Heidelerche auf einem Stein.
Heidelerche© Foto: Mathias Schäf

Lullula arborea

Heidelerche

Diese etwa sperlingsgroße, recht kleine Lerche liebt Lebensräume mit magerer Vegetation und sandige Böden. Diese Vorliebe für karge Böden spiegelt sich auch in ihrem Namen wieder. Ihr wissenschaftlicher Name "arborea" bezieht sich auf eine weitere Vorliebe der Heidelerche: anders als die meisten Lerchenarten singt sie gerne von Bäumen aus. Ihr Gefieder ist überwiegend in verschiedenen Brauntönen gemustert. Im Winter zieht sie hauptsächlich nach Südwesteuropa.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

41.000 - 71.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 31 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

im Frühling und Sommer zu beobachten

Größe

13,5-15 cm groß

Besonderheit

singt häufig von Bäumen aus

Reise

Kurzstreckenzieher

Funfact

Der wissenschaftliche Name „Lullula“ ist ein Versuch, den wohlklingenden Gesang lautmalerisch nachzumachen.

Heidelerchen ernähren sich hauptsächlich von Insekten.© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Die Heidelerche ist vergleichsweise klein und kurzschwänzig. Die Grundfarbe des Gefieders ist braun. Die komplette Oberseite sowie der Kopf sind dunkel-, zimt- und hellbraun gestreift. Die Unterseite ist hellbeige, und an der Brust befinden sich braune Längsstreifen. Zwei helle Überaugenstreifen laufen am Hinterkopf v-förmig zusammen. Der Schnabel ist recht schlank.

Die Heidelerche ist ein weit verbreiteter, aber nicht besonders häufiger Brutvogel in Deutschland.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Heidelerchen lassen ihren wohlklingenden Gesang gerne von Bäumen aus erklingen. Genau so häufig singen sie auch im wellenartigen Flug und fangen erst in einer gewissen Höhe an zu singen. Sie brüten gut versteckt und gut getarnt unter trockener Vegetation in einer ausgepolsterten Bodenmulde. Sind die Jungen geschlüpft, kümmern sich beide Partner um sie.

Lebensraum

Heidelerchen bevorzugen offene, karge Standorte mit sandigen Böden. Daher trifft man sie zum Beispiel in Heiden, an Lichtungen oder offenen Kiefernwäldern an.

Gefährdung

Die Heidelerche steht auf der Vorwarnliste, da allgemein ihre Lebensräume in Mitteleuropa aufgrund verschiedener Faktoren bedroht sind.

Nahrung

Die Nahrungsgrundlage bilden Insekten, wie zum Beispiel Schmetterlingsraupen, Ameisen, Heuschrecken und Wanzen. Vor allem im Winter machen Samen auch einen großen Teil der Nahrung aus.

Stimme/Laute

Der Gesang der Heidelerche ist wohlklingend und wirkt leicht melancholisch. Typischerweise beginnt er langsam, wird immer schneller, steigt am Ende ab und wird dabei lauter. Der Ruf ist ein weiches, jodelndes „didlüi“.

Zugverhalten

Heidelerchen aus Mitteleuropa und nördlicheren Gebieten ziehen im Winter mehrheitlich nach Südwesteuropa.

Beobachtungstipps

Die Heidelerche ist ein weit verbreiteter, aber nicht besonders häufiger Brutvogel in Deutschland. Man kann sie vor allem an mageren Standorten antreffen. Im Unterschied zu anderen Lerchenarten kann man sie auch von einer Warte aus singend beobachten.

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Vogelporträt: Heidelerche- NABU