Vogelgefahr: Stromleitungen

Toten Vogel an Stromleitung gefunden?

Pro Jahr sterben deutschlandweit bis zu 2,8 Millionen Vögel an Hoch- und Höchstspannungsleitungen. Hast du einen toten Vogel gefunden? Melde hier deinen Fund!
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  • Lesedauer: 12 Min.
Verendeter Uhu hängt an einem Strommast
Verendeter Uhu an einem Strommast© Foto: NABU/Dieter Haas

Jährlich sterben deutschlandweit bis zu 2,8 Millionen Vögel durch Kollisionen an ungesicherten Hoch- und Höchstspannungsleitungen (siehe Gutachten „Vogel-Kollisionsopfer an Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen in Deutschland – eine Abschätzung“, 2017, TNL Umweltplanung). Außerdem sind noch immer nicht alle Mittelspannungsmasten vogelfreundlich nachgerüstet, mit der Folge, dass viele Vögel noch immer dem qualvollen Stromtod erliegen. Und das, obwohl es dazu mit dem § 41 des BNatSchG (Vogelschutz an Energiefreileitungen) eine gesetzliche Verpflichtung gibt.

Der NABU und deutsche Netzbetreiber bemühen sich seit 2017 in einem gemeinsamen Projekt, die Kollisionen von Vögeln mit Stromleitungen zu reduzieren. Dabei kann jede*r mithelfen und die Opfer von Leitungsanflug oder Stromschlag online oder telefonisch dem NABU melden.

Ich habe einen Vogel gefunden - was nun?

  • Bitte melde den Fund so schnell wie möglich. So können wir kurzfristig die zuständige Untere Naturschutzbehörde des jeweiligen Landkreises informieren. Insbesondere bei Großvögeln oder möglicherweise geschützten Arten hat die Behörde ein großes Interesse, das tote Tier zu sichern.
  • Je konkreter die Informationen über den Fund sind, desto nützlicher sind sie für den NABU und die Netzbetreiber. Daher solltest du im Moment des Funds Informationen festhalten, gerne auch per Foto, die du online im Meldeportal oder telefonisch an den NABU weiterleiten kannst.

 

NABU-Broschüre: Gemeinsam schützen – NABU-Portal zu Vogelfunden unter Stromleitungen

  • Publikation
  • 10.07.2023
  • PDF
  • 2,4 MB

Häufige Fragen zur Aktion

Kritische Leitungsabschnitte identifzieren

Die gemeldeten Informationen werden systematisch erfasst und ausgewertet. Ziel ist es, Vogelschutzmaßnahmen an bestehenden Leitungen und beim Netzausbau zu verbessern. Häufigste Maßnahme zum Schutz der Vögel gegen Kollisionen ist die Anbringung sogenannter Vogelschutzmarker an besonders kritischen Leitungsabschnitten. Bei der Neuplanung von Trassen werden darüber hinaus sensible Vogelvorkommen möglichst frühzeitig berücksichtigt und ggf. alternative Verläufe gesucht, niedrigere Masten oder Erdkabel eingesetzt. Die durch unser Meldeportal erstmals systematisch im ganzen Bundesgebiet erfassten Daten zu an Stromleitungen und -masten verunglückten Vögeln unterstützen diese Bemühungen und vergrößern allgemein die Wissensgrundlage zu dieser Naturschutz-Problematik. Die Meldeaktion wird von der Renewables Grid Initiative (RGI) gefördert.

Powerlines and Bird Reporting Portal

Die Vogelfund-Meldemöglichkeit des NABU wird von der Renewables Grid Initiative (RGI) gefördert. Das Projekt wurde im Rahmen der gemeinsamen Absichtserklärung „Implementing RGI Declarations“ von den deutschen RGI-Mitgliedern 50Hertz Transmission GmbH, TenneT TSO GmbH und Amprion GmbH mit entwickelt und wird vom vierten deutschen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW GmbH sowie den Verteilnetzbetreibern Westnetz GmbH, Bayernwerk Netz GmbH und Netze BW GmbH als gleichberechtigte Partner unterstützt.

 

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