
Saxicola rubicola
Schwarzkehlchen
Schwarzkehlchen gehören genau wie Rot-, Blau- und Braunkehlchen zur Familie der Fliegenschnäpper, eine artenreiche Gruppe, die nah mit den Drosseln verwandt ist. Sie brüten in offenen Gebieten mit einzelnen Sträuchern, wo sie ihre Nester auf dem Boden oder unmittelbar darüber anlegen. Beide Geschlechter kümmern sich um die Aufzucht der vier bis sechs Jungvögel. Bis zu drei Bruten können die Schwarzkehlchen in einem Jahr großziehen.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
26.000 - 46.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 792 % (zunehmend)
Steckbrief
Beschreibung
Aussehen
Beide Geschlechter haben eine orangebraune Unterseite, einen dunklen Schwanz und ein helles Flügelfeld, was besonders im Flug sichtbar wird. Die Männchen haben den namensgebenden schwarzen Kopf und einen weißen Halsfleck. Auch bei den Weibchen ist kein deutlicher Überaugenstreif erkennbar.
Verhalten
Im Gegensatz zum nah verwandten Braunkelchen bevorzugt das Schwarzkehlchen eher trockene und buschige Bereiche im Offenland. Von exponierten Stellen erspäht der kleine Singvogel Insekten, denen er dann auf dem Boden nachstellt.
Lebensraum
Schwarzkehlchen bewohnen offene Brachen, Wiesen, Heideflächen und Moore. Einzelne Sträucher, Zäune oder Schilfhalme nutzen sie zur Jagd oder als Bühne für den männlichen Gesang.

Gefährdung
Schwarzkehlchen sind nicht gefährdet.
Nahrung
Mit ihrem spitzen Schnabel fressen Schwarzkehlchen Insekten und Spinnen, die sie auf dem Boden suchen. Die Beute fressen sie am liebsten auf der Ansitzwarte.
Stimme/Laute
Typisch für Schwarzkehlchen ist das harte und kurze Schnalzen, oft kombiniert mit einem schrillen Pfeifton am Anfang: „vist-träck-träck“. Der Gesang ist, anders als bei den anderen Kehlchen, eine eher monotone Pfeifstrophe und erinnert an eine Heckenbraunelle.
Zugverhalten
Schwarzkehlchen sind im Süden Europas Standvögel, deutsche Vögel überwintern vor allem am Mittelmeer (Kurzstreckenzieher).
Beobachtungstipps
Man entdeckt ein Schwarzkehlchen am besten durch seinen Ruf. Am besten spaziert man ausgestattet mit einem Fernglas an einer buschigen Wiese, einer Brache oder einem Moor entlang und achtet auf das Schnalzen des Schwarzkehlchens.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Gib der Natur ein Stück Raum zurück und lass wilde Wiesen wachsen. Ein naturnaher Garten ohne Insektizide ist das perfekte Zuhause für Insekten. Damit tust du auch dem Schwarzkehlchen einen Gefallen und sicherst sein Futter.








