Beratung und Unterstützung des NABU-Präsidiums

Das NABU-Kuratorium

Das Kuratorium besteht aus Persönlichkeiten, die aufgrund ihrer Tätigkeit, Erfahrung oder wissenschaftlicher Qualifikation die Ziele des NABU in besonderer Weise fördern können. Es berät das Präsidium in Fragen des Natur- und Umweltschutzes.
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Großer Baum auf einer Auwaldwiese, im Sonnenlicht.
© Foto: Helge May

Das Kuratorium berät das NABU-Präsidium in gesellschaftspolitisch herausgehobenen Fragen und unterstützt es in seinem Bemühen, mit anderen gesellschaftlichen Gruppen über umweltpolitische Ziele und Strategien einen Dialog zu führen. 

Die Kuratoriums-Mitglieder werden vom Präsidium für die Dauer von vier Jahren berufen.

Vorsitzender

Porträt Peter Mucke.
Peter Mucke
Vorsitzender des NABU-Kuratoriums

Peter Mucke (*1958) ist Biologe und entwicklungspolitischer Experte mit langjähriger Erfahrung in internationaler Zusammenarbeit und Krisenmanagement. Von 2009 bis 2022 war er Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft, einem Zusammenschluss von Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und weiteren Hilfsorganisationen. Das Bündnis wird bei Katastrophen und in Krisengebieten aktiv, um vor Ort akute und langfristige Hilfe zu leisten. Darüber hinaus hat das Bündnis unter seiner Federführung den jährlich erscheinenden WeltRisikoBericht konzipiert, mit Schwerpunkt auf der Gefährdung durch extreme Naturereignisse.

Zuvor leitete Peter Mucke zwölf Jahre lang als Geschäftsführer das Kinderhilfswerk terre des hommes Deutschland. Mit dem NABU entstand die Zusammenarbeit über das Forum Umwelt & Entwicklung, dessen erster Geschäftsführer er war. Peter Mucke ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Zum Vorsitzenden des Kuratoriums wurde er im November 2024 gewählt.

Mitglieder

Porträt Hermann Fischer.
Hermann Fischer
Mitglied im NABU-Kuratorium

Dr. Hermann Fischer ist Chemiker, Unternehmer, Naturschützer, Autor und Vortragender. Seit den frühen 1970er Jahren arbeitet er mit Leidenschaft und Sachkenntnis an der globalen Transformation zu einer post-fossilen Gesellschaft und hat zu diesem Zweck mehrere erfolgreiche Unternehmen gegründet (das erste 1974). Die Grundlagen einer nachhaltigen Chemie auf erneuerbarer Basis hat er in etlichen Büchern, Artikeln und Vorträgen in aller Welt zur Diskussion gestellt.

Dem NABU ist Hermann Fischer seit langem eng verbunden; er hat viele Jahre als ehrenamtliches Mitglied des NABU-Präsidiums mitgewirkt. Ein besonders Anliegen ist ihm die enge Verbindung kultureller, ökologischer, technologischer, gesundheitlicher, sozialer und ästhetischer Aspekte bei der Entwicklung einer lebendigen, vielfältigen, dezentral organisierten Umwelt und Gesellschaft.

Porträtaufnahme Pierre Ibisch.
Pierre Ibisch
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Dr. h.c. Pierre Ibisch (*1967) ist Professor für Sozialökologie der Waldökosysteme und Forschungsprofessor für „Ökosystembasierte nachhaltige Entwicklung“ am Fachbereich Wald und Umwelt der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. An der Hochschule ist er zudem Gründungsdirektor des Centre for Econics and Ecosystem Management und war einer der wissenschaftlichen beiden Gründungsdirektoren des Biosphere Reserves Institute.

Er verfügt über umfangreiche internationale Erfahrung mit Entwicklungs- und Forschungsprojekten sowie Kurzzeiteinsätzen in diversen Ländern Süd- und Mittelamerikas, Europas, Asiens und Afrikas. Fast eine Dekade lebte und arbeitete er in Bolivien. Die Nationale Forstuniversität der Ukraine in Lviv verlieh ihm die Ehrendoktorwürde. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten gehören nachhaltige Entwicklung, Naturschutz und der Umgang mit Waldökosystemen im Klimawandel.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Christoph Leuschner
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Christoph Leuschner ist seit 2009 Mitglied des Kuratoriums des NABU und seit 30 Jahren Mitglied des NABU Hamburg. Er forscht am Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Göttingen und lehrt als Professor für Pflanzenökologie und Ökosystemforschung. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Ökologie der Wälder, die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf die Ökosysteme und Naturschutzforschung. Christoph Leuschner ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Portät Johannes Merck.
Johannes Merck
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Johannes Merck (*1957) arbeitet seit 1989 für die Hamburger Otto Group, bis Anfang 2020 als Direktor für Corporate Responsibility. In dieser Zeit hat er für Michael Otto verschiedene Stiftungen und Initiativen gegründet und aufgebaut, so die Aid by Trade Foundation, die Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz sowie die Systain Consulting GmbH, eine auf Nachhaltigkeitsthemen spezialisierte Unternehmensberatung. Seit 1993 ist er auch Vorstand der Umweltstiftung Michael Otto, deren operative Führung er Anfang 2020 wieder übernommen hat.

In das NABU-Kuratorium wurde Johannes Merck mit seinem Ausscheiden aus dem NABU-Präsidium (seit 2001) im Jahr 2015 berufen. Sein besonderes Interesse gilt der Entwicklung von Kooperationsmodellen und Allianzen für die Durchsetzung von Nachhaltigkeitszielen.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Henning von Nordheim
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Henning von Nordheim, geboren 1954 in Detmold/Lippe ist als Meeresbiologe Inhaber der Honorarprofessur für Meeresnaturschutz an der Universität Rostock. Er leitete den Meeresnaturschutz am Bundesamt für Naturschutz und vertrat die Bundesrepublik Deutschland in diversen nationalen europäischen und globalen Gremien in Bezug auf den nationalen und globalen Meeresnaturschutz. Prof. Dr. Henning von Nordheim ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen. Er lebt mit seiner Familie auf Rügen und ist seit 25 Jahren NABU-Mitglied.

Porträt Konrad Ott.
Konrad Ott
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Konrad Ott (*1959) studierte Philosophie und Geschichte überwiegend in Frankfurt/Main. Er wurde 1989 dort promoviert. Nach akademischen Stationen in Tübingen und Zürich wurde Konrad Ott 1997 an die Universität Greifswald auf die erste deutsche Professur für Umweltethik berufen. Von 1997 bis 2012 lehrte Konrad Ott in Greifswald am interdisziplinären Studiengang „Landschaftsökologie und Naturschutz“, bis er 2012 an die Christian Albrechts Universität zu Kiel auf die Professur für Philosophie und Ethik der Umwelt wechselte. Dort ist er am Philosophischen Seminar und in mehreren Forschungsverbünden tätig, darunter in „Kiel Marine Science“ und dem Exzellenzcluster „ROOTS“.

Von 2000 bis 2008 war Ott Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU). Seit 2019 ist er Mitglied im Deutschen Komitee für Nachhaltigkeitsforschung (DKN) in Future Earth und der Grünen Akademie der Heinrich-Böll-Stiftung. Schwerpunkte in der Lehre sind Umweltethik, Theorien der Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Kritische Theorie und Diskursethik. Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre waren Climate Engineering, Einlagerung hochradioaktiver Reststoffe, Konflikte bei der Energiewende, Meeresschutz sowie kulturelle Naturwerte im Ostseeraum.

Konrad Ott ist verheiratet, Vater von vier erwachsenen Kindern und Großvater dreier Enkeltöchter. Er hat sich in den frühen 1980er Jahren beim Aufbau der Grünen in Hessen engagiert und ist seit dieser Zeit Parteimitglied bei Bündnis ‘90/Die Grünen. Seine Lieblingsbeschäftigung ist Weltenbummeln in Nah und Fern.

Porträt Christina Pinsdorf.
Christina Pinsdorf
Mitglied im NABU-Kuratorium

Dr. Christina Pinsdorf ist Philosophin und leitet die Forschungssäule „Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit“ am Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) der Universität Bonn. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die philosophischen und ethischen Dimensionen planetarer Mensch-Natur-Verhältnisse. Ihre Schwerpunkte liegen in der Naturphilosophie und der angewandten Ethik, insbesondere in der Tier-, Natur- und Umweltethik.

Darüber hinaus befasst sie sich mit den Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Mensch und Natur, etwa in den Bereichen Bioökonomie und künstliche Intelligenz. Besonders gerne widmet sie sich in philosophisch-ethischer Perspektive dem Thema Wildnis. Für ihre Monographie Lebensformen und Anerkennungsverhältnisse – Zur Ethik der belebten Natur wurde sie mit dem Kant-Preis der Universität Bonn ausgezeichnet. Eine weitere zentrale Rolle in ihrem Leben ist die als Mutter einer Tochter. Seit 2026 ist sie Mitglied des NABU-Kuratoriums.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Eick von Ruschkowski
Mitglied im NABU-Kuratorium

Dr. Eick von Ruschkowski ist als Umweltwissenschaftler, insbesondere auf den Fachgebieten des Schutzgebietsmanagements, der Naturschutzakzeptanz und der Conversation Social Science, seit 2017 Direktor der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in Schneverdingen. Er ist Gastdozent an der West Virginia University in den USA und seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv beim NABU. Dr. Eick von Ruschkowski ist verheiratet und hat drei Töchter.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Christian Schwarzer
Mitglied im NABU-Kuratorium

Christian Schwarzer hat Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft studiert und sich dabei auf multilaterale Umweltpolitik spezialisiert. Er ist Mitbegründer des Global Youth Biodiversity Network (GYBN) und hat das Wachstum des Netzwerks seit 2010 beaufsichtigt. Er hat bereits mehr als 40 Projekte geleitet, darunter 11 internationale Konferenzen, 20 Workshops sowie zahlreiche Veröffentlichungen, Forschungsprojekte und Kampagnen mit NGOs, Thinktanks, Jugend- und zivilgesellschaftlichen Gruppen zu den Themen Biodiversität, Klima und Transportwesen. Neben zahlreichen Artikeln hat er auch Aufsätze und Studien zur Klima- und Biodiversitätspolitik sowie zu CO2-freundlichen Verkehrsträgern und Hochgeschwindigkeitszügen verfasst, darunter „CBD in a Nutshell“ – GYBNs Leitfaden zum CBD-Prozess.

Er ist Ko-Vorsitzender der deutschen NRO-Arbeitsgruppe zur internationalen Biodiversitätspolitik und gründete die deutschen Jugendbeteiligungsplattformen für die UNFCCC und das CBD sowie Dialogplattformen auf Ministerebene für NRO und Jugendliche. Er wurde von Bundeskanzlerin Merkel in eine Ethikkommission berufen und trug zu einer Studie bei, die die Grundlage für den Beschluss des Deutschen Bundestages zum Ausstieg aus der Atomenergie im Jahr 2011 bildete. In Anerkennung seiner Arbeit zum Thema Biodiversität wurde er zum Jugendbotschafter für die UN-Dekade für biologische Vielfalt ernannt und war in dieser Funktion von 2010 bis 2020 tätig.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Kerstin Thummes
Mitglied im NABU-Kuratorium

Prof. Dr. Kerstin Thummes ist Professorin für Organisationskommunikation am Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Greifswald. Sie erforscht Kommunikationsprobleme im Zusammenspiel von Organisationen und Gesellschaft und entwickelt Ansätze zum Umgang mit diesen Problemen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit richtet sich auf die Frage, wie Organisationen in ihrer Kommunikation mit Widersprüchen und Konflikten zwischen Erwartungen, Interessen und Werten umgehen.

Kerstin Thummes hat verschiedene von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) und dem Bundesmisiterium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Forschungsprojekte geleitet, unter anderem zur moralischen Entscheidungsfindung in der strategischen Kommunikation und zur Einbeziehung von Bürger*innen in Entscheidungsprozesse durch Public Engagement. Ihre Forschungsarbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und in namhaften Journals, wie International Journal of Strategic Communication, Public Relations Review und Journal of Communication Management, publiziert. Sie ist seit 2026 Mitglied des Kuratoriums des NABU.

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Frank Woesthoff
Mitglied im NABU-Kuratorium

Dr. Frank Woesthoff, geboren 1959 in Göttingen, Leiter Unternehmenskommunikation, Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit der Volkswagen Financial Services AG. Als ausgebildeter Medien- und Literaturwissenschaftler und nach beruflichen Stationen in Kultur, Medien, Wissenschaft und Verwaltung war er seit 2003 Leiter diverser Bereiche im Volkswagen-Konzern. Er ist dem NABU und dem Naturschutz seit 2008, insbesondere durch den Aufbau der Kooperation für Klimaschutz sehr verbunden. Dr. Frank Woesthoff ist verheiratet und hat eine Tochter.

Letzte Aktualisierung: 03/2026

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