Wechselwarme Wirbeltiere

Amphibien und Reptilien

Feuersalamander, Teichmolche, Smaragdeidechsen und Kreuzottern: Insgesamt leben in Deutschland 21 Amphibien- und 15 Reptilienarten. Ihre Gemeinsamkeit: Es handelt sich bei ihnen um wechselwarme Wirbeltiere. Doch ihre Lebensweisen unterscheiden sich stark.
Feuersalamander
Feuersalamander© Foto: NABU/Jan Piecha

Amphibien und Reptilien gehören beide zu den Wechselwarmtieren: Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebung ab, weshalb sie Sonne und warme Mikrohabitate benötigen. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich: Amphibien verbringen einen wichtigen Teil ihres Lebens im Wasser, haben eine durchlässige Haut und entwickeln sich über eine Larvenphase mit anschließender Metamorphose.  

Reptilien hingegen leben vollständig an Land, besitzen eine schützende Hornschuppenhaut und bringen Eier oder lebende Junge zur Welt, die bereits voll entwickelt sind. Gemeinsam ist beiden Gruppen, dass sie gegenüber Lebensraumverlust, Klimaveränderungen und Zerschneidung der Landschaft besonders empfindlich reagieren. 

Über Amphibien

Amphibien gehören zu den ältesten Landwirbeltieren der Erde. Ihre Entwicklung reicht rund 400 Millionen Jahre zurück, als sie aus fleischflossigen Fischen hervorgingen und damit als erste Wirbeltiere das Land eroberten. 

Dieser evolutionäre Schritt prägt sie bis heute: Die Mischung aus aquatischen und terrestrischen Eigenschaften macht Amphibien zu echten Grenzgängern zwischen zwei Welten. Weltweit sind etwa 9.000 Arten bekannt. In Deutschland leben insgesamt 21 Amphibienarten, wobei zwischen Schwanzlurchen wie Molchen und Salamandern sowie Froschlurchen wie Unken, Kröten und Fröschen unterschieden wird. 

Luftaufnahme eines Moores in Polen
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Über Reptilien

Reptilien gehören zu den ältesten Landwirbeltieren; ihre Entwicklung reicht über 300 Millionen Jahre zurück. In Deutschland leben 15 wildlebende Reptilienarten, darunter sechs Echsenarten, sieben Schlangenarten und eine einheimische Schildkrötenart, die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis). 

Ihre Artenzahl ist weltweit zwar geringer als die der Amphibien, doch auch Reptilien übernehmen wichtige ökologische Funktionen. Sie regulieren Kleinsäuger- und Insektenbestände, dienen Vögeln und Säugetieren als Nahrung und sind wertvolle Indikatoren für intakte, warme und strukturreiche Lebensräume. 
 

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