Naturbasierter Klimaschutz

NABU-Klimafonds

Der NABU-Klimafonds fördert den Schutz und die Wiedervernässung von Mooren als natürliche Kohlenstoffspeicher.
Moor-Renaturierung im lettischen Malpils
Moor-Renaturierung im lettischen Malpils© Foto: NABU / Kaspars Teilans

Klimaschutz durch nasse Moore

Moorlandschaften zählen mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt zu den faszinierendsten Ökosystemen der Welt.
Nasse Moore binden ein Viertel des terrestrischen Kohlenstoffs, obwohl sie weltweit nur drei Prozent der globalen Landfläche ausmachen – und speichern somit doppelt so viel wie alle Wälder der Welt zusammen.

Trotzdem werden Moore auch heute noch entwässert, sei es zur landwirtschaftlichen Nutzung oder zur Torfgewinnung. Durch Trockenlegung werden die über Jahrtausende gebundenen enormen Mengen an Kohlenstoff innerhalb kurzer Zeit freigesetzt und in die Atmosphäre abgegeben. Die zerstörten Moore führen so zum Verlust von Lebensraum zahlreicher spezialisierter Arten sowie zur weiteren Erwärmung des Klimas durch die freigesetzten Emissionen.

Die Wiedervernässung dieser Flächen verwandelt das Moor wieder zu einem effektiven Kohlenstoffspeicher und verhindert somit die weitere Freisetzung von klimaschädlichen Gasen. Darüber hinaus leisten die Moore so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, in dem sie moorspezifischen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

Moorlandschaft in Polen© Foto: NABU / Tomasz Wilk

Der NABU-Klimafonds

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner REWE haben wir deshalb im Jahr 2022 den NABU-Klimafonds ins Leben gerufen. Der Fonds wird neben REWE aktuell von Unternehmen wie DEKRA, ENTEGA und Zurich finanziell unterstützt, die sich über ihren Beitrag für den Moorschutz und damit auch für den Klimaschutz engagieren wollen. Der NABU setzt mit den Mitteln die Wiedervernässung von Mooren und landwirtschaftlich genutzten Moorflächen um und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland und der EU.

Nicht nur naturnahe Moore spielen bei den CO2-Emissionsminderungen eine entscheidende Rolle. Auch landwirtschaftlich genutzte Moorflächen leisten nach Wiedervernässung ihren Beitrag als effektiver Kohlenstoffspeicher – Nasswiesen können mit einer angepassten Bewirtschaftung weiter landwirtschaftlich genutzt werden.

Das haben wir bislang mit dem NABU-Klimafonds erreicht...

*Vorläufige Schätzung der THG-Emissionsminderung in CO2eq aller Projekte im NABU-Klimafonds; Tonnage ermittelt auf Basis von Schätzverfahren© Foto: NABU-Bundesverband

Erfolgreiche Moorenaturierung im lettischen Malpils

The video player cannot render on the server side

Sie möchten sich auch für den Klimaschutz engagieren?

Der NABU-Klimafonds lebt vom Engagement vieler: Zum einen Landwirt*innen und Landeigentümer*innen, die Moorflächen besitzen und mit unserer Unterstützung – sowohl finanziell als auch fachlich – diese Flächen wiedervernässen wollen. Des Weiteren bieten wir torfabbauenden Unternehmen neue Perspektiven durch einen gemeinsamen Wiederaufbau von Moorflächen.
 

Naturbasierter Klimaschutz - machen Sie mit!

Der NABU-Klimafonds richtet sich auch an Unternehmer*innen – wie unseren NABU-Klimafonds-Gründungspartner REWE – die durch ihr finanzielles Engagement unsere Klimaschutzprojekte möglich machen. Diese Möglichkeiten haben Sie:

Diese Unternehmen unterstützen den NABU-Klimafonds bereits

entega Logo

Naturschutz mit positiver Klimawirkung

ENTEGA

Die ENTEGA Plus GmbH fördert seit 2025 NABU-Naturschutzprojekte in Deutschland und der EU mit positiver Wirkung auf Klima und Natur. Damit werden Projekte zum Schutz von Mooren und Auen in Deutschland und Europa finanziert.

Mehr anzeigen

DEKRA Logo

Wirtschaft und Naturschutz

DEKRA

Der NABU-Klimafonds wächst: Auch DEKRA fördert seit 2025 im Rahmen des DEKRA Climate Impact-Programms NABU-Naturschutzprojekte mit positiver Wirkung auf Klima und Natur. Im Fokus der Kooperation steht der Schutz von Mooren in Deutschland und der EU.

Mehr anzeigen

REWE Logo

Mehr Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel

REWE Group

Seit mehr als einem Jahrzehnt treiben der NABU und die REWE Group Nachhaltigkeitsthemen voran.

Mehr anzeigen

Zuich Logo

Moorschutz

Zurich Versicherung

Seit 2022 unterstützt die Zurich-Versicherung den NABU-Klimafonds.

Mehr erfahren

Hier renaturieren wir aktuell Moore

Wie wir die Klimawirkung wiedervernässter Moore ermitteln

Wiedervernässte Moore schützen das Klima, doch ihre Wirkung entfaltet sich schrittweise. Es dauert einige Zeit, bis sich stabile Wasserstände und moortypische Vegetation entwickeln und die Zersetzung des Torfs weitgehend gestoppt wird.

Da eine direkte Messung der Treibhausgasemissionen auf allen Projektflächen sehr aufwändig wäre, schätzt der NABU die voraussichtlichen Emissionsminderungen seiner Moorschutzprojekte mithilfe wissenschaftlich etablierter Verfahren, wie z.B. das Greenhouse Gas Emission Site Types (GEST)-Verfahren, unter anderem anhand von Wasserständen und Vegetation. Solche Schätzungen sind immer mit Unsicherheiten verbunden. Sie bilden die erwartbaren Treibhausgasflüsse nur näherungsweise ab und beruhen auf Annahmen über die zukünftige Entwicklung des wiedervernässten Moores. Die ermittelten Werte sind daher grundsätzlich als vorläufige Prognosen zu verstehen.

Unsicherheiten ergeben sich aus der verfahrensmethodisch bedingten Ungenauigkeit der ex-ante Schätzung, Unwägbarkeiten bei der Projektumsetzung, der Zeitplanung und dem Erfolg/Effekt der geplanten Maßnahmen, dem überjährigen Witterungsverlauf, allgemeinen Klimaentwicklung in der Projektregion und damit verbunden der Vegetationsentwicklung sowie externen Einflüssen auf das Projektgebiet durch angrenzende Landnutzungen.

Um diesen Unsicherheiten Rechnung zu tragen, gehen wir transparent und konservativ vor, nutzen die bestmögliche verfügbare Datengrundlage und ergänzen unsere Schätzungen an ausgewählten Standorten durch Messungen. Mit neuen Erkenntnissen aus den Projekten, weiteren Datenerhebungen nach ihrer Umsetzung und wissenschaftlichem Fortschritt überprüfen und präzisieren wir die ermittelten Emissionsminderungen fortlaufend.

Mehr zum Thema

Sie möchten Partner des NABU-Klimafonds werden? Kontaktieren Sie mich!

Manuel Dillinger
Projektmanagement
+49 30 284 984-1955
Manuel.Dillinger@NABU.de