
Tachymarptis melba
Alpensegler
Alpensegler, die größeren Verwandten des Mauerseglers, sind aufgrund ihrer südlichen Beschränkung weniger bekannt. Als Felsenbrüter kommen sie vor allem in den Alpen vor, haben sich jedoch als Gebäudebrüter in einigen südlichen Städten etabliert. Ob sie wie Mauersegler auch während des Flugs schlafen und nur zur Brutzeit feste Standorte aufsuchen, ist noch nicht vollständig bekannt. Beobachtet wurde jedoch, dass sie zur Brutzeit hängend oder liegend in der Nähe des Nests übernachten.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Extrem selten
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
390 – 600 Brutpaare
Bestandstrend
+ 388 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von März bis Oktober zu beobachten
Größe
20-23 cm, Flügelspannweite 51-58 cm
Besonderheit
Kehle und Bauch weiß, von braunem Brustband getrennt
Reise
Langstreckenzieher
Funfact
Der Gattungsname „Apus“ bedeutet „ohne Füße.“ Zwar haben Segler Füße, benutzen sie aber kaum, da sie den größten Teil ihres Lebens in der Luft verbringen.
Beschreibung
Aussehen
Alpensegler haben einen weißen Bauch, der durch ein bräunliches Halsband von der ebenfalls weißen Kehle getrennt ist, und eine einfarbig braune Oberseite. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt.

Verhalten
Obwohl Alpensegler eine saisonale Dauerehe führen, treffen sich beide Partner oftmals im Folgejahr am selben Kolonie-Brutplatz wieder. Grund hierfür ist eine ausgeprägte Brutortstreue. Gerne besetzen sie schon bestehende Nester und bessern sie aus. Das Nest, eine runde Schale, besteht aus mit Speichel verklebten Halmen, Blättern, Federn oder Fasern, die Alpensegler in der Luft sammeln.
Lebensraum
Wie auch Mauersegler verbringen Alpensegler den größten Teil ihres Lebens in der Luft. Sie brüten jedoch an Felswänden oder an hohen Gebäuden. Dies können Kirchtürme, Wohnhäuser oder auch Schulen sein, wichtig ist vor allem ein freier An- und Abflug.

Gefährdung
Wie viele andere Gebäudebrüter ist auch der Alpensegler durch bauliche Maßnahmen oder mutwillige Zerstörung der Nester an Gebäuden betroffen. Felsenbrüter hingegen leiden unter dem zunehmenden Bergtourismus, insbesondere unter dem Klettertourismus.
Nahrung
Sie ernähren sich von fliegenden und schwebenden Kleintieren, die sie in der Luft fangen. Während der Fütterungszeit können Insekten im Unterzungensack gesammelt und zum Nest transportiert werden.
Stimme/Laute
Der Ruf des Alpenseglers besteht aus einem hohen, langen Triller, der sowohl auf- als auch absteigende Elemente enthält.
Zugverhalten
Die Winterquartiere des Alpenseglers liegen in Afrika, südlich der Sahara. Das Gebiet erstreckt sich vom tropischen Westafrika bis ins südliche Tansania.
Beobachtungstipps
Wer Alpensegler beobachten möchte, ist am besten in den Alpen aufgehoben. Aber auch in einigen südlichen Städten wie Freiburg haben sich größere Populationen etabliert. Kolonien an Felswänden können gegebenfalls aufgrund der Höhe schlecht eingesehen werden, jedoch unternehmen die Segler große Streifzüge und können dabei beachtliche Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern erreichen. Sausen sie in großer Geschwindigkeit vorbei, ist der weiße Bauch gut sichtbar.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Wer Alpenseglern etwas Gutes tun möchte, kann die Vögel mit Nistkästen unterstützen. Diese muss man jedoch in großer Höhe anbringen. Zudem müssen bekannte Schlaf- und Brutplätze der Alpensegler gesichert werden, um diese vor Störungen zu schützen.






