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Schneeleo-Tagebuch aus dem Neunkircher Zoo

Mit unserem Tagebuch noch einmal die schönsten Momente der Schneeleoparden Luisa und Olaf nachlesen. Denn von Mai bis August haben sie uns auch ohne Nachwuchs auf Trapp gehalten: Mal verspielt, dann tiefenentspannt und plötzlich extrem neugrierig.
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Von Mai bis August 2023 konnten wir hier Geschichten aus dem Neunkircher Zoo rund um die Schneeleopardin Luisa und den Schneeleoparden Olaf lesen. Marieke Gross und Katharina Kronauer aus dem Neunkircher Zoo berichteten wöchentlich über die neuesten Entwicklungen und haben diese für uns eingeordnet. Noch mal nachlesen? Viel Spaß beim Schmökern!

Die beiden Schneeleoparden Luisa und Olaf als Botschafter für ihre wilden Artgenossen.

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24. August - Time to say goodbye

Seit Mai verfolgen wir das faszinierende Leben der Schneeleoparden im Neunkircher Zoo. Mit unseren Live-Webcams bekamen wir tolle Einblicke in den Alltag von Luisa und Olaf und erlebten die Tiere hautnah. Das Wiedersehen mit Luisa und das Kennenlernen von Olaf waren etwas ganz Besonderes für uns. Schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Charaktere zweier Individuen der gleichen Art sein können.

Da sich die beiden Schneeleoparden schon kurz nach ihrer Zusammenführung im Februar sehr gut miteinander verstanden und sich paarten, hofften wir auf eine Schwangerschaft. Eine richtige Achterbahnfahrt der Gefühle, denn Luisa hatte an Gewicht zugelegt, doch der Schwangerschaftstest fiel leider negativ aus.

Wir freuen uns darüber, dass so viele Schneeleofreund*innen gemeinsam mit uns Luisa und Olaf in den letzten Wochen begleitet haben. Es war eine spannende Zeit. Nun überlassen wir die Schneeleoparden-Schlucht wieder ihren Bewohnern und drücken die Daumen, dass die die beiden im nächsten Jahr Nachwuchs bekommen.

17. August – Dinner für Zwei

In Neunkirchen ist das Wetter derzeit sehr schwül. Klar, dass sich Luisa und Olaf bei dem Wetter recht gemütlich durch die Schneeleo-Schlucht bewegen. Jagen müssen sie jedoch nicht. Im Gegensatz zu ihren wildlebenden Artgenossen ist für ihre abwechslungsreiche Ernährung stets gesorgt.

Wie viel wohl auf ihren „Tellern“ landet? Das wird bei regelmäßigen Untersuchungen und Gewichtskontrollen ermittelt. In freier Wildbahn fressen Schneeleoparden kleine bis mittelgroße Huftiere, zum Beispiel Wildziegen und Wildschafe. Auch Säugetiere wie Hasen, Murmeltiere und Vögel stehen auf ihrer Speisekarte. Ihr Nahrungsangebot ist von Region zu Region sehr verschieden. Wenn sie nicht genügend Beutetiere finden, sind Schneeleoparden gezwungen, ihr Territorium zu erweitern. Nur etwa alle 10 bis 15 Tage erlegen Schneeleoparden ein großes Beutetier, von dem sie sich rund eine Woche lang ernähren können. Auch Luisa und Olaf halten zwei Fastentage pro Woche ein. Damit keiner der beiden Schneeleoparden zu kurz kommt, erhalten sie ihre Mahlzeiten getrennt voneinander.

Bewegung zwischendurch ist immer gut! Gelegentlich verstecken die Mitarbeitenden des Zoos daher Fleischstücke im Außengehege, damit Luisa und Olaf aktiv nach Nahrung suchen. Das regt auch ihren Geruchssinn an. Die beiden Großkatzen werden mit Rind, Schaf und Kaninchen gefüttert, manchmal gibt es auch Fisch.

Noch eine Woche können wir Luisa und Olaf beim Schlemmen, Schlafen oder ihren Streifzügen durch ihr Zuhause beobachten. Bis einschließlich 24. August läuft unsere Webcam-Aktion. Danach heißt es leider, Abschied zu nehmen.

10. August - Olaf und Luisa, zwei Charaktere wie Tag und Nacht

Für den August sind die Temperaturen aktuell recht kühl. Aber was heißt das für unsere beiden Webcam-Schneeleoparden Olaf und Luisa? Trotz der bisher ausbleibenden Augusthitze benehmen sich beide so wie es für dieses Jahreszeit bei Schneeleoparden typisch ist: Beide bewegen sich eher gemächlich durch die Schneeleo-Schlucht. Und wer könnte es ihnen verdenken, wenn sie dieser Tage am liebsten auf der faulen Haut liegen und ein wenig träger wirken als sonst?

Nicht nur aus diesem Grund sehen wir Luisa und Olaf gerade selten zusammen. Denn momentan verhält sich Schneeleopardin Luisa gegenüber ihrem Mitbewohner etwas ungehalten. Auch zeigt sie deutlich mehr Temperament als Olaf und faucht ihn gelegentlich scheinbar aus einer Laune heraus an.

Olaf, der eindeutig schüchterner und ruhiger auftritt, geht ihr in solchen Momenten am liebsten aus dem Weg und meidet Auseinandersetzungen. Denn Luisa kann durchaus dominant sein, wenn etwas nicht nach ihrem Geschmack läuft. Zum Glück respektiert sie es, wenn Olaf sich dann einfach zurückzieht.

 

Tatsächlich ist Olaf eher eine Art „Gewohnheitsschneeleopard“: Es ist ihm am liebsten, wenn alles in gewohnten Bahnen verläuft und nur Menschen um sich herum sind, die er gut kennt. Es kann schon mal zu lautstarken Beschwerden kommen, wenn er von weitem ihm unbekannte Zoomitarbeiter*innen sieht. Luisa ist in solchen Situationen deutlich entspannter und nimmt sie mit einer gewissen Coolness zur Kenntnis.

Schon erstaunlich, wie unterschiedlich zwei Individuen der gleichen Art sein können.

3. August 2023 - Gut „gebrüllt“, …Schneeleopard?!

Seit über zwei Monaten können wir das Leben der beiden Schneeleoparden Luisa und Olaf nun schon aus nächster Webcam-Nähe beobachten. Nach all den schönen Momenten, die wir bisher live und in Farbe miterleben durften, wechseln wir für einen kurzen Moment das Medium. Heute gibt’s zur Abwechslung mal etwas auf die Ohren.

Tonaufnahme von Olaf - von den Tierpfleger*innen vor Ort aufgezeichnet:

Audio-Pfad aus Imperia:

Audio-Datei (ogg, mp3): /imperia/md/nabu/images/projekte-aktionen/schneeleojahr/230803-schneeleopard-olaf-tonspur-nabu-neunkircher-zoo.​mp3



Was fällt Ihnen auf, wenn Sie diese Tonspur anhören? Genau, das große und lautstarke Gebrüll bleibt aus. Denn Schneeleoparden sind die einzigen Großkatzen, die nicht brüllen können. Der Grund dafür ist, dass ihr Kehlkopf anders geformt ist als der von Löwen, Jaguaren, Tigern und Leoparden. Stattdessen gleicht der Laut von Schneeleoparden eher einem Schnurren oder auch einem Knurren wie wir es von Hauskatzen kennen.



In freier Wildbahn spielen die Rufe der Schneeleoparden eine überlebenswichtige Rolle: Denn so können sich Artgenossen während der Paarungszeit über riesige Reviere hinweg finden. Ihre Rufe klingen schrill und mitunter krächzend. Manch einer glaubt sogar in den einsamen Bergen das Heulen eines Yetis vernommen zu haben, dabei war in der Ferne in Wirklichkeit ein Schneeleopard zu hören.

Auch bei Luisa waren diese typischen Paarungsrufe im Herbst und Frühling bereits zu hören. Neuankömmling Olaf blieb bisher deutlich zurückhaltender, wahrscheinlich weil er sich in seinem ersten Neunkircher Frühling noch an sein neues Zuhause gewöhnen musste.

Wird Olaf in den nächsten Wochen weiter auftauen? Das können Sie in den nächsten Wochen noch in unserer Schneeleoparden-Webcam live miterleben.

27. Juli 2023 - Kein Nachwuchs in der Schneeleoparden-Schlucht

Auch wenn der Schwangerschaftstest negativ ausgefallen ist, blieb in den vergangenen Tagen die geringe Chance, dass Luisa doch schwanger ist. Dementsprechend gespannt schauten wir immer wieder auf die Kamera im Innengehege und auch das Zooteam wartete in den letzten Tagen darauf, ob die Schneeleopardin doch noch alle überraschen würde. Doch leider blieb der Nachwuchs aus.

Natürlich wäre es eine große Freude gewesen, wenn Olaf und Luisa direkt in ihrem ersten Jahr gemeinsam Eltern geworden wären. Doch bereits die Tatsache, dass die Zusammenführung der zwei Schneeleoparden im Februar so reibungslos verlief und die beiden friedlich zusammenleben, ist keine Selbstverständlichkeit und ein großer Erfolg.

Auch ohne Nachwuchs ist es spannend, direkte Einblicke in das Reich der beiden seltenen Großkatzen zu erhalten. Daher wollen wir die Kameras noch bis zum 24. August weiterlaufen lassen, um den Alltag von Luisa und Olaf noch eine Weile zu verfolgen.

20. Juli 2023 - Schwangerschaftstest negativ, aber…

Die Frage, ob unsere Schneeleopardin Luisa nun schwanger ist oder nicht, sollte nach dem erfolgten Test eigentlich einfach zu beantworten sein. Ist sie aber nicht.

Die Kotuntersuchung fiel negativ aus. Allerdings besteht dennoch eine kleine Chance, dass die Schneeleopardin trächtig ist. Bei dem durchgeführten Test handelt es sich um einen Frühtest. Das bedeutet, dass es tatsächlich ein Zeitfenster in der Schwangerschaft gibt, bei dem der Test nicht anschlagen würde.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es ausgerechnet dieses Zeitfenster erwischt hat, ist nicht groß, aber durchaus möglich. Und genau das macht die Sache nun spannend. Sollte Luisa schwanger sein, müsste der Nachwuchs in den nächsten Tagen das Licht der Welt erblicken. Bleibt es dabei, dass Luisa keinen Nachwuchs bekommt, werden wir uns in den kommenden Wochen von unserem Schneeleoparden-Pärchen aus Neunkirchen verabschieden. Der Countdown läuft, vielleicht wird uns Luisa ja doch noch überraschen…

13. Juli 2023 - Nachwuchs in der Schneeleoparden-Schlucht?

Bisher hat Luisa erst einmal Nachwuchs bekommen. Mit ihren damaligen Partner Sagar bekam sie 2016 Zwillinge. Ob es in diesem Jahr mit Neuankömmling Olaf wieder klappt, ist noch unklar. Wirklich auffällig verhält sich Luisa bislang nicht, doch beim genauen Hinsehen kann man erkennen, dass sie ein wenig Gewicht zugelegt hat. Die Gewichtszunahme muss natürlich nicht zwingend etwas bedeuten, doch ist sie schon untypisch für die heiße Jahreszeit.

Um sicher zu sein, hilft ein Schwangerschaftstest. Dieser läuft bei Schneeleoparden anders ab als bei uns Menschen. Bis man das Ergebnis bekommt, muss man Geduld haben, da der Test das Ergebnis nicht direkt anzeigt.

Für Luisas Schwangerschaftstest wurde von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern Kot gesammelt. Zootierarzt Mark Eichelmann erklärt, dass dies nötig ist, da man sich über ein Hormon im Kot (PGFM) Sicherheit verschafft. Die Kotproben wurden über mehrere Tage gesammelt, da dies die Sicherheit des Verfahrens erhöht. Die Proben werden an ein Forschungslabor geschickt und dort untersucht. Bis das Ergebnis eintrifft, heißt es also abwarten.

Luisas ganzer Stolz: die Zwillinge Askar und Anusha (geboren 2016)

6. Juli 2023 - Blick ins Vorgehege: Wofür wird das eigentlich benötigt?

Letzte Woche haben wir eine der Kameras ummontiert, so dass wir nun einen Blick in das sogenannte Vorgehege der Neunkircher Schneeleopardenschlucht haben. Olaf, der zuvor nur selten von den Webcams erfasst wurde, hat diesen Ort als einen seiner Lieblingsplätze ausgewählt. Doch wozu ist das Vorgehege eigentlich da?

Wenn der Zoo schließt oder wenn Wartungsarbeiten im Außengehege durchgeführt werden, müssen die beiden Schneeleoparden aus Sicherheitsgründen die Außenanlage verlassen. Im Vorgehege haben sie dennoch die Möglichkeit, draußen zu sein. Es bietet ihnen, neben dem Innengehege, einen geschützten Rückzugsort und ist, dank seiner Bauweise, an warmen Tagen eine Quelle der Abkühlung. Außerdem finden die Tiere hier weitere Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb des Außengeheges, wie beispielsweise einen Schnüffelteppich.

Doch auch für medizinische Trainings hat sich das Vorgehege bewährt. Es ermöglicht einen geschützten Kontakt zwischen den Tierpfleger*innen, dem Zootierarzt und den Schneeleoparden, aber auch zwischen Luisa und Olaf untereinander. Nach Olafs Ankunft in Neunkirchen Anfang dieses Jahres konnte sich das Pärchen hier in aller Ruhe und Sicherheit beschnuppern, bevor sie im Außengehege zusammengeführt wurden.

Interessanterweise nutzen Olaf und Luisa ihre Vorgehege auch gerne als Toilette. Jeder von ihnen hat dafür eine bestimmte Ecke, sodass der Rest des Geheges relativ sauber bleibt.

29. Juni 2023 - Happy Birthday, Luisa!

Am vergangenen Freitag wurde unsere Schneeleopardin Luisa elf Jahre alt. Damit ist sie zwar kein junges Tier mehr, wirklich betagt ist sie aber auch noch nicht. Während die Lebenserwartung für Schneeleoparden in freier Wildbahn zwischen zwölf und 13 Jahren liegt, kann ein Schneeleopard im Zoo bis zu 23 Jahre alt werden. Damit hat Luisa gerade einmal ihre Lebensmitte erreicht.

Luisa wurde 2012 in Helsinki geboren und kam im Alter von 15 Monaten in den Neunkircher Zoo. Die Schneeleopardin ist eine Enkeltochter von Dshamilija, jenem Tier, das im Jahr 2000 in Kirgisistan von der Anti-Wilderei-Einheit „Gruppa Bars“ des NABU gerettet wurde. Damit trägt Luisa die Gene eines Schneeleoparden aus freier Wildbahn in sich und ist für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm von ganz besonderer Bedeutung.

Dshamilija war die erste Schneeleopardin, die von der „Gruppa Bars“ in Obhut genommen wurde. Sie wurde von einem Scheinkäufer in einem winzigen Käfig entdeckt. Da sie erst einige Monate alt und krank war, war eine Auswilderung leider nicht möglich und der NABU hatte zu dieser Zeit vor Ort noch keine Möglichkeit die Schneeleopardin zu versorgen. Als Ausnahmefall stellte die deutsche Bundesregierung der jungen Raubkatze sofort die notwendigen Papiere für eine Einreise nach Deutschland aus. Nachdem sie im Wildpark Lüneburger Heide liebevoll umsorgt und aufgepäppelt wurde, zog sie ein Jahr später in den Zoo Zürich und wurde dann in das Europäische Erhaltungszuchtprogramm aufgenommen. Dshamilija bekam mehrmals Nachwuchs. Um künftig Schneeleoparden und anderen geretteten Wildtieren einen sicheren Zufluchtsort zu bieten, wurde 2002 das erste NABU-Rehazentrum in Kirgisistan eröffnet.

Luisa wurde bisher einmal Mutter. Im Mai 2016 brachte sie die Zwillinge Askar und Anusha zu Welt. Die Geburt konnte damals dank unserer Webcams live verfolgt werden. Heute ist Luisa ebenfalls schon Großmutter. Dennoch sind unsere Hoffnungen groß, dass auch sie und Olaf gemeinsam Eltern werden.

22. Juni 2023 - Kühle Stimmung im Schneeleo-Gehege

Olaf und Luisa leben erst seit Anfang dieses Jahres gemeinsam in der Schneeleopardenschlucht. Die Zusammenführung der beiden wurde genau getimt und auf Luisas Rolligkeit abgestimmt. Dementsprechend war ihr Interesse an dem neuen Kater hoch und Olaf freute sich sehr über seine neue Partnerin. Doch wie läuft es aktuell in der Schneeleopardenschlucht?

Seit die Temperaturen steigen, fällt den Tierpflegerinnen und Tierpflegern des Zoos auf, dass Olaf wenig bis gar kein Interesse an Luisa zeigt. Am liebsten liegt er gerade einfach auf der faulen Haut und genießt den kühlen Boden des Vorgeheges. Dieser Bereich wurde bislang nicht von den Kameras erfasst. In der Hoffnung Olaf öfter zu Gesicht zu bekommen, haben wir heute eine der Kameras an seinen neuen Lieblingsplatz verlegt. Luisa hingegen versucht vor allem morgens, Kontakt zu ihrem Mitbewohner aufzunehmen. Fast täglich sucht sie seine Nähe und versucht, mit ihm zu schmusen. Die Annäherungsversuche lassen Olaf jedoch kalt. Oft schaut er in solchen Momenten zur Seite und wartet geduldig, bis er wieder seine Ruhe hat. Dieses Desinteresse ist sicherlich der Hitze geschuldet; sobald wieder kühlere Tage einkehren, wird Olaf Luisas Zuneigung bestimmt wieder zu schätzen wissen.

15. Juni 2023 - Sommer, Sonne, Schneeleopard

Allmählich hält der Sommer Einzug im Neunkircher Zoo und damit steigen die Temperaturen. Wie man sich allein schon durch den Namen denken kann, sind Schneeleoparden perfekt an sehr kalte und raue Witterung angepasst. Das müssen sie auch, da die Großkatzen in Hochgebirgsregionen heimisch sind, wo Minusgrade keine Seltenheit sind.

Doch wie kommen Luisa und Olaf im Neunkircher Zoo mit sommerlichen Temperaturen zurecht?

Luisa weiß sonnige Plätze bis zu gewissen Temperaturen zu schätzen und lässt sich dort gern nieder. Wird es ihr oder auch Olaf in der Sonne zu warm, finden sie im Außengehege dank Bäumen, Sträuchern, kleinen Höhlen und Felsen ausreichend schattige Plätze. Außerdem steht ihnen ein kleiner Teich zur Verfügung. In diesem Jahr konnten wir unsere Schneeleoparden dort allerdings noch nicht entdecken. In der Vergangenheit nutzte Luisa das Becken an heißen Tagen, um ihre Schnauze oder auch die Pfoten abzukühlen.

Aktuell bevorzugen die beiden das kühle Vorgehege, das von den Webcams leider nicht erfasst wird. Wenn die Temperaturen weiter steigen, ziehen sich die Schneeleoparden auch gerne in das Innengehege zurück. Das Gebäude wurde in den Hang hinein gebaut, wodurch es dort auch bei großer Hitze angenehm kühl bleibt.

8. Juni 2023 - Zwei Schneeleoparden lernen sich kennen

Olaf ist der „der Neue“ in der Schneeleopardenschlucht. Nachdem Schneeleoparden-Kater Sagar im vergangenen Jahr gestorben war, wurde das erste Aufeinandertreffen zwischen Luisa und dem Neuankömmling aus Schweden mit Spannung erwartet.

Doch Schneeleoparden erstmalig zusammenzuführen, ist keine einfache Angelegenheit. Daher befand sich Luisa bei Olafs Ankunft in Neunkirchen zunächst von Olaf abgetrennt in ihrer Hälfte des Innengeheges. Die Schneeleopardin konnte den Einzug ihres neuen Weggefährten also ganz genau beobachten. Da Olaf für die erste Nacht allerdings seine Transportbox bevorzugte, bekam Luisa ihn nur kurz zu sehen.

Doch bereits am nächsten Tag war Olaf im Innengehege und dem Vorgehege unterwegs, womit Luisa ihren neuen Mitbewohner genau unter die Lupe nehmen konnte. Durch ein sogenanntes „Schmusegitter“ konnten die beiden erstmals miteinander Kontakt aufnehmen. Das Team des Neunkircher Zoos beobachtete diese ersten, geschützten Kontaktaufnahmen genau und war erleichtert, dass alles ruhig und entspannt ablief. Ein sehr gutes Zeichen!

Nach etwas über zwei Wochen durfte Olaf zum ersten Mal die Außenanlage betreten, damals noch allein. Ihm sollte genug Zeit gegeben werden, um sein neues Zuhause richtig kennenzulernen und um sich an die Abläufe zu gewöhnen. Für die erste richtige Zusammenzuführung ohne trennende Gitter wurde, wie ursprünglich geplant, Luisas Rolligkeit genutzt. Am 27. Februar war es dann so weit: Olaf und Lisa trafen zum ersten Mal in der Außenanlage aufeinander. Da sich die beiden Schneeleoparden sehr gut miteinander verstehen und alles harmonisch abläuft, treffen die beiden seitdem täglich in der Außenanlage aufeinander.

1. Juni 2023 - Frischer Wind in der Schneeleo-Schlucht

Während in den vergangenen Jahren die Hauptdarsteller unserer Schneeleo-Webcam „Luisa“ und „Sagar“ hießen, durchstreift nun ein neues Tier die Neunkircher Schneeleo-Schlucht. Luisas neuer Weggefährte heißt „Olaf“, ist acht Jahre alt und stammt aus dem Tierpark Kolmården in Schweden.

Schweren Herzens musste sich der Neunkircher Zoo von Sagar verabschieden. Der Kater starb im September 2022 an einem Krebsleiden. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) empfahl dem Zoo daraufhin den Schneeleoparden Olaf. Da Schneeleoparden in freier Wildbahn stark gefährdet sind, wäre eine Zucht der Tiere ein besonderer Erfolg. Für Schneeleopardin Luisa und auch den Neunkircher Zoo wäre es der zweite Wurf. Im Mai 2016 brachte Luisa zwei Jungtiere auf die Welt.

Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch holte Olaf persönlich in Schweden ab und trat am 5. Januar gemeinsam mit Zootierpfleger Ivan Fritschle die 1.400 Kilometer lange Reise an. In Kolmården nutzten die Neunkircher die Möglichkeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch über die Haltung von Schneeleoparden. Und natürlich wollten sie auch mehr über Olaf erfahren.

Bereits am nächsten Tag hieß es dann, Abschied nehmen. Vor dem Transport wurde Olaf für einen medizinischen Check leicht narkotisiert und in seine Transportkiste gelegt. Sobald er wieder erwacht war, wurde die Transportbox ins Auto geladen. Nun war Eile geboten, denn eine solche Fahrt ist für Tiere häufig mit großer Anspannung verbunden. Olaf jedoch, dessen Befinden immer wieder überprüft wurde, verhielt sich während der gesamten Reise sehr ruhig.

Am 12. Januar erreichte Olaf am späten Nachmittag den Neunkircher Zoo, wo er bereits von seinen neuen Tierpfleger*innen erwartet wurde. Während er sein neues Zuhause zunächst zögerlich erkundete und die erste Nacht vorsichtshalber noch in der vertrauten Transportbox verbrachte, taute Olaf schnell auf und eroberte nach und nach die Schneeleo-Schlucht. Schneeleopardin Luisa, die seit Sagars Tod in den Abendstunden nach ihrem ehemaligen Gefährten gerufen hatte, zeigte reges Interesse an ihrem neuen Mitbewohner und freundete sich schnell mit ihm an. In den kommenden Wochen werden wir die beiden hoffentlich gemeinsam durch das Gehege streifen sehen.

25. Mai 2023 – Wir sind wieder da!

Auch dieses Jahr verfolgen wir das faszinierende Leben der Schneeleoparden aus dem Neunkircher Zoo. Mit unserer Live-Webcam schauen wir den Schneeleoparden Luisa und Olaf direkt ins „Wohnzimmer“ und erleben die seltenen Tiere hautnah. Begleitet wird die Aktion mit unseren wöchentlichen Tagebucheinträgen, die Geschichten aus dem Großkatzen-Alltag berichten.

Zuletzt hatten wir im Jahr 2020 das Vergnügen, das Schneeleo-Pärchen Luisa und den mittlerweile verstorbenen Sagar über die Webcam zu begleiten. 2016 haben uns die beiden mit der Geburt und liebevollen Aufzucht ihrer Zwillinge, Anusha und Askar, entzückt.

Die schönsten Momente festgehalten mit der Kamera

Ein Rückblick auf das Jahr 2020 - Goodbye, Luisa! Goodbye, Sagar!

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Ein Rückblick auf das Jahr 2016 - die Schneeleopardenfamilie bekommt Zwillinge

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Unsere Foto-Highlights beider Webcam-Aktionen