Gimpel auf einem dünnen Ast.
Gimpel© Foto: Mathias Schäf

Pyrrhula pyrrhula

Gimpel

Wenn ein männlicher Gimpel mit seinem strahlend rosaroten Gefieder das Futterhaus anfliegt, kann wohl niemand wegsehen. Außerhalb von Fütterungen ist der große Fink jedoch gar nicht so leicht zu entdecken, da er sich am liebsten in dichten Büschen aufhält. Bei Menschen ist er äußerst beliebt: Schon früh hielten sie den auch „Dompfaff“ genannten Vogel in Käfigen und pfiffen ihm Melodien vor, die er meist ohne Probleme imitieren konnte.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

140.000 – 270.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 116 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

15,5-17 cm groß

Besonderheit

Männchen leuchtend rosarot

Reise

Standvogel, Kurzstreckenzieher

Funfact

Der Name „Dompfaff“ spielt auf die roten Talare der Geistlichen in der Kirche an. Der kompakten Gestalt verdanken sie ihren englischen Namen „Bullfinch“.

Gimpelweibchen haben eine blassere Unterseite.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Gimpel haben einen kompakten, kräftigen Körperbau und einen regelrechten „Stiernacken“. Die Unterseite der Männchen ist rosarot, bei den Weibchen blasser. Beide Geschlechter haben eine schwarze Kappe, einen weißen Bürzel und helle Flügelbinden. Jungvögel sind wie die Weibchen unterseits beigegrau gefärbt, ihnen fehlt aber der schwarze Kopf.

Die rosarote Unterseite der Männchen ist ein auffälliges Merkmal.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Auf der Suche nach Fressbarem sind Gimpel häufig paarweise oder in Familienverbänden unterwegs. Bei Gefahr fliehen die Vögel in die Deckung dichter Sträucher, wo auch die Männchen trotz ihrer Färbung leicht zu übersehen sind.

Lebensraum

Sie bewohnen junge Nadel- und Mischwälder, Parks, Friedhöfe, Gärten oder Feldränder. Hauptsache es gibt viele Sträucher!

Gefährdung

Gimpel sind nicht gefährdet.

Nahrung

Mit ihrem kräftigen, schwarzen Schnabel fressen Gimpel am liebsten Knospen, Sämereien, Beeren und andere Früchte. Besonders zur Jungenaufzucht werden auch Insekten und Spinnen verfüttert.

Stimme/Laute

Am häufigsten ist sein lauter, pfeifender Ruf zu hören, der an ein „düüh“ oder „pijüt“ erinnert. Singen hört man den Gimpel nur selten, aber wenn, dann hat er einen hübschen, etwas melancholischen Gesang aus Pfeiftönen und sehr hellen Trillern.

Zugverhalten

Vor allem die Männchen sind Standvögel, während Jungvögel und Weibchen gelegentlich kurze Strecken ziehen.

Beobachtungstipps

Trotz seiner flächendeckenden Verbreitung in Deutschland braucht es manchmal Geduld, um den Gimpel zu entdecken. Suchen Sie einen naturnahen Park oder Waldrand auf und achten Sie auf die flötenden Rufe des hübschen Finken. Wer ihn bequem vom Fenster oder Balkon aus beobachten möchte, kann den Gimpel mit Sämereien in sein Vogelhäuschen locken.

Tipps zur Vogelfütterung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Lassen sie verblühte Stauden stehen und pflanzen Sie heimische Sträucher. So kann der Gimpel Nahrung und Unterschlupf in Ihrem Garten finden.

Der vogelfreundliche Garten