Förderung ökologischer Landwirtschaft

Alnatura

Die langjährige Kooperation mit Alnatura zeigt, wie unternehmerische Verantwortung und Naturschutz erfolgreich miteinander verbunden werden können. Kern der Zusammenarbeit ist das Projekt "Gemeinsam Boden gut machen", das beide Partner 2015 ins Leben gerufen haben.
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Schäferin der Schäferei von Mackensen
© Foto: Alnatura/Marc Doradzillo

Für viele konventionell wirtschaftende Höfe ist die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ein finanzieller und organisatorischer Kraftakt. Hier setzt das Projekt "Gemeinsam Boden gut machen" an: Es hat zum Ziel, Landwirt*innen bei der Umstellung von der konventionellen auf die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen – und trägt so dazu bei, die Bioanbauflächen von derzeit 11,4 Prozent (2025) auf die von Deutschland angestrebten 30 Prozent zu erhöhen und die steigende Nachfrage der Verbraucher*innen nach regionalen Bio-Lebensmitteln zu befrieden.

Die drei Säulen des Projektes

Das Projekt besteht aus folgenden drei Säulen:

Säule 1: Förderung der Umstellung auf ökologischen Landbau

Im Zentrum des Projektes steht die gezielte Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe mit herausragenden Betriebskonzepten bei der Umstellung auf den ökologischen Landbau. Durch finanzielle Förderung werden ökonomische Risiken der Umstellungsphase abgefedert und Investitionen in nachhaltige Produktionsweisen ermöglicht. Ziel ist es, ökologische Landwirtschaft strukturell zu verankern und den Flächenanteil dauerhaft zu erhöhen.

Säule 2: Erfassung von Gemeinwohlleistungen

Die zweite Säule widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung der durch die Umstellung geförderter Betriebe zusätzlich erbrachten Gemeinwohlleistungen. Im Fokus stehen insbesondere Beiträge zum Klimaschutz – etwa durch Emissionsminderungen und Humusaufbau – sowie zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität.

Säule 3: Transdisziplinäre Bildung

Die dritte Säule verfolgt den Aufbau und die Etablierung eines innovativen, transdisziplinären Bildungs- und Ausbildungskonzeptes, das den zukünftigen Anforderungen der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelwirtschaft Rechnung trägt. Ein zentrales Ergebnis ist die Einrichtung des Studiengangs „Agrar- und Ernährungskultur nachhaltig gestalten“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), der seit dem Wintersemester 2023 stattfindet. "Gemeinsam Boden gut machen" finanziert darin die Labortechnik, sowie eine Professur und die Koordinierungsstelle zwischen Studierenden und Betrieben.

Studierende bei der Immatrikulationsfeier der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde© Foto: Florian Reischauer / HNEE

Die Kriterien für die biologische Landwirtschaft werden über die in Deutschland anerkannten Bioanbauverbände definiert und über unabhängige Kontrollinstitute regelmäßig überprüft. Die Mitgliedschaft, sowie die Kontrollergebnisse müssen die prämierten Landwirt*innen dem NABU in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Auf Grundlage der Bewerbungen gibt ein Fachgremium aus Landwirtschaft und Ökologie eine Empfehlung an den Beirat. Der unabhängige Beirat, bestehend aus Expert*innen aus Naturschutz, Bio-Anbauverbänden und Wirtschaft sowie Alnatura-Kund*innen, entscheidet über die Preisträger*innen und Fördersummen.

Feierliche Preisverleihung auf dem Umweltfestival

Neben der finanziellen Unterstützung können sich die Preisträger*innen auch auf eine jährliche Preisverleihung freuen, die auch 2026 wieder im Rahmen des Umweltfestivals stattfand.

Preisträger von "Gemeinsam Boden gut machen 2026" auf der Bühne Umweltfestival Berlin© Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Seit Beginn des Wettbewerbs wurden durch das NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“ über 120 Landwirt*innen ausgezeichnet, die ihren Betrieb von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben.

Weitere Infos und die Bewerbungsunterlagen zum Projekt "Gemeinsam Boden gut machen" finden Sie hier.

Zum Unternehmen

Alnatura

Alnatura ist ein deutsches Unternehmen des Bio-Lebensmittelhandels, das ökologische Landwirtschaft, nachhaltige Produktion und verantwortungsvolles Wirtschaften als zentrale Grundlage seines Unternehmertums versteht. Gleichzeitig spielt die soziale Dimension eine wichtige Rolle, etwa durch faire Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, langfristige Partnerschaften mit Produzenten sowie eine werteorientierte Unternehmenskultur für Mitarbeitende. Auch kulturell versteht sich Alnatura als Teil einer nachhaltigen Konsumkultur, die bewusstes Einkaufen, Ernährung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Deutschlandweit betreibt das Unternehmen rund 154 Alnatura Super Natur Märkte in zahlreichen Städten, während seine Produkte zusätzlich über Handelspartner in 18 europäischen Ländern vertrieben werden. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte Alnatura einen Umsatz von rund 1,274 Milliarden Euro und zählt damit zu den größten Bio-Handelsunternehmen Deutschlands.

Projektinfos auf der Alnatura-Website

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Der Ökolandbau erbringt wertvolle Umweltleistungen. Er ist aus Naturschutz-Sicht wichtig für den Wandel der Landwirtschaft.

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