
Montifringilla nivalis
Schneesperling
Den kleinen Schneesperling trifft man bei uns nur in den Hochalpen an. Schnee und Kälte schrecken ihn nicht ab, und er hat im Laufe der Zeit festgestellt, dass Bergwander*innen eine reiche Nahrungsquelle darstellen. Bei der Pause in der Berghütte hüpft der Sperling zutraulich und furchtlos heran und labt sich an Speiseresten und Krümeln. Sein Gefieder ist farblich bestens an seinen ausgewählten alpinen Lebensraum angepasst.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Extrem selten
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
140 - 270 Brutpaare
Bestandstrend
0 % (stabil)
Beschreibung
Aussehen
Der große, langgestreckte Schneesperling ist am Rücken erdbraun, am Bauch und den Flügelseiten weiß gefiedert. Der Kopf des Männchens ist grau, der des Weibchens etwas matter gefärbt. Der lange Schwanz ist schwarz mit weißen Außenkanten. An der Kehle hat er einen schwarzen Fleck. Kopf und Kehle unterscheiden ihn von der Schneeammer.
Verhalten
Der Schneesperling wirkt immer etwas ruhelos. Er ist sehr zutraulich und nähert sich auf der Futtersuche furchtlos dem Menschen. Der gesellige Vogel ist meist in größeren Trupps unterwegs. Sein Nest baut er in Höhlen und Felsspalten, aber auch an Berghütten, in Liftsstationen und in Nistkästen.
Lebensraum
Schneesperlinge sind ganzjährig in großen Höhenlagen der Alpen unterwegs. Sie brüten oft in 1900 bis 3100 Metern Höhe. Auch im Winter bleiben sie in den kargen Felsenregionen und weichen nur selten in tiefere Lagen aus.
Gefährdung
Er ist nicht gefährdet, jedoch ein seltener Brutvogel der Alpen.
Nahrung
Sämereien von Alpenkräutern, Insekten und Spinnen sind Nahrungsquellen des Schneesperlings. Ergänzt wird seine Speisekarte durch Speisereste von Wander*innen und an Berghütten.

Stimme/Laute
Im Singflug oder von erhöhter Warte aus trägt er seinen etwas rauen, holprigen Gesang vor. Mit einem „sittitsche sittitsche“ oder „tjett-tjett-tjett-tjett“ oder einem kurzen „zuihk“ und „ti ti zü“ macht er auf sich aufmerksam.
Zugverhalten
Schneesperlinge kann man in den Alpen ab 1900 Metern Höhe das ganze Jahr über sehen.
Beobachtungstipps
In Deutschland brütet der Schneesperling nur in den Bayerischen Alpen. An Berghütten und Restaurants wird die Erfolgsquote dann am höchsten sein, zum Beispiel in den Allgäuer und Berchtesgardener Alpen ab 1900 Metern über Normalnull.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Da Schneesperlinge auch Nistkästen und Gebäude als Brutplätze annehmen, können Sie den Bruterfolg durch künstliche Nisthilfen an geeigneten Plätzen unterstützen.








