Sperlingskauz auf einem Ast.
Sperlingskäuze sind etwa so groß wie Stare© Foto: Christoph Moning

Glaucidium passerinum

Sperlingskauz

Der Sperlingskauz ist mit nur etwa 19 Zentimetern Körpergröße der Winzling unter den europäischen Eulen. Er lebt sehr heimlich in alten Nadelholzbeständen. Man vermutet, dass er einerseits lange in weiten Teilen Deutschlands übersehen wurde und andererseits sich weiter ausgebreitet hat. Bis in die 80er Jahre waren nur im Alpenraum und Mittelgebirge Bestände bekannt, seit einigen Jahren wird aber in immer mehr Teilen Deutschlands sein Vorkommen vermerkt.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

4.000 - 7.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 58 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

16-19 cm groß

Besonderheit

furchtlos für seine kleine Größe

Funfact

Der Sperlingskauz ist nicht größer als ein Star und kann sogar Drosseln erlegen, die größer sind als er.

Der Sperlingskauz besitzt an der Rückseite seines Kopfes eine Gefiederzeichnung, die wie zwei große Augen aussieht© Foto: NABU/CEWE/Jürgen Mönch

Beschreibung

Aussehen

Er ist ein sehr kleiner Kauz mit braunem Gefieder auf der Oberseite, das weiß gesprenkelt ist. Die Unterseite ist weißlich mit einer braunen Brust und einem dünn gestreiften Bauch. Zwei weiße Überaugenstreifen verleihen ihm einen strengen Blick.

Verhalten

Dieser furchtlose Kauz ist vor allem in der Dämmerung aktiv. Die Beute sichtet er von einem Ansitz aus und schlägt sie dann blitzschnell am Boden. Er lebt sehr heimlich und brütet in Baum- und alten Buntspechthöhlen.

Lebensraum

Vor allem kann man den Sperlingskauz in den Bergregionen antreffen, aber er ist auch teilweise bis ins Flachland verbreitet. Er brütet in Nadel- und Mischwäldern mit Altholzbeständen und Spechthöhlen, die er auch als Speisekammer nutzen kann.

Der Sperlingskauz nutzt als Bruthöhle fast ausschließlich alte Spechthöhlen, vor allem vom Buntspecht© Foto: Christoph Moning

Gefährdung

Der Sperlingskauz gilt in Deutschland als nicht gefährdet.

Nahrung

Der Sperlingskauz ernährt sich in erster Linie von Vögeln bis Drosselgröße und Kleinsäugern wie Wühlmäusen.

Stimme/Laute

Sein Gesang ähnelt dem des Gimpels und besteht aus einem weichen in zehn Sekunden sechs- bis siebenmaligen Pfeifen. Der Ruf ist ein lang gezogenes „tsiiiiih“.

Zugverhalten

Als Standvogel ist der Sperlingskauz das ganze Jahr über in Deutschland.

Beobachtungstipps

Da er sehr heimlich lebt, ist es schwierig, ihn zu beobachten. Wer bei Dämmerung in Bergwäldern unterwegs ist, könnte jedoch Glück haben. 

Tipps zum Fernglaskauf

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