07. Mai 2017 – Bald heißt es Abschied nehmen
Anusha und Askar verlassen den Neunkircher Zoo – und feiern zuvor ihren ersten Geburtstag in der Schneeleopardenschlucht
Seit dem letzten Tagebuch-Eintrag aus dem Neunkircher Zoo sind fast acht Monate vergangen. Nun steht der erste Geburtstag der Schneeleoparden-Zwillinge Anusha und Askar an – und es steht fest, dass die beiden den Neunkircher Zoo und noch diesem Jahr verlassen werden.
Schneeleoparden in Zoos sind etwas Besonderes und die Geburt der Jungtiere im vergangenen Jahr war eine aufregende Premiere für den Neunkircher Zoo. Unvergesslich machten das Ereignis aber auch die Webcams des NABU, die in der Wurfhöhle und der Schneeleoparden-Schlucht platziert waren. So konnten viele Tausend Besucher verfolgen, wie Anusha und Askar am 7. Mai mit einem Gewicht von nur 400 Gramm das Licht der Welt erblickten. Mittlerweile haben sich die Zwillinge unter der Obhut ihrer Eltern Luisa und Sagar zu großen, selbständigen Jungtieren entwickelt. Sie bringen 20 Kilogramm auf die Waage und fressen täglich fast 1,5 Kilogramm Fleisch – fast so viel wie ihre Eltern.
Nach einer spannenden Familienzusammenfühung, Luisa zog die Welpen anfangs alleine groß, verläuft das Leben der vier Schneeleoparden harmonisch. Die Familienmitglieder liegen häufig zusammen und beschäftigt sich miteinander. Askar ist immer noch der mutigere Zwilling. Seine besondere Vorliebe für Wasser hat er augenscheinlich von seinem Vater Sagar geerbt, denn er planscht ebenso gerne am Wasserfall und im kleinen Teich. Anusha ist zurückhaltend wie ihre Mutter, die durch ihre Mutterrolle jedoch charakterlich immens gereift ist.
Immer häufiger erkunden die beiden Jungtiere die Felsenschlucht auf eigenen Pfoten und es wird deutlich: Die Geschwister werden bald ganz unabhängig von ihren Eltern sein und sind bereit, ihr Zuhause zu verlassen. Die Koordinatoren des Europäischen und Internationalen Zuchtprogrammes haben nun entschieden, wohin die Zwillinge umziehen werden: Askar wird im Sommer 2017 als erster der Zwillinge seinen Geburtsort verlassen und in den Zoo Leipzig umsiedeln. Die Anlage ist neu und modern und er wird dort auf eine junge, fast gleichaltrige Schneeleopardin als zukünftige Partnerin treffen. Anusha bleibt voraussichtlich noch bis Ende diesen Jahres in der Schneeleopardenschlucht. Dann geht es auf eine weite Reise in den polnischen Zoo in Poznan. Anusha und Askar gehören zu den wenigen im letzten Jahr in europäischen Zoos geborenen und aufgewachsenen Schneeleoparden und sind aufgrund ihrer genetischen Abstammung sehr wertvoll für den Erhalt ihrer Art. Einige Monate lang können die einjährigen Zwillinge ihre Kindheit noch genießen, bevor der tierische Ernst des Lebens beginnt und sie auf eigenen Beinen stehen müssen.
Ob es auch im kommenden Jahr wieder Nachwuchs bei unseren „Berggeistern“ Luisa und Sagar in der Schneeleopardenschlucht gibt, wird die Zeit zeigen.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
23. September 2016 – Die Neunkircher Schneeleos sagen: „Auf Wiedersehen!“
Es ist soweit: Heute gehen 165 Tage „Schneeleos live erleben“ aus dem Neunkircher Zoo zu Ende. Wir nehmen Abschied von Sagar, Luisa und den Zwillingen Anusha und Askar, deren erste Lebensmonate wir live mitverfolgen konnten. Anfang Mai 2016 durften wir an den Bildschirmen Zeuge einer Schneeleoparden-Zwillingsgeburt werden. Was passierte danach? Bis auf eine kleine Augenentzündung beim Weibchen, die schnell behandelt werden konnte, waren beide Schneeleoparden nach der Geburt kerngesund und entwickelten sich in den darauffolgenden Wochen prächtig. Zur Namensgebung bekamen die Kleinen sogar noch politisch-prominente Unterstützung: Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks übernahm die Patenschaft und wählte aus den Einsendungen der Fans die schönen und passenden Namen Anusha („schöner Morgen“) und Askar („Schneeberg“) aus.
Es war eine besonders schöne und auch aufregende Zeit mit vielen spannenden Momenten. Ist Luisa überhaupt schwanger? Geht bei der Geburt alles gut? Wie wird die junge Mutter auf ihren Nachwuchs reagieren? Und wie der Vater, der so viele Monate getrennt von seiner Familie verbracht hat? Doch am Ende ist alles gut gegangen. Die Familie ist gesund vereint und Sagar hat in den letzten Tagen regelmäßig die Schneeleopardenschlucht mit Luisa und den Zwillingen geteilt. Zwar konnte bisher immer noch kein näherer Kontakt zwischen ihm und den Jungtieren beobachtet werden, doch wir sind uns sicher, dass dieser Schritt einfach noch etwas Zeit braucht. Denn der Kater hat großen Respekt vor der vorsichtigen Mutter und hält lieber noch etwas Abstand.
Damit verabschieden wir uns von Ihnen und danken ganz herzlich fürs Zuschauen, Mitmachen und Mitfiebern!
Unser tierischer Dank geht auch an den NABU für die tollen Einblicke in unsere Schneeleopardenschlucht und die sehr gute Zusammenarbeit, was die Botschafter im Neunkircher Zoo für die Geister der Berge im Freiland betrifft.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Und wie geht es bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge weiter? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, informiert
Der Nachwuchs der wildlebenden Schneeleoparden im mittelasiatischen Hochgebirge ist jetzt etwa vier bis fünf Monate alt und hat längst die schützende Geburtshöhle verlassen. Die Jungen bleiben jedoch weiterhin stets in der Nähe der Mutter und folgen ihr auf ihre Streifzüge. Von ihr lernen sie jetzt überlebenswichtige Verhaltensweisen. Obwohl sie mittlerweile Raubtiere mit einem spitzen Milchzahngebiss sind und Fleisch fressen, werden die jüngeren Schneeleoparden immer noch gesäugt – meist bis sie ungefähr fünf bis sechs Monate alt sind.
Ganz selbstständig werden junge Schneeleoparden erst im Alter von etwa zwei Jahren. Darum bekommen Schneeleoparden auch nur alle zwei Jahre Nachwuchs. Zwischen dem 18. und 22. Lebensmonat verlassen die jungen Schneeleoparden ihre Mutter und gehen ihre eigenen Wege. Manchmal bleiben die Geschwister noch für eine Weile zusammen, bis sie sich eigene Reviere gesucht haben. Dafür unternehmen sie oft erstaunliche Anstrengungen: Während Schneeleoparden es normalerweise vermeiden, offenes Terrain zu überqueren, gibt es Studien, die zeigen, dass einige Tiere bis zu 65 Kilometer offene Steppe und Wüste durchquerten, um entfernte und isolierte Bergmassive zu erreichen.
Im Alter von zwei bis drei Jahren werden die einzelgängerisch lebenden Schneeleoparden geschlechtsreif und suchen in ihren Revieren und an deren Grenzen nach einem Partner für die Fortpflanzung. Hat sich ein Paar gefunden, bleiben Männchen und Weibchen für ein paar Tage zusammen. Danach trennen sie sich jedoch wieder. Die Jungtiere kommen meist im Frühling, wiederum im Schutz einer Felshöhle, zur Welt.
16. September 2016 - Schneeleo-Familie in der Schlucht vereint – Luisa passt auf
Am vergangenen Montag war die Anspannung im Neunkircher Zoo groß: Schneeleo-Vater Sagar sollte zum ersten Mal auf seine Zwillinge Anusha und Askar treffen. Bisher hatte er lediglich durch das Schmusegitter Kontakt zu seinem inzwischen vier Monate alten Nachwuchs. Da dieser stets friedlich verlief und Sagar ein ausgesprochen freundlicher Kater ist, waren wir optimistisch was das erste direkte Aufeinandertreffen betraf.
Als Sagar die Schneeleopardenschlucht betrat, hatte sich Luisa mit den Jungtieren auf dem obersten Felsplateau zurückgezogen und beobachtete sein Tun aus der Ferne. Sagar war sehr interessiert an seiner Familie, aber auch vorsichtig, und hielt gebührend Abstand. An diesem Tag kam es zu keinem direkten Kontakt zwischen den Großkatzen.
Am folgenden Tag ging die „Vergesellschaftung“ weiter. Das zweite kurze Aufeinandertreffen stand auf dem Plan, das wiederum unaufgeregt verlief: Sagar zog sich in seine Innenbox zurück, ohne dass es zu einem direkten Kontakt gekommen wäre. Bei einem der nächsten Zusammentreffen geschah es jedoch: Sagar sprintete spielerisch auf Luisa zu, die ihn sofort in seine Schranken wies und sogar in die Flucht schlug! Ein aufregender Moment auch für Anusha und Askar, die Schutz bei ihrer Mutter suchten. Luisa ist eine sehr vorsichtige Mutter, die stets auf ihren Nachwuchs aufpasst. Sie lässt Sagar wie erwartet auch weiterhin nicht in die direkte Nähe der Kleinen. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass sich die Lage entspannen wird und die Familie bald entspannt zusammenleben kann.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
9. September 2016 – Rendezvous auf Gro
Die Schneeleoparden-Zwillinge im Neunkircher Zoo genießen derzeit ihren ersten Sommer in der Schneeleopardenschlucht. Wer die beiden durch die NABU-Webcams beobachtet, sieht sie die meiste Zeit spielen oder schlafen. Zwischendurch werden sie immer noch von Mutter Luisa gesäugt und fressen das dargebotene Fleisch. Und danach geht es wieder raus, wo ausgiebig mit dem Geschwisterkind umhergetollt wird.
Junge Schneeleoparden und auch andere Tierkinder lernen durch das Spielen wichtige, in freier Wildbahn überlebenswichtige Fertigkeiten, wie das Anschleichen und Jagen, aber auch Sozialverhalten. Auch Mutter Luisa, die ja trotz ihres Mutterdaseins eine junge Schneeleopardin ist, lässt sich häufig dazu herab, mitzuspielen und zeigt ihrem Nachwuchs mitunter, wie sprunggewaltig ein Schneeleopard sein kann – mit über 13 Metern sind Schneeleoparden sogar Weitsprungweltmeister!
Der kleine Kater Askar hatte in den vergangen Tagen eine leichte Schnupfennase und bekam von unserer Zootierärztin ein Antibiotikum gespritzt. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Askar geht es gut und sein Schnupfen tut seinem Entdeckerdrang keinen Abbruch.
Vater Sagar geht währenddessen immer noch allein seiner Wege. Die weitere Abstimmung zur anstehenden Familienzusammenführung, unter anderem mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Schneeleoparden, hat hinter den Kulissen bereits stattgefunden und die ersten Schritte befinden sich in der konkreteren Vorbereitung.
Anusha und Askar werden dem Neunkircher Zoo übrigens noch eine Weile erhalten bleiben: Mindestens bis zum Spätesommer im nächsten Jahr bleiben sie bei ihrer Mutter bzw. ihren Eltern. Dann werden sie auf eigenen Tatzen stehen und in andere Zoos umziehen, um zukünftig ebenfalls zum Erhalt ihrer bedrohten Art beizutragen. Wohin die Reise gehen wird, entscheidet der Koordinator des Zuchtprogrammes.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
19. August 2016 – Planschen die Schneeleos bald zu dritt?
Die Ausflüge der beiden Schneeleopardenjungtiere Anusha und Askar in der Schneeleopardenschlucht des Neunkircher Zoos werden immer ausgedehnter. Gemeinsam mit Mutter Luisa erkunden die verspielten Zwillinge die Kletterfelsen, Hügel und das Wasserbecken. Auch der Appetit der mittlerweile über drei Monate alten Jungtiere steigt und die von den Tierpflegern zubereiteten Fleischportionen werden dementsprechend immer größer. Die Wurfbox, in der wir die Geburt und ersten Lebenswochen des Nachwuchses intensiv beobachten konnten, wird aufgrund des heißen Wetters wieder häufiger zum Ausruhen und Schlafen aufgesucht, da es dort auch bei großer Hitze kühl ist.
Doch nicht nur Schneeleoparden konnten in dieser Woche über die Außenkameras beobachtet werden: In der Schneeleopardenschlucht fanden kleinere Bauarbeiten statt. Das Wasserbecken und der Wasserfall werden derzeit überarbeitet. Nach Abschluss der Arbeiten werden wir sehen, ob Anusha und Askar genauso wasserliebend sind wie ihr Vater Sagar, der häufig und gerne badet. Dieses Verhalten ist untypisch für Schneeleoparden und konnte in dieser Form weder in anderen Zoos noch in der Wildnis beobachtet werden.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
12. August 2016 – Ist die Familie bald vereint?
Im Neunkircher Zoo starten Anusha und Askar täglich und fast immer bei Sonnenschein ihre Ausflüge in die Schneeleopardschlucht. Als Lieblingsort des Geschwisterpaars hat sich, so wie auch bei ihren Eltern, das hoch gelegene und sonnige Felsplateau herauskristallisiert. Dort können sie nicht nur ausgiebige Sonnenbäder genießen, sondern haben auch den besten Überblick über ihre Abenteuerlandschaft – so wie auch Schneeleoparden in freier Wildbahn am liebsten an hoch gelegenen und steilen Gebirgshängen sitzen, um das Gebiet am besten überschauen zu können und nach Beutieren Ausschau zu halten.
Derzeit genießen die Zwillinge noch die Zeit mit Mutter allein. Aber vielleicht wird sich dies bald ändern. Sagar, der Vater der beiden, ist bisher nur wechselweise mit dem Rest der Familie in der Schlucht unterwegs. Durch das Schmusegitter zeigt er sich aber sehr interessiert an Luisa und den Jungtieren. Erfreulichweise verhält es sich auch auf der anderen Seite des Gitters so. Damit stehen die Vorzeichen für eine Vereinigung der Familie in den nächsten Wochen sehr gut.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
5. August 2016 – Gewappnet gegen Katzenkrankheiten – die erste Impfung
Die beiden Schneeleopardenzwillinge im Neunkircher Zoo, Anusha und Askar, hatten in dieser Woche eine weitere Premiere: Die beiden haben ihre erste Impfung bekommen. Sie bietet Schutz gegen die üblichen Katzenkrankheiten, der Impfstoff ist derselbe wie für unsere Hauskatzen auch. In vier Wochen wird es eine Wiederholungsimpfung geben, danach nur noch einmal im Jahr.
Wer selbst Katzen hat, kennt die unangenehme Situation beim Tierarzt. Deshalb wurde der mittlerweile gewohnte Gang auf die Waage zum Impfen genutzt. Währenddessen haben beide die Impfung gar nicht bemerkt und waren – ohne mit der Wimper zu zucken – schon fertig mit der Behandlung. Die Waage zeigte diese Woche für Anusha 5,78 Kilo und für Askar 6,17 Kilo. Die Jungtiere nehmen also weiter gut zu und entwickeln sich prächtig. Die sonstige Allgemeinuntersuchung ergab ebenfalls nur Erfreuliches – beide sind kerngesund.
Von Alma Gregersen, Zootierärztin im Neunkircher Zoo
29. Juli 2016 – Anusha und Askar immer öfter allein unterwegs
Im Neunkircher Zoo ist nach dem ersten offiziellen Termin der Zwillinge mit ihrer Patin Bundesumweltministerin Barbara Hendricks etwas Ruhe eingekehrt. Langeweile kommt aber trotzdem nicht auf: Anusha und Askar entdecken mit großer Spielfreude immer weitere Teile der Schneeleopardenschlucht und ihre Mutter lässt die beiden mittlerweile auch ohne Aufsicht losziehen. Das obere Felsplateau wurde ebenso erkundet wie der Teich, der momentan zur Sicherheit der Kleinen nicht mit Wasser gefüllt ist.
Luisa gönnt sich währenddessen immer öfter ihre Ruhepausen zwischendurch. In den letzten Tagen wurde auch seit Monaten zum ersten Mal wieder der Schieber der Wurfhöhle mit direktem Zugang zum Vorgehege geöffnet. Dort liegt die Schneeleoparden-Familie sehr gern und ist vor allem in den Abendstunden und nachts wieder öfter an dieser Stelle zu finden. Sagar kann weiterhin nur abwechselnd zu seinem Nachwuchs in die Schlucht, für eine Begegnung wäre es noch zu früh. Er bemerkt die Anwesenheit von Anusha und Askar jedoch genau und prüft die Duftspuren seiner Jungtiere und Partnerin Luisa intensiv.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
22. Juli 2016 – Namenlose Zeit der Zwillinge ist beendet
Im Neunkircher Zoo gab es am Donnerstag einen ganz besonderen Termin für die Schneeleoparden. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks war als künftige Patin der Zwillinge zu Besuch und verkündete vor zahlreichen Vertretern aus Politik und Presse sowie auch einigen Schneeleo-Fans offiziell die Namen der beiden: Das kleine Schneeleopardenweibchen heißt ab sofort Anusha („schöner Morgen“ oder auch „Stern“) und ihr Bruder trägt den Namen Askar („Schneeberg“), passend zur ursprünglich zentralasiatischen Heimat der seltenen Großkatzen.
Das Geschwisterpaar zeigte sich zusammen mit Mutter Luisa bei diesem offiziellen Termin auch kurz den anwesenden Gästen, verschwand dann aber im Grün des Außenbereichs.Mittlerweile bringen Anusha und Askar jeweils schon über fünf Kilogramm auf die Waage und der Anteil an Fleisch bei den Mahlzeiten wird immer größer. Diese Stärkung können die Kleinen auch gut gebrauchen: Ihre Entdeckungstouren in der Schneeleopardenschlucht werden immer ausgedehnter – gefolgt von ausgiebigen Schlafpausen in ihrer Wurfhöhle.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
15. Juli 2016 – Zwillinge erobern die große Schneeleopardenschlucht
Im Neunkircher Zoo war in dieser Woche der Zeitpunkt gekommen: Die beiden Schneeleopardenzwillinge durften zum ersten Mal gemeinsam mit Mutter Luisa die große Schneeleopardenschlucht erkunden. Nachdem der Schieber geöffnet wurde, dauerte es nur ein paar Minuten, bis Luisa das erste Mal nach fast drei Monaten die ihr bekannte Schlucht betrat. Sie versicherte sich genau, dass keine Gefahr droht, bevor sie ihre beiden Jungtiere mit Kontaktrufen aus dem Vorgehege lockte. Mutig, aber stets im Schutz ihrer Mutter, erkundete das Geschwisterpaar die neue Umgebung. Nach einer knappen halben Stunde mit Streifzügen durch die Gebirgswiese, Klettern über Felsen und Sprüngen über Baumstämme kehrten die drei müde in das Vorgehege und die Innenboxen zurück.
Zum Schutz der Jungtiere war Vater Sagar bei der ersten Erkundungstour nicht mit dabei, sondern blieb in seinem Vorgehege. Erst in den nächsten Monaten, wenn die Zwillinge etwas kräftiger geworden sind, wird versucht, die Schneeleoparden-Familie zu vereinen. Darum sind vorerst Luisa mit ihren Zwillingen und Sagar wechselweise über die Webcam in der Schneeleopardenschlucht zu beobachten.
In der nächsten Woche steht ein erster großer Pressetermin für die kleinen Schneeleoparden an: Sie werden von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die zu diesem Anlass extra den Neunkircher Zoo besuchen wird, endlich ihre Namen erhalten! Wir sind gespannt!
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Wie verliefen die letzten tierärztlichen Untersuchungen? Henrike Alma Gregersen, Zootierärztin im Neunkircher Zoo, berichtet:
Wie es scheint, werden weitere Augenuntersuchungen bei der kleinen Schneeleopardenkatze nicht notwendig sein: Am 13. Juli konnten wir feststellen, dass kein Anlass zu Sorge oder weiterer Behandlung besteht. Weil das nicht selbstverständlich ist, freuen sich alle sehr. So bleiben der Kleinen eine Operation und das damit verbundene Narkoserisiko erspart.
Bei der Untersuchung wurden die beiden Schneeleopardenzwillinge natürlich wieder gewogen – der Kater hat nun ein stolzes Gewicht von 4,65 Kilo und seine Schwester liegt ihm mit 4,43 Kilo dicht auf den Fersen. Beste Voraussetzungen für den ersten Erkundungsgang durch die Schneeleopardenschlucht im Neunkircher Zoo, bei dem Luisa alle Hände voll zu tun hatte – den Beobachtern fiel direkt die Redewendung „einen Sack Flöhe hüten“ dazu ein! Beide entwickeln sich prächtig und bekommen nun ihre erste Impfung gegen die üblichen Katzenkrankheiten – die können Schneeleoparden nämlich genauso wie unsere Hauskatzen auch bekommen.
8. Juli 2016 - Strohbett verwaist – Schneeleokinder genießen Julisonne
Im Neunkircher Zoo bleibt das Strohbett, auf dem vor neun Wochen der erste Schneeleopardennachwuchs in der Geschichte des Zoos zur Welt gekommen ist, immer öfter verwaist. Die beiden noch namenlosen Schneeleoparden-Zwillinge genießen derzeit mit ihrer Mutter Luisa den Sonnenschein im Vorgehege, das sich hinter den Kulissen befindet. Daher ist die kleine Familie nicht mehr ununterbrochen vor den Kameras zu sehen. Dieser Zustand ist jedoch nur vorübergehend, da die beiden Jungtiere schon sehr bald die große Schneeleopardenschlucht erkunden werden. Wir rechnen bereits in diesem Monat damit!
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
Im Alter von neun Wochen haben auch die Schneeleopardenjungtiere in den mittelasiatischen Gebirgshöhlen damit begonnen, Fleisch zu fressen. Auf dem Speiseplan der Schneeleoparden stehen Steinböcke, Schraubenziegen und Schafe, aber auch kleine Tiere wie Vögel, Murmeltiere und Hasen. Doch für die Großkatzen wird es immer schwieriger, geeignete Nahrung zu finden. Immer größere Viehherden verdrängen seine Beutetiere. Wildschafe und Steinböcke konkurrieren mit den Nutztieren um Nahrung – und haben das Nachsehen. So bleibt in der Folge auch für Schneeleoparden weniger Beute und es wird noch schwerer zu überleben. Deshalb ist es wichtig, in den überweideten Regionen dafür zu sorgen, nachhaltigere Weideformen mit weniger Nutztieren und einem rotierenden Weidesystem einzuführen. So können die ohnehin empfindlichen Böden geschont und Lebensräume für Wildschafe und Co. geschützt werden. Das hilft auch dem Schneeleoparden.
1. Juli 2016 – Nach Fleischration auf Entdeckungstour
Die beiden Schneeleopardenzwillinge im Neunkircher Zoo sind nun acht Wochen alt und entwickeln sich allmählich zu richtigen Raubkatzen. Seit wenigen Tagen steht nicht mehr ausschließlich Muttermilch auf dem Speiseplan.
Beide haben mit Genuss von Luisas angebotenen Fleischportionen gekostet. Diese Mischung aus Milch und Fleisch gibt den beiden Schneeleoparden die Energie, die sie für ihre immer ausschweifenderen und anstrengenden Erkundungstouren brauchen. Denn die beiden werden mutiger, verlassen immer häufiger ihr Strohbett und folgen der Mutter in die Nachbarbox der Wurfhöhle. Sogar das Vorgehege unter freiem Himmel, das sich hinter den Kulissen befindet, hat die kleine Schneeleoparden-Familie bereits erobert. Das ist aufgrund von Sonne, Regen und Wind besonders spannend. Zunächst hatte sich nur die kleine Katze hinausgetraut, doch schnell zog der Kater mit und befindet sich mittlerweile auf der „Entdeckerüberholspur“. Wenn ihnen etwas unsicher erscheint, halten die Zwillinge über fiepsende Laute Kontakt zu ihrer Mutter Luisa. So werden sie mit Sicherheit in wenigen Wochen die große Schneeleopardenschlucht entdecken. Ob und wann Vater Sagar seinen Nachwuchs kennenlernen wird, ist zur Zeit unklar. Diesen Schritt müssen Experten zusammen mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Schneeleoparden zunächst beraten.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Wie verläuft die Behandlung des Roll-Lids der kleinen Schneeleopardin? Henrike Alma Gregersen, Zootierärztin im Neunkircher Zoo, berichtet:
Die Augenlider der kleinen Schneeleopardin starten diese Woche ihren ersten Testlauf ganz ohne Klammern. Seit dem Behandlungsbeginn vergingen bis jetzt genau vier Wochen. Die Lider scheinen sich durch das Befestigen in der gewünschten Position „zurechtgewachsen“ zu haben. Auch die Hornhautentzündung des betroffenen Auges ist wunderbar abgeheilt, sodass die kleine Schneeleopardin ihrem knopfäugigen Bruder nun in nichts mehr nachsteht. Auch beim Körpergewicht holt sie munter auf: Mit 3,66 Kilo liegt sie nur noch wenige Gramm zurück – ihr Bruder brachte diese Woche 3,71 Kilo auf die Waage.
Beste Voraussetzungen also für die nächsten Erkundungstouren!
24. Juni 2016 –Schneeleoparden auf Namenssuche
Sieben Wochen ist es bereits her, dass im Neunkircher Zoo erstmals Schneeleoparden-Jungtiere geboren wurden. Seitdem können Fans die beiden kleinen Zwillinge und ihre Eltern rund um die Uhr über die Webcams beobachten. Die Kleinen wachsen so schnell, dass man ihnen förmlich dabei zuschauen kann, und entwickeln sich weiterhin sehr gut. Mittlerweile hat das kleine Weibchen sogar mutig für längere Zeit das Strohbett verlassen. Ihr Bruder ist noch etwas zögerlicher. Mutter Luisa hat die Kleine gewähren lassen. Erst als sie sich daran gemacht hatte, die Wurfhöhle komplett zu verlassen, holte sie ihr Junges liebevoll wieder zum Strohbett zurück.
Mitte dieser Woche stand wieder eine Routinevisite der Zootierärztin und der beiden Tierpfleger auf der Tagesordnung: Das Männchen bringt nun schon ein Gewicht von 3,47 Kilo auf die Waage, seine Schwester 3,36 Kilo. Das Augenproblem des Weibchens bessert sich zusehends, das Roll-Lid und die Trübung des rechten Auges verschwinden immer mehr.
Was nun ansteht, ist die Namenssuche für die Zwillinge von Schneeleopardin Luisa und Schneeleo-Kater Sagar, an der sich jeder beteiligen kann. Der NABU sammelt gemeinsam mit dem Neunkircher Zoo noch bis zum 1. Juli männliche und weibliche Namensvorschläge. Am schönsten wäre es, wenn diese aus dem mittelasiatischen Raum stammen, dem ursprünglichen Lebensraum der seltenen Großkatzen. Im Anschluss wird eine Jury aus allen Vorschlägen die schönsten auswählen. Aus diesen wiederum wählt Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, die sich ebenfalls gegen die Wilderei der seltenen Großkatzen einsetzt, ihre beiden Favoriten aus. Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge!
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
Schneeleoparden wachsen sehr schnell. Während sie vor wenigen Wochen noch winzige und hilfloseWesen waren, sind sie jetzt schon kräftige Jungtiere, die allmählich damit beginnen, feste Nahrung zu sich nehmen und ihren Geburtsplatz immer weiter verlassen. Noch erlaubt es die Mutter den jungenWelpen nicht, aus der Wurfhöhle zu gehen. Doch schon bald folgen die Jungtiere ihrer Mutter in die bergige und raue Wildnis hinaus und lernen überlebenswichtige Verhaltensweisen wie beispielsweise das Jagen.
Übrigens: Da das Lernen von der Mutter eine notwendige Voraussetzung dafür ist, dass die Kleinen in freier Wildbahn später überleben können, war es bislang noch nicht möglich, in Gefangenschaft geborene oder im Welpenalter gefangene Schneeleoparden auszuwildern.
17. Juni 2016 - Spielstunden und Nestfluchtversuche
Im Neunkircher Zoo vergeht die Zeit wie im Flug. Unsere Schneeleo-Zwillinge sind nun schon sechs Wochen alt und ihre Entwicklung schreitet schnell voran. Wie die mittlerweile regelmäßigen Kontrolluntersuchungen durch die zuständigen Tierpfleger und die Zootierärztin zeigen, nehmen die kleinen Wonneproppen fleißig an Gewicht zu. Das Weibchen wiegt nun 2,98 Kilo und der Kater stolze 3,11 Kilo. Auch das Augenproblem des Weibchens bessert sich zusehends. Über den gesundheitlichen Zustand der Jungtiere berichtet Zootierärztin Henrike Alma Gregersen im untenstehenden gelben Kasten.
Wie im Kindergarten nutzen die Schneeleo-Zwillinge mittlerweile das komplette Strohbett als Spielwiese und beschäftigen sich gerne miteinander, sodass ihrer Mutter hin und wieder eine Ruhepause vergönnt ist. Doch längere Kuschelstunden zu dritt stehen immer noch ganz oben auf dem Tagesprogramm, ebenso wie die sättigende Muttermilch. Und so kann man Luisa und ihre Jungen nach wie vor oft gemeinsam beim Kuscheln und Säugen beobachten.
Die Umgebung des Strohbetts, auf dem die Jungen zur Welt gekommen sind, hat mittlerweile eine magische Anziehungskraft auf die Welpen und somit hat Luisa häufig alle Tatzen voll zu tun, um ihren sehr agilen Nachwuchs im Zaum zu halten. Ihr scheint es noch zu unsicher, ihre Zwillinge neue Welten erobern zu lassen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der Entdeckerdrang der Kleinen siegt.
Die beiden Jungtiere haben zwar ihre Zuchtbuchnummern und mit dem Mikrochip, der direkt unter der Haut sitzt, ihren unverwechselbaren „Personalausweis“ erhalten, doch noch sind die beiden namenlos. Dies soll sich jedoch bald ändern – lassen Sie sich überraschen!
Schneeleo-Vater Sagar ist immer noch Alleinherrscher über die Schneeleopardenschlucht und trotzt dem derzeit regnerischen Wetter. Wir hoffen, dass seine Familie in wenigen Wochen zu ihm stoßen kann.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
10. Juni 2016 - Genetische Vielfalt für eine gesunde Zukunft – Schneeleo-Zwillinge sind im Zuchtbuch eingetragen
Im Neunkircher Zoo haben uns die beiden Schneeleoparden diese Woche mit ihrem großen Appetit überrascht: Der kleine Kater hat innerhalb von nur fünf Tagen 330 Gramm zugenommen und wiegt nun 2,59 Kilogramm. Die Katze hat im selben Zeitraum 340 Gramm zugelegt und wiegt nun 2,47 Kilogramm. Fleisch wird von den beiden Schneeleopardenwelpen weiterhin neugierig untersucht, jedoch nicht gefressen – noch hat Luisa die Mahlzeiten für sich allein. Auch ihr Appetit nimmt deutlich zu, da zwei hungrige Jungtiere die Mutter sehr viel Energie kosten.
Mittlerweile wurden die Schneeleoparden-Zwillinge häufiger untersucht. Wir haben sie gewogen und gechipt. Das heißt, sie haben einen kleinen Mikrochip direkt unter die Haut gepflanzt bekommen, der sie unverwechselbar macht. Von den Augenuntersuchungen zeigt sich das Weibchen weiterhin völlig unbeeindruckt. Sie ist zwar lebhaft, aber entspannt, und die Dinge entwickeln sich gut. Beide Jungtiere schlafen nach unseren Besuchen meist erst einmal ausgiebig. Auch Luisa wird mit jedem Mal ruhiger und sieht oft nur kurz nach dem Rechten, wenn sie wieder zu den Jungtieren gelassen wird, um sich dann wieder zurückzuziehen.
Schneeleo-Vater Sagar zeigt sich, passend zu seiner Familie, ebenfalls entspannt. Appetit hat er ohnehin immer, und als sehr zutraulicher Schneeleopard sind unsere Besuche für ihn eine willkommene, meist mit etwas Leckerem verbundene Abwechslung.
Bis die beiden jungen Schneeleoparden Namen bekommen, werden noch ein paar Wochen vergehen. Was sie allerdings schon haben, sind internationale Zuchtbuchnummern: Der Kater hat die Nummer 3234, die Katze die 3235. Das mag auf den ersten Blick etwas herzlos wirken. Jedoch sind die beiden nicht nur niedlich, sie werden auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser sehr selten gewordenen Tierart leisten, wenn sie einmal erwachsen sind.
Wie viele Tiere bedrohter Arten, werden auch in menschlicher Obhut gehaltene Schneeleoparden in einem Erhaltungszuchtprogramm geführt, dessen Koordinator die Herkunft und Stammbäume der Tiere genau überblickt und dafür sorgt, dass innerhalb der Population eine möglichst große genetische Vielfalt und damit Gesundheit auch für die Zukunft erhalten wird. Für die genetische Vielfalt leistet Schneeleo-Mutter Luisa mit der Geburt ihrer Zwillinge einen besonderen Beitrag: Ihre Großmutter ist die Schneeleopardin Dshamilja, die noch aus freier Wildbahn stammt und vom NABU als Jungtier aus Wildererfängen befreit wurde.
Von Henrike Alma Gregersen, Tierärztin im Neunkircher Zoo
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
Im Tian Shan, der wilden Heimat der Schneeleoparden, erhält nun auch der Frühling Einzug. Die Schneeleoparden-Welpen in den Höhlen des Hochgebirges werden zunehmend größer und agiler und bekommen jetzt ihre ersten Milchzähne. Vollständig ausgebildet ist ihr Gebiss aber erst mit etwa einem Jahr. Die Jungtiere sind im Alter von vier Wochen natürlich noch vollständig von ihrer Mutter abhängig und werden dies auch noch eine lange Zeit sein. Junge Schneeleoparden bleiben 18 bis 22 Monate bei der Mutter, meist bis diese im zweiten Jahr nach der Geburt wieder paarungsbereit ist, manchmal sogar, bis sie wieder Nachwuchs bekommt. Erst im Alter von etwa zwei Jahren sind junge Schneeleoparden ganz selbstständig. Umso wichtiger ist es, dass der Schneeleoparden-Mutter während ihrer derzeitigen Jagdausflüge außerhalb der Wurfhöhle nichts zustößt. Würde sie zum Beispiel der Wilderei zum Opfer fallen - nach wie vor die größte Bedrohung für Schneeleoparden - wären die Jungtiere verloren.
3. Juni 2016 – Tierische Visite in der Schneeleopardenschlucht: Geschlechter-Rätsel ist gelöst!
Nachdem in der Schneeleopardenschlucht seit der Geburt der Zwillinge am 7. Mai alles recht entspannt verlief, wurde es in dieser Woche für alle tierischen und menschlichen Beteiligten wieder aufregend: Am Dienstag ließ sich Luisa das erste Mal für wenige Minuten von ihrem Nachwuchs trennen. Diese erste Chance entstand ganz spontan und ging zum Glück ganz stressfrei und behutsam vonstatten.
Die für die Schneeleoparden zuständigen Tierpfleger Marc Busch und Benjamin Feltes, aber auch Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch und Zootierärztin Henrike Alma Gregersen, nutzten die Gelegenheit und nahmen die beiden kleinen Wonneproppen das erste Mal direkt in Augenschein. Dazu gab es auch einen besonderen Anlass, denn wie einige Schneeleo-Fans aus Deutschland und Europa, so bemerkte auch das Zoo-Team, dass in der NABU-Webcam nur fünf Augen reflektieren, und nicht sechs. Von dem Ergebnis der Untersuchung berichtet die Zootierärztin im untenstehenden gelben Kasten.
Außerdem wurde ein weiteres Rätsel gelöst: Bei den beiden wohlgenährten Jungtieren handelt es sich um ein Männchen und ein Weibchen!
Luisa hat ihre beiden Schneeleo-Zwillinge nach der kurzen Trennung sofort wieder liebevoll angenommen und kümmert sich weiterhin vorbildlich um ihren Nachwuchs. Das Interesse an der stärkenden Muttermilch ist weiterhin sehr groß, von Luisa angebotenes Fleisch wird bislang noch verschmäht.
Vater Sagar genießt währenddessen sein Junggesellendasein in der Schneeleopardenschlucht und hat von den aufregenden Minuten in der Wurfbox keine Notiz genommen. Er hat am vergangenen Montag seinen vierten Geburtstag gefeiert und bekam eine kleine Extraportion Fleisch. Erstaunlicherweise schätzt er mittlerweile sogar Zwiebeln als neue Geruchs- und Geschmacksbeschäftigung.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Wie verlief die tierische Visite bei den Zwillingen in der Schneeleopardenschlucht? Henrike Alma Gregersen, Zootierärztin im Neunkircher Zoo, berichtet:
Bei der aus Rücksicht auf Luisa sehr kurzen Untersuchung am Dienstag konnten wir neben dem Geschlecht und dem Allgemeinzustand der Jungtiere feststellen, dass deren Augen zwar alle geöffnet sind, sich bei dem weiblichen Welpen aber ein sogenanntes Roll-Lid gebildet hat. Dabei krümmt sich das Lid – in diesem Fall in die Richtung des Auges, also nach innen.
Da die auf dem Augapfel reibenden Wimpern zu Irritationen führen können und sich diese Fehlbildung im Regelfall nicht von selbst gibt, werden wir mit auf Augenheilkunde spezialisierten Kollegen gemeinsam eine Lösung finden und das weitere Vorgehen planen. Wahrscheinlich wird das Jungtier operiert werden müssen.
Roll-Lider kommen auch bei Haustieren vor und es gibt vielfach erprobte, gute Verfahren, um betroffenen Patienten zu helfen.
27. Mai 2016 - Zwillinge allein Zuhause – Luisa und Sagar bändeln wieder an
Zu unserer großen Freude gedeihen die Schneeleopardenjungtiere im Neunkircher Zoo weiterhin prächtig. Die Kleinen sind inzwischen drei Wochen alt und erfreuen sich, soweit wir beurteilen können, bester Gesundheit. Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass die Zwillinge schon ordentlich an Gewicht zugelegt haben. Schneeleopardenjungtiere wiegen bei der Geburt etwa 500 Gramm, im Erwachsenenalter wiegen die Weibchen etwa 35 Kilo und die Männchen etwa 55 Kilo.
Auch die Fellzeichnung unserer beiden kleinen Schneeleos verändert sich im Laufe der Zeit. An den ersten Lebenstagen schien die Fellfarbe eher dunkel und nur wenig gemustert. Je größer die Jungtiere werden, desto deutlicher kann man die spätere „Erwachsenenfärbung“ erahnen. Die anfänglich nur als Punkte erkennbaren dunklen Bereiche werden später zum Teil kreisförmig. Feste Nahrung nehmen die Jungtiere noch nicht zu sich, obwohl Luisa ihnen schon Fleisch präsentiert. Wenn alles weiterhin nach Lehrbuch verläuft, werden die Kleinen mit etwa zwei Monaten so weit sein, dass sie Fleisch und kleinere Beutetiere fressen.
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
In der rauen Heimat der Schneeleoparden im Hochgebirge Zentralasiens ist das Wetter weiterhin unwirtlich. Die etwa drei Wochen alten Schneeleojungtiere befinden sich zwar weiterhin in der schützenden Höhle, werden aber zunehmend agiler. Auch bei den wilden Verwandten unserer kleinen Schneeleo-Zwillinge aus Neunkirchen verfärbt sich nun allmählich das Fell und nimmt die typische, gräulich-beige melierte Färbung an. Das Muster und die Farbe des Schneeleopardenfells dienen als Tarnung: Sie sind damit farblich so gut an ihren felsigen Lebensraum abgepasst, dass sie fast unsichtbar sind. Überlebenswichtig für den geschickten Jäger. Die Schneeleopardenmutter ist damit beschäftigt, auf die Jagd zu gehen, denn als säugende Mutter der immer kräftiger werdenden Jungtiere braucht sie viel Energie. Zu ihrer bevorzugten Beute gehören Sibirische Steinböcke, Schraubenziegen, Blauschafe, Argali-Riesenwildschafe und Murmeltiere. Schon bald wird sie ihren Kleinen die ersten Fleischportionen zum Probieren in die Höhle bringen.
20. Mai 2016 – Augen auf! Bald geht es auf Erkundungstour
Im Neunkircher Zoo werden die beiden 13 Tage alten Schneeleopardenjungtiere zunehmend aktiver – und haben seit Mittwoch die Augen geöffnet! Diese sind übrigens, wie bei neugeborenen Tieren oft üblich, zunächst einmal blau. Von beiden Jungtieren gibt es nur Erfreuliches zu berichten: Sie wachsen zügig heran und werden schon bald beginnen, neugierig ihre Umgebung zu erkunden.
Luisa ist nach wie vor bilderbuchhaft mit ihrer Mutterrolle beschäftigt. Allerdings merkt man ihr die ungewohnte Beanspruchung an. Sie genehmigt sich wohlverdiente Ruhepausen und schläft gelegentlich schon lieber außerhalb des Strohbettes. Das täglich von den Tierpflegern angebotene Buffet schmeckt ihr auch schon wieder besser – kein Wunder: Zwillinge säugen macht tierischen Hunger!
Kater Sagar macht die vermeintliche Einsamkeit nichts aus. Schneeleoparden leben abseits der Paarungszeit einzelgängerisch. Für seine Beschäftigung lassen sich die Tierpfleger jede Menge einfallen: Sie verstecken Futter, versehen das Gehege an wechselnden Stellen mit verschiedenen Duftstoffen. Auf Parfum, Gewürze und Kräuter reagiert Sagar sehr interessiert. Da die Gesundheit der Tiere im Neunkircher Zoo ständig tiermedizinisch überwacht wird, ist es unbedenklich, wenn hierzu auch Kot potenzieller Beutetiere und anderer Zoobewohner zum Einsatz kommt. Für Sagar ist das natürlich sehr spannend, so kann ein Zebrahaufen für stundenlange Beschäftigung sorgen.
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
Im Hochgebirge Zentralasiens, der Heimat der bedrohten Schneeleoparden, liegt jetzt im Mai noch Schnee. Die Schneeleoparden-Weibchen haben für die Aufzucht ihrer Jungtiere eine schützende Höhle ausgesucht, die die Kleinen jetzt, im Alter von zwei bis drei Wochen, noch nicht verlassen. Schneeleoparden-Männchen beteiligen sich an der Aufzucht nicht. Sie gehen direkt nach der Paarung wieder ihre eigenen Wege. Da die Gebirgskatzen so selten und scheu sind, ist über ihre Geburtshöhlen in freier Wildbahn nur sehr wenig bekannt. In den ersten Lebensmonaten werden die Schneeleopardenjungtiere ausschließlich gesäugt. Die Mutter verbringt jetzt wieder viel Zeit mit der Jagd, kehrt aber in regelmäßigten Abständen zum Säugen in die Höhle zurück, in der die Jungtiere während ihrer Abwesenheit warten und keinen Laut von sich geben. Erst im Alter von zwei Monaten beginnen die Jungtiere, auch Fleisch zu fressen.
13. Mai 2016 – Die Kleinen wachsen und gedeihen
Es war eine Premiere für die junge Großkatze und den Neunkircher Zoo, als Luisa am vergangenen Samstagnachmittag gesunde Zwillinge zur Welt brachte. Zahlreiche Schneeleo-Fans aus Deutschland und Europa verfolgten gespannt die unkomplizierten Geburten über die NABU-Webcam in der Innenbox.
Luisa geht sichtlich in ihrer neuen Mutterrolle auf. So hat sie sogar ein paar Tage die Wurfbox nicht verlassen und weder getrunken noch gefressen, um sich rund um die Uhr um ihre beiden Schneeleo-Zwillinge zu kümmern. Die beiden Jungtiere entwickeln sich nach den ersten aufregenden Lebenstagen prächtig weiter. Dazu tragen vor allem die große Fürsorge durch Luisa, aber auch die stärkende Muttermilch bei. Jetzt am Wochenende, sieben Tage nach der Geburt, werden die noch blinden Zwillinge wahrscheinlich zum ersten Mal ihre Augen öffnen und somit ihre Umgebung mit einem weiteren Sinnesorgan erkunden. Dann ist die zweiköpfige Rasselbande sicherlich noch aktiver im Strohbett unterwegs und Luisa wird weiterhin alle Tatzen voll zu tun haben. Wenn die junge Schneeleopardin zum Trinken oder Fressen die Wurfhöhle kurz verlässt, verhält sich ihr Nachwuchs jedoch ganz ruhig. Dies tun neugeborene Schneeleoparden in der freien Wildbahn ebenfalls, um keine natürlichen Feinde wie Wölfe anzulocken. Erste Ausflüge aus dem Strohbett werden aber sicherlich noch etwas auf sich warten lassen, ebenso wie der erste Tierarztbesuch, da die junge Familie so wenig wie möglich gestört werden soll. Daher sind auch die Geschlechter der beiden Neugeborenen noch nicht bekannt.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
Und wie sieht es derzeit bei den wilden Verwandten im mittelasiatischen Hochgebirge aus? Die Schneeleo-Expertin des NABU, Christiane Röttger, gibt Antworten:
So wie bei Luisa in Neunkirchen werden in diesen Wochen - meist zwischen April und Juni - auch in den Bergen Zentralasiens die Schneeleoparden-Jungen geboren. Weil nur noch wenige der faszinierenden Großkatzen in freier Wildbahn leben, ist jeder Nachwuchs extrem wichtig für eine positive Populationsentwicklung. Im Schutz einer dunklen Felshöhle kommen die Kleinen, meist zu zweit oder zu dritt, zur Welt. In ganz seltenen Fällen können auch bis zu fünf Jungtiere geboren werden. Je größer der Wurf, desto länger ist die Tragzeit. So wie bei Luisa sind die Jungen anfangs noch blind und komplett auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen – ein dichtes und schützendes Fell haben sie aber bereits von Beginn an. Erst mit durchschnittlich neun Tagen öffnen sie ihre Augen.
8. Mai 2016 - Babyalarm in der Schneeleopardenschlucht - Das Warten hat ein Ende
Es ist soweit! Am Samstag, dem 7. Mai, hat unsere Schneeleopardin Luisa zwei augenscheinlich gesunde Jungtiere zur Welt gebracht - etwas ganz Besonderes und eine Premiere im Neunkircher Zoo. Luisa war bereits seit einigen Tagen auffallend häufig ruhend oder schlafend in ihrem Strohbett zu beobachten und ihr Partner Sagar ging in der Schneeleopardenschlucht seine eigenen Wege.
Am frühen Samstagmorgen des siebten Mai schien zunächst alles relativ entspannt. Luisa schlief ungewöhnlich lange, jedoch sehr unruhig. Um die Mittagszeit steigerte sich ihre Unruhe, sie atmete schneller, hielt liegend die pelzigen Tatzen vor ihr Gesicht und an ihrem rundlichen Bauch waren eindeutige Wehen erkennbar. Um 12:37 Uhr stockte uns allen fast der Atem: Luisa stand nur kurz auf und das allererste Schneeleopardenjungtier im Zoo in der Kreisstadt Neukirchen plumpste in das weiche Strohbett. Die junge Mutter begann sofort das winzige, nur ungefähr 450 Gramm schwere Jungtier zu belecken und von der Fruchtblase zu befreien. Es dauerte auch nicht lange, bis das sehr agile, aber noch blinde Jungtier die Zitzen der Mutter entdeckte und zu trinken begann. Keine zwei Stunden später folgte ein augenscheinlich ebenso gesundes, typischerweise auch sehr dunkel gefärbtes Geschwisterchen, das sich auch schnell an der mütterlichen Milchbar bediente. Dann musste sich Luisa, eingerollt mit ihren Zwillingen, ein paar Stunden von der anstrengenden Geburt erholen.
Bisher erfüllt Luisa als Erstgebärende ihre Mutterrolle vorbildlich und es besteht derzeit kein Grund zur Besorgnis. Der frischgebackene Vater Sagar, der derzeit von Luisa und den Jungtieren getrennt ist, nahm keine Notiz von der Geburt, wie in der Natur eben auch. Schneeleoparden in freier Wildbahn kommen nur zur Paarungszeit zusammen. Die Schneeleopardin zieht die Jungtiere alleine groß.
Wir drücken der nun zweifachen Schneeleo-Mutter Luisa und ihrem Nachwuchs weiterhin die Daumen, dass alles so gut weitergeht.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
29. April 2016 – Häufiger auf getrennten Wegen
Seit über zwei Wochen ist es nun möglich, Schneeleoparden live mit den NABU-Webcams zu erleben. Täglich schalten viele Schneeleo-Freunde ein, um die beiden Großkatzen aus dem Neunkircher Zoo zu beobachten.
Trotz der großen Fangemeinde geht für den Schneeleopardenkater Sagar der Alltag in der Schneeleopardenschlucht auf pelzigen Tatzen fast seinen normalen Gang, etwas anders bei seiner Partnerin Luisa.
Die Tage häufen sich, an denen die fast vierjährige Schneeleopardin lieber in ihrem Strohbett liegt, als nach draußen zu gehen. Luisa fühlt sich in ihrem abgedunkelten Raum sehr wohl und verbringt die größte Zeit des Tages und der Nacht schlafend. Der Raum ist als ruhiger und störungsfreier Rückzugsort den Höhlen in freier Natur nachempfunden, in denen Schneeleo-Weibchen geschützt ihre Jungtiere zur Welt bringen. Nur kurz genießt sie in diesen Tagen die frische Luft im Vorgehege oder eben draußen in der felsigen Schlucht. Ihr Bauchumfang wird immer größer, was vor allem gut zu sehen ist, wenn sie auf der Seite oder etwas ungewöhnlich auf dem Rücken schläft. Es bestehen so gut wie keine Zweifel mehr, dass hier bald eine Schneeleopardengeburt ins Hause steht.
Damit würde die Schneeleopardendame zum ersten Mal Mutter werden und Jungtiere aufziehen. Viele Fragen beschäftigen deswegen derzeit alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen im Neunkircher Zoo und auch beim NABU: Ist Luisa wirklich schwanger? Verläuft die Geburt problemlos? Wird sie gesunde Jungtiere zur Welt bringen und wie viele? Wird sie sich vorbildlich um die Jungtiere kümmern? Und, und, und… Im Neunkircher Zoo will man nur im Notfall eingreifen und Luisa, wie im Freiland auch, den tierisch anstrengenden Mutterjob ganz allein erledigen lassen. Sagar wird dann eine längere Zeit auch seine eigenen Wege gehen, damit die Jungtiere geschützt sind. Jetzt heißt es also: Daumen drücken, dass alles so gut und entspannt läuft wie bisher.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo
22. April 2016: Luisa in guter Hoffnung?
Seit über einer Woche kann das Leben unseres Schneeleoparden-Pärchens Sagar und Luisa durch die NABU-Webcams live beobachtet werden. Nachdem vor allem die neugierige Luisa die neuen Gegenstände in ihrem Zuhause eingehend untersucht hat, beachten die beiden die Kameras mittlerweile kaum mehr und gehen ihrem normalen Tagesgeschäft nach. Wir beobachten, dass Luisa deutlich an Bauchumfang zugenommen hat und auch vom Verhalten her immer ruhiger wird. Am Abend und in der Nacht nutzt sie sehr gerne ihr Strohbett in der Innenbox, um sich ausgiebig zu putzen, oder auch einfach nur tief und fest zu schlafen. An manchen Tagen will sie gar nicht mehr raus in die „Schneeleopardenschlucht“ zu Sagar, sondern bleibt lieber alleine im Vorgehege und in den Innenanlagen. Alles Anzeichen dafür, dass sie tatsächlich trächtig ist und bald Junge bekommt! Die Paarung von Schneeleoparden findet stets im Winter von Januar bis März statt. Nach etwa 100 Tagen kommen, meist im Schutz einer Höhle, zwei bis drei Junge zur Welt. Luisa und Sagar verstehen sich sehr gut und auch bei ihnen konnte bereits im Januar Paarungsverhalten beobachtet werden. Wir sind sehr gespannt!
Sagar ist im Gegensatz zu seiner Partnerin zurzeit sehr aktiv und tagsüber viel in der „Schneeleopardenschlucht“ zu sehen, wo er herumtobt, über Felsen klettert und von erhöhten Sitzpositionen alles beobachtet. Auch seine Partnerin im Vorgehege behält er stets genau im Auge, wenn er von ihr getrennt ist. Er findet aber auch ohne sie genügend Abwechslung. So bietet der mit Fisch- und Fleischstücken gefüllte Jutesack, den die Tierpfleger täglich zur Unterhaltung in der Schlucht anbringen, ebenso Anregungen wie gelegte Duftspuren mit Gewürzen wie Schwarzem Pfeffer.
Von Christian Andres, Zoopädagoge aus dem Neunkircher Zoo