kleinen Sanderlinge am Strand hin- und herflitzen sehen. Von Herbst bis Winter suchen sie bei uns entlang des Spülsaums nach Futter und sind dabei in kleinen Gruppen unterwegs. Durch ihr helles Erscheinungsbild kann man sie schnell erkennen. Besonders niedlich anzusehen ist, wie er vor den auflaufenden Wellen vor und zurück rennt.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

4.400 Wintergäste

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 342 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von September bis Mai zu beobachten, teils ganzjährig

Größe

18-21 cm groß

Besonderheit

rennt am Strand entlang der Wasserlinie

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Mitteleuropa

Funfact

Auf Plattdeutsch wird der Sanderling wegen seines nervösen Laufens und des extrem kurzen arktischen Sommers auch „Keen Tied“ (Keine Zeit) genannt.

Im Winter zeigt er sich in einem auffallend hellen, fast weißen Gefieder, während er im Sommer ein rostbraunes Prachtkleid trägt© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Im Schlichtkleid ist der starengroße Sanderling sehr hell gefärbt, die Oberseite ist hellgrau und bräunlich, der Bauch leuchtend weiß. Die Beine und der relativ kurze Schnabel sind schwarz. Der schwarze Flügelfleck und die fehlende Hinterzehe sind sehr charakteristisch. Im Prachtkleid ist der Sanderling an Kopf und Brustband rotbraun gefärbt.

Verhalten

Mit trippelnden Schritten läuft der Sanderling in kleinen Gruppen an der Wasserkante entlang. Er sucht dort nach Würmern und Krebsen. Dabei folgt er den heranrollenden Wellen vor und zurück. An steinigen Küsten pickt er nach Futter. Die Brutzeit ist sehr kurz und dauert von Juni bis Juli. Das Nest wird dann in einer Bodenmulde angelegt.

Lebensraum

Zur Brutzeit bewohnt der Sanderling den Norden der Arktis und brütet dort in der Tundra und auf den Inseln. Im Winter sucht er gemäßigtere Breiten auf und ist dann vorwiegend an der Küste auf Sandbänken und an Stränden zu sehen. Bei uns trifft man ihn vor allem an der Nordsee, in kleinen Gruppen auch an der Ostseeküste an.

Gefährdung

Sanderlinge sind nicht gefährdet. Ihr Brutlebensraum in der Arktis verändert sich jedoch durch den Klimawandel.

Nahrung

Sanderlinge ernähren sich von Insekten und Pflanzenteilen sowie Würmern und Krebsen.

Stimme/Laute

Sie rufen im Flug ein kurzes, kräftiges „bit“ oder „plitt“. Beim Auffliegen stoßen sie es mehrmals hintereinander aus.

Zugverhalten

Im Herbst bricht der Sanderling auf in sein Winterquartier. Er überwintert sowohl an den Küsten Mittel- und Südeuropas als auch in Südafrika. Im Frühling kehrt er zurück in sein Brutrevier in die nördliche Arktis.

Beobachtungstipps

An der winterlichen Nordseeküste kannst du den kleinen Renner am Strand hin- und hertrippeln sehen. Wir empfehlen einen Besuch des Naturschutzsgebiets Wattenmeer nördlich Hindenburgdamm:

Zum Beobachtungstipp

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Bei Strandspaziergängen sollte darauf geachtet werden, die kleinen Sanderlinge nicht unnötig aufzuscheuchen. Sie füllen hier ihre Energieserserven wieder auf.

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Vogelporträt: Sanderling - NABU