Odinshühnchen schwimmt auf dem Wasser.
Odinshühnchen© Foto: Mathias Schäf

Phalaropus lobatus

Odinshühnchen

Das Odinshühnchen verdankt, genauso wie das Thorshühnchen, seinen Namen einer nordischen Gottheit, was auch schon ein Hinweis auf die Brutgebiete ist. Diese befinden sich beim Odinshühnchen nämlich ausschließlich im Norden, zum Beispiel auf Island, den Färöern und den Orkney Inseln, aber auch in Tundren auf dem Festland Skandinaviens. Bei dem grau gestreiften Vogel mit den rostroten Halsseiten sind die Geschlechterrollen vertauscht: Das Weibchen verteidigt unüblicherweise das Revier.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

unbekannt

Bestands­trend

stabil

Steckbrief

Beobachten

selten auf dem Durchzug zu beobachten

Größe

17-19 cm groß

Besonderheit

rostrote Halsseiten im Prachtkleid

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Zum Nahrungserwerb auf dem offenen Meer drehen sie zunächst schwimmend Kreise, um Tierchen im Wasser aufzuwirbeln und diese dann aufzupicken.

In seltenen Fällen ernähren sich Odinshühnchen auch von kleinen Fischen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Das Weibchen ist im Prachtkleid auffälliger als das Männchen. Der Kopf und die Oberseite sind überwiegend dunkelgrau, wobei sich auf der Oberseite rostgelbe Streifen befinden. Die Kehle ist weiß, und an den Seiten des Halses sind rostrote Streifen. Die Unterseite ist hell. Beim Weibchen sind die Farben satter und stärker ausgeprägt als beim Männchen.

Verhalten

Beim Odinshühnchen sind die Geschlechterrollen vertauscht: Das Weibchen hat das auffälligere Gefieder und verteidigt das Revier. Es brütet in der Nähe von Tümpeln, danach befindet es sich jedoch auf dem Meer.

Lebensraum

Das Odinshühnchen brütet an Tümpeln der Tundra und der Fjells in Skandinavien. Außerhalb der Brutzeit befindet es sich in erster Linie auf dem Meer, kann aber selten als Durchzügler an der Küste in Deutschland beobachtet werden.

Gefährdung

Da man das Odinshühnchen bei uns nur auf dem Durchzug beobachten kann, ist es nicht auf der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland gelistet. Weltweit gilt es als ungefährdet.

Nahrung

Es ernährt sich vor allem von Insekten und deren Larven, Krebstieren und Würmern sowie Spinnentieren oder selten auch von kleinen Fischen.

Stimme/Laute

Der Ruf ist ein kurzes „tschepp“.

Zugverhalten

Das Odinshühnchen ist ein Langstreckenzieher, das wenig rastet auf dem Zug. Die Überwinterungsgebiete liegen im Nordwesten des Indischen Ozeans und vor der Küste Ostafrikas.

Beobachtungstipps

Im Schlichtkleid ähnelt es stark dem Thorshühnchen. In allen Kleidern kann man sie am Schnabel voneinander unterscheiden, der beim Thorshühnchen platter ist.

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