Sumpfohreule
Sumpfohreule auf einem Feld© Foto: Frank Derer

Asio flammeus

Sumpfohreule

Die Sumpfohreule brütet am liebsten in der Nähe von Feuchtgebieten und Mooren, aber auch auf Heideflächen und extensiv genutzten Wiesen. Die deutsche Brutpopulation ist sehr klein, weshalb man sie am häufigsten zu Gesicht bekommt, wenn Wintergäste aus Skandinavien oder Russland bei uns verweilen. Die Federohren, von denen sie ihren Namen hat, sieht man allerdings nur, wenn sie sie aktiv aufstellt.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

40 - 180 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend (Langzeittrend 36 Jahre) stammt aus dem Nationalen Vogelschutzbericht 2019 (Datenquelle DDA/BfN).

- 10 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

34-42 cm groß

Besonderheit

nur in bestimmten Habitaten verbreitet

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Mit ihrem tarnfarbigen Gefieder ist sie so gut an ihre Umgebung angepasst, dass man sie wirklich kaum entdeckt.

Die Sumpfohreule fliegt langsam, gaukelnd und unruhig mit weichen, schaukelnden Bewegungen, die an eine Weihe erinnern© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Gefiederfärbung der Sumpfohreule bietet ihr eine perfekte Tarnung. Auf der Oberseite ist sie dunkelbraun mit hellbraunen und weißen Tupfern, und an der Unterseite ist ihr Gefieder hell. Ihr Kopf ist im Vergleich zu anderen Eulenarten klein, und der Gesichsschleier ist grau-weiß. Eine schwarze Maske um die Augen verleiht ihr einen strengen Blick.

Verhalten

Die Sumpfohreule ist teilweise recht tagaktiv. Auf der Jagd fliegt sie flach systematisch Wiesenbereiche ab oder verharrt auf einem niedrigen Ansitz, um ihre Beute zu orten. Sie nutzt sowohl ihr Sehvermögen als auch ihr Gehör bei der Jagd. Ihr Nest baut sie aus Gras am Boden. Im Winter findet sie sich gerne in Schlafgemeinschaften zusammen.

Lebensraum

Sie bevorzugt es, sich bodennah aufzuhalten, und zählt zu den Bodenbrütern. Ihre Habitate sind Hochmoore, Heideflächen und Wiesen. Vor allem in nördlichen borealen Zonen ist sie verbreitet, aber als Wintergast auch vermehrt in Deutschland.

Gefährdung

Sie gilt als vom Aussterben bedrohte Art. Die Zerstörung ihrer Lebensräume macht ihren Beständen schwer zu schaffen.

Nahrung

Überwiegend ernährt sich die Sumpfohreule von Kleinnagern wie Wühlmäusen oder Waldmäusen. Jungvögel anderer Bodenbrüter erbeutet sie aber auch regelmäßig.

Stimme/Laute

Der Gesang des Männchens besteht aus einem dumpfen, relativ leisen „bu-bu-bu-bu“. Der Ruf klingt eher heiser wie „TSCHIH-eff“.

Zugverhalten

Nördliche Populationen sind überwiegend Zugvögel, ansonsten sind Sumpfohreulen Standvögel, wobei sie wenig gebietstreu sind.

Beobachtungstipps

Die Sumpfohreule ist eine seltene Art bei uns und somit kaum zu beobachten. Wenn man Glück hat, kann man sie jedoch bei ihrem Herbstzug von den Nordseeinseln und Helgoland aus beobachten, zum Beispiel auf den ostfriesischen Inseln und in der Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein, Arbeitsgebiet des Michael-Otto-Instituts im NABU.

Das Michael-Otto-Institut

Aktiv werden

Was kann ich tun?

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Das macht der NABU

Luftbild Nonnenhof

NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Wiederbelebung von Moorwiesen

Seit 16 Jahren sind wir im Naturschutzgebiet Nonnenhof südlich von Neubrandenburg aktiv. Über 435 Hektar Lebensraum, auch für die Sumpfohreule.

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Vogelporträt: Sumpfohreule - NABU