Europas größte Flussrenaturierung an der Unteren Havel verwandelt eine begradigte Wasserstraße in ein stabiles Flussökosystem zurück. Davon profitieren 1.100 seltene und stark gefährdete Arten – und die Menschen vor Ort. Als Wasserspeicher stärkt die renaturierte Flussaue den Hochwasserschutz und federt Dürrezeiten ab. Die wiedergewonnene Schönheit der Landschaft erhöht die Lebensqualität und kurbelt den Tourismus an. – Foto: NABU/Klemens Karkow
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Wir sind, was wir tun. Der NABU im Jahr 2025.
Als mitgliedsstärkster Umweltverband Deutschlands haben wir 2025 viel bewegt. Unser Jahresbericht zieht Bilanz und zeigt die Erfolge unseres unermüdlichen Einsatzes für den Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt: Wir verteidigten Umwelt- und Beteiligungsrechte und kämpften für die zügige Umsetzung des EU-Gesetzes zur Wiederherstellung der Natur. Denn nur eine intakte Natur kann all die Funktionen erfüllen, die wir für ein sicheres Leben in Wohlstand brauchen – seien es sauberes Wasser, gesunde Böden oder Erholungsorte.
Wie erfolgreich sich zerstörte Lebensräume wiederherstellen lassen, zeigte der NABU an der Unteren Havel. Europas größte Flussrenaturierung ging 2025 ins zwanzigste Projektjahr und ist heute wieder eine Lebensader für Mensch und Natur. Das Leben kehrt auch in die Moorflächen zurück, die wir im Rahmen des NABU-Klimafonds gemeinsam mit Unternehmenspartnern wiedervernässen. In sieben Ländern entstehen klimaschützende Kohlenstoffspeicher und Naturjuwele, in denen erholungssuchende Menschen Kraft tanken können.
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Trotz der vielen Krisen in der Welt und gesellschaftspolitischer Spannungen ließen wir in unserem Engagement nicht nach. Der fortlaufende Verlust biologischer Vielfalt, die Rückschritte beim Klimaschutz und populistische Angriffe auf unsere Demokratie erfordern entschlossenes Handeln und gelebte Verantwortung.
Rückhalt geben uns die breite Unterstützung von mehr als 893.000 Mitgliedern und 87.390 Fördernden sowie von Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Sie vertrauten 2025 auf die hohe Kompetenz und langjährige Erfahrung des NABU. Darunter sind rund 75.000 Ehrenamtliche, die sich zwischen Ostsee und Alpen leidenschaftlich für eine intakte Natur einsetzen. Sie bilden das Rückgrat des NABU. Sei es bei der Landschaftspflege, der Betreuung von Schutzgebieten oder in der Jugendarbeit: Ihre Arbeit wirkt direkt vor Ort und kommt der Lebensqualität vieler Menschen zugute.
Von Renaturierungsprojekten über das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur bis hin zu einer naturverträglichen Energiewende: In zahlreichen Projekten hat sich der NABU 2025 gemeinsam mit vielen Naturschutzmacher*innen erfolgreich für den Erhalt von Lebensräumen und den Klimaschutz stark gemacht. Viele Menschen engagierten sich ehrenamtlich oder beteiligten sich an den beliebten Zählaktionen „Stunde der Winter- und Gartenvögel“ oder wählten ihren „Vogel des Jahres“.
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85 Prozent der Deutschen befürworten das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Eine Mehrheit verlangt mehr Einsatz bei der politischen Umsetzung. Dies zeigt eine repräsentative NABU-Umfrage. Der NABU setzte das Gesetz auch 2025 auf seine politische Agenda. Er forderte einen ambitionierten Wiederherstellungsplan mit konkreten Maßnahmen gegen den Naturverlust sowie eine ausreichende Finanzierung. – Foto: Leopold Kanzler
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Gemeinsam Moore schützen: Moore sind wahre Klimahelden und bieten einzigartige Lebensräume für seltene Arten. Der NABU hat starke Allianzen geschmiedet, um Moore im großen Stil in Deutschland und ganz Europa zu renaturieren. Mit seinen Unternehmenspartnern war er 2025 in sieben Ländern aktiv und renaturierte bereits 10.000 Hektar Fläche. – Foto: Olha Rohulya/stock.adobe.com
Projekte aus Natur- und Artenschutz – eine Auswahl
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Im Einsatz für Streifenhyänen
Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) beschlossen auf Initiative des NABU, den Schutz der Streifenhyäne hochzustufen. Damit wird ihr Handel strenger reguliert und die bedrohte Art besser geschützt.
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Vogelschutz verbessern
Sandregenpfeifer, Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalbe zählen zu den am stärksten bedrohten Vogelarten. Für ihren Schutz erreichte ein vom Michael-Otto-Institut im NABU geleitetes Artenhilfsprogramm wichtige Meilensteine.
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Agrarnaturschutz stärken
500 Landwirtschaftsbetriebe vereinigten sich im KOMBI-Projekt mit Akteur*innen aus dem Naturschutz, um in ihrer Region Agrarnaturschutz betriebsübergreifend besser zu planen und umzusetzen.
So schützt der NABU Lebensräume
Projekte und Kampagnen aus Umwelt- und Klimapolitik – eine Auswahl
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Kampagne zur Bundestagswahl
In seiner Kampagne verdeutlichte der NABU, wie eng die Wahlkampfthemen der Parteien – wie Wachstum, Arbeitsplätze und Wohnraum – mit dem Naturschutz verbunden sind und unterzog ihre Wahlprogramme einem Check.
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Beschleunigen – aber naturverträglich
Ob Bau-Turbo oder Ausbau der Windenergie: Der NABU setzte sich für eine Verfahrensbeschleunigung ein, die Umweltstandards und Klagerechte wahrt. Besonders am Infrastruktur-Zukunftsgesetz forderte er dringend Nachbesserungen.
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Naturverträgliche Energiewende
In einem Solarpark unweit des Braunkohletagebaus Nochten zeigt die NABU-Umfeldberatung gemeinsam mit der naturstrom AG, wie die Energiewende naturverträglich gelingen kann.
Moorrenaturierung und Klimaschutz
Mitmachaktionen und Umweltbildung – eine Auswahl
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Wahl zum „Vogel des Jahres“
Wer wird „Vogel des Jahres“? 184.000 Menschen stimmten ab und kürten das Rebhuhn zum Sieger. Dadurch löste es 2026 den Hausrotschwanz als Jahresvogel ab und steht ein Jahr lang im Rampenlicht.
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Junges Engagement stärken
NAJU und NABU intensivierten die Betreuung ihrer zehn Hochschulgruppen, um junges Engagement zu fördern. Sie optimierten die Strukturen, schufen mehr Raum für Selbstwirksamkeit und gewannen Studierende dazu.
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Neues NABU-Erlebniszentrum
Das NABU-Erlebniszentrum KRANICHWELTEN in Günz macht mit einer 500 Quadratmeter großen interaktiven Ausstellung sowie mit einem weitläufigen Außengelände Kraniche und ihre Lebensräume erlebbar.
Mehr Projekte aus 2025 finden Sie in unserem Jahresbericht, den Sie hier herunterladen können.
Der NABU begeistert Menschen dafür, gemeinsam die Vielfalt an Natur zu bewahren und die natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu sichern. Auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und politischer Herausforderungen gewinnt er für sein Anliegen neue Unterstützung. Zahlreiche Mitglieder und Fördernde, Partner*innen und Verbündete schätzen die hohe Kompetenz und vertrauen auf die langjährige Erfahrung des NABU.
Unseren ausführlichen Bericht über Finanzen und Struktur des NABU finden Sie in unserem Jahresbericht, den Sie hier herunterladen können.
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Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), zählen zum 31. Dezember 2025 893.000 Mitglieder und 87.390 Fördernde - Grafik: NABU/cskw
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Die Erträge des NABU betrugen 2025 102.969.488 Euro. – Grafik: NABU/cskw
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Die Aufwände des NABU für das Jahr 2025 betrugen 95.606.843 Euro. – Grafik: NABU/cskw
