© Foto: Mathias Schäf

Asio otus

Waldohreule

Die Waldohreule ist neben dem Waldkauz die häufigste Eulenart bei uns. Sie bewohnt gerne Wälder, die sich in der Nähe von offenen Flächen befinden. Innere Bereiche von Wäldern meidet sie eher, da sie dort in Konkurrenz zum stärkeren Waldkauz steht. Markant sind die Federohren, die sie allerdings auch anlegen kann. Die Eule ist streng nachtaktiv und lebt eher heimlich, trotzdem kann man sie teilweise gut an ihrem Gemeinschaftsschlafplatz im Winter beobachten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

23.000 - 38.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 21 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

32-37 cm groß

Besonderheit

auffällige Federohren

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Waldohreulen bauen meist nicht selbst ihre Nester, sondern brüten in alten Krähen- oder Greifvogelnestern.

Die Waldohreule gleitet oft lautlos knapp über Wiesen und freie Flächen© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Entfernt ähnelt sie dem Uhu, ist jedoch deutlich kleiner und hat einen schlankeren Körper. Die Grundfarbe des Gefieders an der Oberseite der Flügel ist beige und braun-grau marmoriert. Die Unterseite ist eher heller mit dunklen Längsstrichen. Ihr Gesichtsschleier ist weiß umrandet. Sie ähnelt der Sumpfohreule.

Verhalten

Fast schwerelos fliegen Waldohreulen durch die Nacht, um akustisch ihre Beute zu orten. Haben sie zum Beispiel eine Wühlmaus geortet, wird sie kraftvoll am Boden geschlagen. Sie brüten gerne in verlassenen Krähennestern.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Waldohreule erstreck sich über fast ganz Europa. Sie besiedelt Wälder mit offenen Flächen in der Nähe oder Felder mit Feldgehölzen, da sie bevorzugt in offenen Flächen jagt. Innere Bereiche dichter Wälder meidet sie, da sie dort mit dem Waldkauz konkurrieren würde.

Gefährdung

Die Waldohreule gilt in Deutschland als nicht gefährdet.

Nahrung

Hauptnahrungsquelle sind Mäuse und Wühlmäuse. Manchmal jagt sie jedoch auch kleinere Vögel, wenn das Vorkommen an Kleinnagern mal knapp wird.

Waldohreule mit Beute© Foto: Mathias Schäf

Stimme/Laute

Sowohl Männchen als auch Weibchen äußern Rufe zur Brutzeit. Der Ruf der Männchen ist ein dumpfes „oh“, das alle zwei bis drei Sekunden erklingt.

Zugverhalten

Waldohreulen zählen zu den Standvögeln und Teilziehern. Gerade Jungvögel ziehen zum Überwintern bis zu 2000 Kilometer.

Beobachtungstipps

Da sich die Waldohreule im Winter in Schlafgemeinschaften mit bis zu 100 Individuen zusammenfindet, kann man sie in diesem Zeitraum recht gut beobachten. Sie verrät ihre Anwesenheit durch Kotspuren und Gewölle am Boden.

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