
Asio flammeus
Sumpfohreule
Die Sumpfohreule brütet am liebsten in der Nähe von Feuchtgebieten und Mooren, aber auch auf Heideflächen und extensiv genutzten Wiesen. Die deutsche Brutpopulation ist sehr klein, weshalb man sie am häufigsten zu Gesicht bekommt, wenn Wintergäste aus Skandinavien oder Russland bei uns verweilen. Die Federohren, von denen sie ihren Namen hat, sieht man allerdings nur, wenn sie sie aktiv aufstellt.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
40 - 180 Brutpaare
Bestandstrend
- 10 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
34-42 cm groß
Besonderheit
nur in bestimmten Habitaten verbreitet
Reise
Standvogel und Kurzstreckenzieher
Funfact
Mit ihrem tarnfarbigen Gefieder ist sie so gut an ihre Umgebung angepasst, dass man sie wirklich kaum entdeckt.
Beschreibung
Aussehen
Die Gefiederfärbung der Sumpfohreule bietet ihr eine perfekte Tarnung. Auf der Oberseite ist sie dunkelbraun mit hellbraunen und weißen Tupfern, und an der Unterseite ist ihr Gefieder hell. Ihr Kopf ist im Vergleich zu anderen Eulenarten klein, und der Gesichsschleier ist grau-weiß. Eine schwarze Maske um die Augen verleiht ihr einen strengen Blick.
Verhalten
Die Sumpfohreule ist teilweise recht tagaktiv. Auf der Jagd fliegt sie flach systematisch Wiesenbereiche ab oder verharrt auf einem niedrigen Ansitz, um ihre Beute zu orten. Sie nutzt sowohl ihr Sehvermögen als auch ihr Gehör bei der Jagd. Ihr Nest baut sie aus Gras am Boden. Im Winter findet sie sich gerne in Schlafgemeinschaften zusammen.
Lebensraum
Sie bevorzugt es, sich bodennah aufzuhalten, und zählt zu den Bodenbrütern. Ihre Habitate sind Hochmoore, Heideflächen und Wiesen. Vor allem in nördlichen borealen Zonen ist sie verbreitet, aber als Wintergast auch vermehrt in Deutschland.
Gefährdung
Sie gilt als vom Aussterben bedrohte Art. Die Zerstörung ihrer Lebensräume macht ihren Beständen schwer zu schaffen.
Nahrung
Überwiegend ernährt sich die Sumpfohreule von Kleinnagern wie Wühlmäusen oder Waldmäusen. Jungvögel anderer Bodenbrüter erbeutet sie aber auch regelmäßig.
Stimme/Laute
Der Gesang des Männchens besteht aus einem dumpfen, relativ leisen „bu-bu-bu-bu“. Der Ruf klingt eher heiser wie „TSCHIH-eff“.
Zugverhalten
Nördliche Populationen sind überwiegend Zugvögel, ansonsten sind Sumpfohreulen Standvögel, wobei sie wenig gebietstreu sind.
Beobachtungstipps
Die Sumpfohreule ist eine seltene Art bei uns und somit kaum zu beobachten. Wenn man Glück hat, kann man sie jedoch bei ihrem Herbstzug von den Nordseeinseln und Helgoland aus beobachten, zum Beispiel auf den ostfriesischen Inseln und in der Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein, Arbeitsgebiet des Michael-Otto-Instituts im NABU.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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