Fliegender Wespenbussard
Fliegender Wespenbussard© Foto: Mathias Schäf

Pernis apivorus

Wespenbussard

Der Wespenbussard ist ein mittelgroßer Greifvogel, dessen Gefiederfärbung stark variieren kann, was es schwierig macht, ihn sicher zu bestimmen. Den Winter verbringt er in tropischen Regionen Afrikas. Er taucht teilweise erst im Mai in den Brutgebieten wieder auf. Trotz seiner stattlichen Größe ernährt er sich in erster Linie von Wespen, deren Larven sowie anderen Insekten und Larven.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

4.200 - 6.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 15 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

in den Sommermonaten zu beobachten

Größe

52-60 cm groß

Besonderheit

schiefergrauer Kopf beim Männchen

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Seine vergleichsweise wenig stark gebogenen Krallen sind das perfekte Werkzeug, um nach Wespenlarven im Boden zu graben.

Der Wespenbussard bewohnt Wälder mit Lichtungen und angrenzenden Wiesen© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Männchen und Weibchen unterscheiden sich, sobald sie ausgewachsen sind, relativ deutlich. Männchen haben häufig eine schiefergraue Kopffärbung. Die Oberseite ist meist dunkel graubraun, die Unterseite kann variieren, ist aber eher heller als die Oberseite. Die Flügel sind dunkel umrandet. Die Weibchen sind tendenziell stärker verwaschen gebändert als die Männchen.

Verhalten

Der Wespenbussard begibt sich oft zu Fuß auf die Jagd nach Insekten. Nach Wespenlarven jagt er, indem er die Larven und Puppen aus dem Boden ausgräbt. Sein dichtes Gefieder und Hornplättchen an den Füßen schützen ihn vor Wespenstichen. Zum Brüten baut er sein Nest gerne auf hohen Bäumen am Waldrand.

Lebensraum

Der Wespenbussard ist in vielen Teilen Europas verbreitet. Er brütet gerne in Wäldern und an Waldrändern. Dabei bevorzugt er offene, strukturreiche Wälder mit Lichtungen und Wiesen.

Gefährdung

Der kurzzeitige Bestandstrend hat sich beim Wespenbussard verbessert, weshalb er laut Rote Liste nicht mehr als gefährdet gilt und auf der Vorwarnliste steht.

Nahrung

Dieser stattliche Greifvogel ernährt sich erstaunlicherweise in erster Linie von Wespen und deren Larven. Auch andere Insekten stehen regelmäßig auf seinem Speiseplan. Seltener jagt er kleinere Vögel oder Reptilien und Amphibien.

Stimme/Laute

Wie der Mäusebussard gibt der Wespenbussard einen miaunenden Ruf von sich.

Zugverhalten

Zum Überwintern zieht er bis in die tropischen Regionen Afrikas. Dabei können gerade im Spätsommer größere Ansammlungen beobachtet werden. Er kehrt ab April in die Brutgebiete zurück.

Beobachtungstipps

Während des Zugs im Spätsommer gibt es gewisse Regionen in Europa, in denen größere Trupps in der Luft beobachtet werden können, beispielsweise auf der Ostseeinsel Fehmarn.

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