Amphibien und Reptilien haben gemeinsam, dass sie zu den wechselwarmen Tieren gehören. Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebung ab, weshalb sie Sonne und warme Mikrohabitate benötigen.
In der genauen Lebensweise unterscheiden sie sich dennoch deutlich: Amphibien verbringen einen wichtigen Teil ihres Lebens im Wasser, haben eine durchlässige Haut und entwickeln sich über eine Larvenphase mit anschließender Metamorphose. Reptilien hingegen leben meist vollständig an Land, besitzen eine schützende Hornschuppenhaut und bringen Eier oder lebende Junge zur Welt, die bereits voll entwickelt sind. Gemeinsam ist beiden Gruppen, dass sie gegenüber Lebensraumverlust, Klimaveränderungen und Zerschneidung der Landschaft besonders empfindlich reagieren.
Übrigens: Herpetofauna bezeichnet die Gesamtheit aller Amphibien- (Lurche) und Reptilienarten (Kriechtiere) in einem bestimmten geografischen Gebiet oder Lebensraum.
Amphibien: Überlebenskünstler zwischen Wasser und Land
Amphibien gehören zu den ältesten Landwirbeltieren der Erde. Weltweit sind etwa 9.000 Arten bekannt. In Deutschland leben insgesamt 21 Amphibienarten, wobei zwischen Schwanzlurchen wie Molchen und Salamandern sowie Froschlurchen wie Unken, Kröten und Fröschen unterschieden wird.

Reptilien: sonnliebende Überlebenskünstler
Reptilien gehören zu den ältesten Landwirbeltieren; ihre Entwicklung reicht über 300 Millionen Jahre zurück. Weltweit gibt es über 11.000 Reptilienarten. In Deutschland leben 15 wildlebende Reptilienarten, darunter sechs Echsenarten, sieben Schlangenarten und eine einheimische Schildkrötenart, die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis).






