Amphibien schützen: Bei der Krötenwanderung mithelfen
Wenn im Spätwinter und Frühjahr die Temperaturen steigen und die Nächte feucht werden, machen sich Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen viele von ihnen Straßen überqueren. Jedes Jahr sterben dabei zahlreiche Tiere unter Autoreifen. Freiwillige Helferinnen und Helfer tragen entscheidend dazu bei, Amphibien sicher ans Ziel zu bringen.
Warum Amphibien Hilfe brauchen
Für Amphibien gehört die Wanderung zwischen Winterquartier und Laichgewässer zum natürlichen Lebenszyklus. Straßen zerschneiden jedoch vielerorts ihre angestammten Wanderwege. Die Folge: Jedes Jahr werden tausende Kröten, Frösche und Molche überfahren.
Um die Tiere zu schützen, engagieren sich NABU-Gruppen und viele weitere Ehrenamtliche in ganz Deutschland. Sie errichten Schutzzäune, betreuen Fangsysteme, bringen Amphibien sicher auf die andere Straßenseite und schaffen neue Lebensräume. Dieses Engagement leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Amphibien.
Helfende Hände gesucht
So kannst du unterstützen
Der Einstieg in den Amphibienschutz ist einfacher, als viele denken. Vorkenntnisse sind in der Regel nicht notwendig. Vor Ort geben die erfahrenen Aktiven eine Einführung und man lernt die wichtigsten Handgriffe direkt.
- Was ist zu tun?
Zunächst werden Schutzzäune aufgestellt. Diese werden jeden Tag kontrolliert, am besten am frühen Abend und am frühen Morgen. Befinden sich Amphibien in den Eimern, werden diese in Transporteimer umgefüllt und über die Straße getragen. In der Regel werden dabei auch Anzahl, Arten und Geschlechter notiert. - Wann wird Hilfe gebraucht?
Die Saison erstreckt sich meist über zwei bis drei Monate, mit dem Höhepunkt gegen Mitte März. Es ist schön, wenn jemand an vielen Tagen mit anpacken kann, wer nur einmal oder zweimal Zeit hat, ist aber auch willkommen. - Wo kann ich mich melden?
Wer weiß, dass im Heimatort oder in der Nachbarschaft Krötenzäune betreut werden, kann sich einfach an die jeweilige Naturschutzgruppe wenden. Ansonsten lohnt es sich, auf den lokalen NABU-Websites nachzuschauen. Mehr als tausend Schutzzäune samt Kontaktadressen sind zudem in der Schutzzaundatenbank des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie versammelt.
Interaktive Schutzzaun-Datenbank
Der NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie stellt eine Schutzzaun-Datenbank mit mehr als tausend Schutzzäunen zur Verfügung. Diese enthält allgemeine Informationen zur Lage, Ausstattung und Fangergebnissen von Schutzzaunstandorten. Für jeden Zaunstandort kann eine Betreuerliste eingefügt werden, um die Zaunbetreuung zu optimieren. Das Besondere: Schutzzaun-Organisierende können ihren Zaunstandort selbständig in die Datenbank eingeben und jederzeit aktualisieren.
Termine und Mitmachmöglichkeiten
Viele Seminare, Exkursionen, Vorträge und Mitmachtermine findest du im NABU-Terminkalender.
NABU-Kurs
Gut vorbereitet in den Amphibienschutz
Der kostenlose Kurs „Krötenzaun & Co. – Schutzeinrichtungen für Amphibien“ zeigt dir, wie man Amphibienschutzzäune plant, richtig aufbaut und kontrolliert. Darüber hinaus lernst du stationäre Amphibientunnel kennen und erhältst einen Überblick über weitere wichtige Schutzmaßnahmen.







