
Chloris chloris
Grünfink
Von der Größe eines Buchfinks, aber leuchtend grün und gelb, so präsentiert sich der Grünfink in unseren Gärten. Er ist laut und präsent und verscheucht auch mal andere kleinere Vögel von der Futterstelle. Sein Gesang kann durchaus kanarienvogelartig ausfallen, passend zu seinem leuchtenden Gefieder.
Ruf
Aufgenommen von Lukas Thiess/XC480383
Gesang
Aufgenommen von Timo Schnabel/XC305077
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Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.050.000 - 1.500.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 48 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
14-16 cm groß
Besonderheit
ein lauter und auffälliger Geselle im Garten
Funfact
Im Frühjahr sieht man Grünfinken manchmal einen flatternden, wankenden Singflug vollführen, der an den Flug einer Fledermaus erinnert.
Beschreibung
Aussehen
Im Prachtkleid präsentiert sich das Männchen an Brust und Bauch gelbgrün, am Rücken moosgrün. An den Handschwingen und den seitlichen Schwanzfedern sind leuchtend gelbe Federn zu sehen. Das Weibchen ist gräulich grün, mit bräunlichem Mantel und weniger gelben Federn an Flügeln und Schwanz. Der kräftige Schnabel ist blassrosa bis elfenbeinfarben.

Verhalten
Der vorwitzige Grünfink ist gerne in Hecken unterwegs, je dichter desto besser. Gerade sein Nest versteckt er sehr gut im Geäst. Er baut es napfförmig aus Halmen und Reisig und polstert es mit Moos, Federn und Haaren. Er fliegt gern in Schwärmen. Zur Balzzeit singt das Männchen im Flug oder von Bäumen und Heckenspitzen aus.
Lebensraum
Grünfinken brüten gern an Waldrändern und in Landschaften und Gärten mit dichten Hecken. Zur Futtersuche trifft man sie auf Feldern, Äckern und in Gärten an.
Gefährdung
Grünfinken sind nicht gefährdet. Trichomoniasis ist aber ein Grund für den Bestandsrückgang.
Nahrung
Sie ernähren sich von Sämereien, Früchten, Knospen und besonders gern Hagebutten.
Stimme/Laute
Im Repertoire hat der Grünfink sowohl ein kräftiges „jüpp-jüpp-jüpp grüüü“ als auch kanarienvogelgleichen, zwitschernden Gesang mit vielen Pfiffen und Trillern: „djüpp djüpp djüpp djüüürrrrrrrr tju-tju-tju tjipp tjipp tjipp dürdürdür djüürrrr“.
Zugverhalten
Grünfinken sind ganzjährig bei uns zu sehen. Einige Vögel ziehen im Winter weiter nach Süden. Vögel nordöstlicher Herkunft überwintern bei uns im Norden oder ziehen durch.
Beobachtungstipps
Wenn Sie im Garten eine Futterstelle mit vielen Körnern und ölhaltigen Samen aufstellen, wird der Grünfink garantiert als regelmäßiger Gast einkehren. Sie können ihn dann ganz in Ruhe beobachten.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Hagebutten gehören zur Leibspeise des Grünfinks. Zusammen mit dichten Hecken können Sie für ihn in Ihrem Garten einen idealen Lebensraum schaffen.
Das macht der NABU
Unsere größte naturkundliche Mitmachaktion
Stunde der Wintervögel
Wir rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.
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