
Acrocephalus scirpaceus
Teichrohrsänger
Der Teichrohrsänger ist einer der unauffälligsten unter den Rohrsängern. Dafür ist er ein sehr geschickter Halmkletterer, der sich am liebsten in hohen Schilfbeständen aufhält.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
99.000 - 160.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 46 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von Ende April bis September/Oktober zu beobachten
Größe
12,5-14 cm groß
Besonderheit
klettert geschickt und in meist vorgeneigter Haltung durchs Schilf
Reise
Langstreckenzieher, überwintert im tropischen Afrika
Funfact
Der Teichrohrsänger ist ein Schnellflieger unter den Vögeln, pro Sekunde schafft er in etwa zehn Meter.
Beschreibung
Aussehen
Der Teichrohrsänger trägt einen warmbraunen Mantel und hat eine beige Unterseite. Die Kehle ist weiß, ein schwacher weißer Streifen verläuft vom Schnabel bis zum Auge. Der Schnabel ist länger als beim Sumpfrohrsänger. Die Beine des Teichrohrsängers sind dunkler und grauer. Der Bürzel ist lang und kräftiger rotbraun gefärbt.
Verhalten
Der kleine flinke Vogel ist am liebsten im Schilf über dem Wasser unterwegs. Er ist ein flinker Kletterer und ein schneller Flieger, wobei er das Klettern dem Fliegen vorzieht. Sein Nest flicht er aus Gräsern und Schilf und hängt es an mehreren Halmen über dem Wasser auf.

Lebensraum
Lebensraum des Teichrohrsängers sind dichte Schilfbiotope. Im bewachsenen Uferdickicht fühlt er sich in der Vertikalen am wohlsten.

Gefährdung
Der Teichrohrsänger gilt nicht als gefährdet. Sein Lebensraum wird allerdings bedroht durch Verbauung der Ufer, Entwässerung und Verschmutzung der Gewässer.
Nahrung
Weichtiere, Spinnen, Insekten und Larven stehen auf dem Speiseplan des Teichrohrsängers.
Stimme/Laute
Der Gesang ähnelt dem des Sumpfrohrsängers. „tschir“, „tiri“ und „Tjäg“ werden im Wechsel mit Trillern kurz hintereinander gereiht. Sein Gesang ist so ausdauernd und rhythmisch wie auch abwechslungsreich. Er imitiert gern den Gesang anderer Vögel.
Zugverhalten
Der Teichrohrsänger überwintert im tropischen Afrika und zieht im Herbst dorthin. Rückkehr ist Ende April.
Beobachtungstipps
Er ist sehr gut getarnt. Vermutlich können Sie ihn hören, bevor sie ihn sehen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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